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Familienbetrieb mit viel Erfahrung und Geschichte

Die Firma Pagitz in Ferlach feiert heuer ein Jubiläum: Vor 70 Jahren wurde der Betrieb von Josef Pagitz gegründet. Was mit einer Nachkriegsgeschichte begann, ist heute ein fester Bestandteil der Baubranche.

Claudia Blasi
Ein Familienbetrieb in mittlerweile dritter Generation: Martin Dworak-Amann mit Mutter Stefanie Dworak-Pagitz, Günther Pagitz mit den Söhnen Thomas und Michael.
© Peter Just Ein Familienbetrieb in mittlerweile dritter Generation: Martin Dworak-Amann mit Mutter Stefanie Dworak-Pagitz, Günther Pagitz mit den Söhnen Thomas und Michael.
Wenn man Ferlach und die kleinen, schmalen Gassen Unterferlachs passiert, ahnt man nicht, dass sich bei Hausnummer 34 noch ein wichtiger „Player“ der Baubranche befindet. Waren im Wert von über einer Million Euro lagern aktuell auf dem Gelände der Firma Pagitz. Der Betrieb umfasst Baustoffe, Brennstoffe, Bauelemente und einen Baufachmarkt. 80 Prozent der Kunden entfallen auf das Gewerbe und den Bereich Baustoffe und Rohbau, 20 Prozent auf Privatpersonen.
Damit das Lager und alle Regale gefüllt sind, dafür sorgt Geschäftsführer Günther Pagitz. Er hat den Betrieb 1977 von seinem Vater Josef übernommen. „Mein Vater war in Deutschland in Kriegsgefangenschaft und hat bei seiner Rückkehr das Leid und die Zerstörung gesehen. So entstand die Idee, sich am Wiederaufbau zu beteiligen und selbst mit der Produktion von Betondachsteinen zu beginnen.“ 

70 Jahre sind seither vergangen. Eine wechselvolle Geschichte mit  Höhen und Tiefen. Die vergangenen zwei Jahre zählen aber sicherlich zu den besten seither. „Die Baubranche ist ein klarer Gewinner der Krise. Vor allem der Lockdown hat viele Menschen zum Bauen der eigenen vier Wände bewegt oder zumindest zum Verschönern ihrer Wohnsituation“, berichtet Pagitz, der von seiner Schwester Stefanie Dworak-Pagitz in allen kaufmännischen Angelegenheiten unterstützt wird. „Wir durften während des Lockdowns zustellen, haben zusätzlich Click&Collect angeboten und in dieser Phase auch noch Kunden dazugewonnen. Die Zahlen sind explodiert.“ 

Auch wenn die Unternehmenszahlen passen, fehlt es doch an Arbeitskraft. 22 Mitarbeiter sind derzeit beschäftigt und es werden motivierte Arbeiter für das Lager sowie Lkw-Fahrer gesucht, seit über einem Jahr auch ein Nachwuchs für die Lehre als Einzelhandelskaufmann/frau. Und das, obwohl im Unternehmen ein familiäres Arbeitsklima obers­te Priorität hat: „Wir zahlen fair, stehen mit unseren Mitarbeitern auf einer Stufe und haben für ihre Anliegen stets ein offenes Ohr“, betont der Geschäftsführer. Die flachen Hierachien werden hier nicht nur gepredigt, sondern wirklich gelebt, denn just vor dem Interviewtermin hüpfte der Chef persönlich vom Gabelstapler, weil ein Kollege ausgefallen ist. „Das ist bei uns selbstverständlich, dass jeder anpackt.“ 

Neben dem Fachkräftemangel stimmt den erfahrenen Unternehmer auch die wirtschaftliche Entwicklung nachdenklich. Die Preise für Baustahl, Dämmstoffe oder Holz sind aufgrund der Nachfrage extrem gestiegen, Ziegel zur Mangelware geworden. Auch der Krieg in der Ukraine macht sich mit einem Aufschlag von zehn bis zwölf Prozent auf den Listenpreis bemerkbar. Das Gebot der Stunde lautet also: Kaufen, was geht.  „Unsere Lager sind voll. Jetzt machen sich Lieferantentreue und Handschlagqualität bezahlt. Wir arbeiten mit alteingesessenen Firmen zusammen und haben  sie nie im Stich gelassen.“
Für die Zukunft wünscht sich Pagitz, noch lange seine Erfahrungen im Betrieb weitergeben zu dürfen und die Jugend vielleicht vor dem einen oder anderen Fehler zu bewahren. Und sollte sich zwischendurch ein Zeitfenster ergeben, dann wird das mit einer Ausfahrt mit dem Wohnmobil genutzt oder der Liebhaber alter Motorräder begibt sich mit „seiner Puch“ auf eine Zeitreise. 


Dieser Artikel erschien in Ausgabe 7 der "Kärntner Wirtschaft". 

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