th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail linkedin google-plus facebook whatsapp arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home
news.wko.at

Fahrverbot für Maut-Abzocke

Die geplante, flächendeckende Lkw-Maut ist nicht nur ein weiterer Anschlag auf den Wirtschaftsstandort Kärnten, sondern gefährdet Nahversorgung und Arbeitsplätze.

Die Bundesländer denken zurzeit über eine flächendeckende Maut für alle Fahrzeuge über 3,5 Tonnen nach. "Für meinen Geschmack denken sie zu laut nach", meldet sich WK-Präsident Jürgen Mandl zu Wort und führt aus: „Transporte würden sich durch eine solche Maut verteuern – die Folgewirkung sind höhere Preise, die schlussendlich die Konsumenten tragen müssen. Und das ist absolut inakzeptabel!“ Eine Studie der Wirtschaftsuniversität Wien beziffert diese Mehrbelastung beispielsweise für eine vierköpfige Familie mit 300 Euro pro Jahr. "Angesichts der bestürzenden Arbeitslosenzahlen das völlig falsche Signal. Eine solche Maut wäre ein Anschlag auf die gesamte Wirtschaft und schädlich für den Standort Kärnten – und das in Zeiten einer immer noch schwachen Konjunktur", ist Mandl in Sorge.

Zusammenschluss aller Landeskammern zu einem Bollwerk gegen die Mautpläne


Dass er damit nicht alleine ist, zeigt sich am Zusammenschluss aller Landeskammern zu einem Bollwerk gegen die Mautpläne: Mit gebündelter Kraft startet die WKO unter dem Motto "Mega-Maut? Nein danke!" eine österreichweite Informationskampagne, die die Gefahren solcher Mautpläne auf breiter Basis aufzeigt. Bei der heutigen Startschuss-Pressekonferenz in Wien wurde einmal mehr deutlich, dass die vermeintlichen Vorteile, wie etwa mehr Geld für den Straßenbau, nur die erheblichen Nachteile verschleiern sollen.

Löcher stopfen auf Kosten der Wirtschaft

Lkw und Busse zahlen heute schon über 1,2 Milliarden Euro jährlich Maut auf Autobahn und Schnellstraßen. Sofern die Höhe dieser Maut als Richtschnur für die angedachte Abgabe auf Länder- und Gemeindeebene herangezogen wird, kämen weitere 30 Cent pro Kilometer hinzu! Das macht in Summe etwa eine Zusatzbelastung von rund 650 Millionen Euro jährlich für die heimische Wirtschaft aus. Dass dieses Geld in die Straßenfinanzierung fließen würde, glaubt der Fachgruppenobmann der Transporteure, Bruno Urschitz, nicht: "Hinter dieser krausen Bürokratenidee steckt nichts weiter als der Versuch, Budgetlöcher zu stopfen." Von einer neuen Maut wären vor allem Produkte betroffen, die außerhalb der Zentralräume hergestellt würden und damit durch die Maut automatisch teurer würden. Urschitz: "Das kann in Österreich tausende Arbeitsplätze kosten."

Eine Lkw-Maut auch auf Landes- und Gemeindestraßen würde also in erster Linie nicht nur die Verkehrswirtschaft treffen, sondern auch den Handel und die Konsumenten. WKK-Handelsspartenobmann Raimund Haberl: "Das wäre ein massiver Anschlag auf die ländlichen Regionen und die Nahversorgung Österreichs. Die Wege der Nahversorgung lassen sich nämlich nicht verschieben: Werden die Transporte auch in entlegene Gebiete teurer, gefährdet das massiv die Versorgungsstrukturen." Regionale Produkte und Dienstleistungen mit kurzen Transportwegen seien zu Recht in Österreich stark nachgefragt. Ausgerechnet diese Angebote würden sich durch die Zusatzkosten aus der Maut schlagartig verteuern. Haberl: "Höhere Preise würden alle treffen - insbesondere auch ältere Menschen oder Familien. Deswegen wäre eine zusätzliche Maut nichts anderes als eine neue Konsumsteuer."

Schluss mit den Belastungen

Die von den Befürwortern dargebrachten Vorteile, zum Beispiel die Verlagerung des Transportverkehrs auf Schienen, die Verhinderung der Mautflucht oder der Umweltschutzgedanke, lassen sich mit einem Schlag entkräften. WK-Präsident Mandl: "Diese sogenannten Vorteile sind absurd, denn kleinräumigen Verteilverkehr kann man nicht auf die Schiene verlagern und entlang der Autobahnen gibt es bereits Fahrverbote für Fahrzeuge ab 3,5 Tonnen. Folge wird sein, dass öfter auf kleine Fahrzeuge ausgewichen wird und so der CO2-Ausstoß steigt." Statt mit neuen Belastungsplänen für die Wirtschaft und letztlich die Konsumenten zu kokettieren, solle sich die Politik in Bund und Land besser mit der Frage befassen, wie die Wirtschaft zu beleben, die Investitionstätigkeit anzukurbeln und die schlechte Stimmung zu verbessern sei. Mandl: "Wir alle leben von der Wirtschaft, von 31.000 Betrieben und 185.000 Mitarbeitern in Kärnten. Die Politik soll endlich ihre Hausaufgaben machen und nicht neue Belastungen erfinden, sondern Entlastungen umsetzen!"

Das könnte Sie auch interessieren

  • Presseaussendungen 2016

Sichere Fahrt zum Schulausflug mit heimischen Bussen

Ein neues Schuljahr steht vor der Tür und mit ihm auch die Entscheidung über Ausflugsziele, Schikurse und Sommersportwochen. Die Kärntner Busunternehmen appellieren an Eltern und Schulen, wieder mehr auf die heimischen Betriebe statt auf ausländische Anbieter zu setzen und den Kindern als Vorbilder voranzugehen. mehr

  • Presseaussendungen 2016

In Kärnten steckt viel #tourismusdrin

Heute fiel der Startschuss zur breit angelegten Imagekampagne #tourismusdrin der Wirtschaftskammer Kärnten. Ihr Ziel: Auf die enorme wirtschaftliche Bedeutung des heimischen Tourismus aufmerksam zu machen. mehr

  • Presseaussendungen 2016

ÖHV-Studie: Kärntner Tourismus wehrt sich

Reißerisch, fragwürdig, nicht legitimiert: Tourismussprecher Hinterleitner verlangt Aussprache mit ÖHV-General Gratzer. mehr