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Fachgruppenobmann Urschitz: „Geplante Lkw-Mauterhöhungen entbehren jeglicher Grundlage“

Bruno Urschitz, Fachgruppenobmann für das Kärntner Güterbeförderungsgewerbe, kritisiert Regierungspläne und kündigt an: „Werden dies mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln bekämpfen“.

Studie bestätigt die zu hoch angesetzten Mauttarife
© Fotolia/ehrenberg Studie bestätigt die zu hoch angesetzten Mauttarife
"Mit Verwunderung und Unverständnis nehme ich die in Begutachtung gesandte Novelle zur Mauttarifverordnung zur Kenntnis",
äußert sich Bruno Urschitz, Obmann der Fachgruppe für das Güterbeförderungsgewerbe in der Wirtschaftskammer Kärnten zu den präsentierten Mautplänen in Österreich.

"In Zeiten des Klimawandels und einer CO2-Diskussion wird auch von der Politik eine Lkw-Flottenerneuerung bis hin zu modernsten Euro-6-Fahrzeugen forciert und gewünscht. Mit diesen Plänen werden genau diese Fahrzeuge mit einer exorbitanten Teuerung von rund 5,5 Prozent, die im groben Unverhältnis zu älteren Fahrzeugen steht, bestraft. Da ist es auch nur ein schwacher Trost, dass Euro-6-Fahrzeuge im Vergleich zu den anderen Kategorien den ,günstigsten Mauttarif' von rund 40 Cent/km bezahlen", kritisiert Urschitz und fragt: "Sieht so die Klimastrategie aus, in dem die modernsten und umweltfreundlichsten Fahrzeuge mit der höchste Mautteuerung von allen Lkw-Klassen abgestraft werden?"

Studie bestätigt zu hohe Mautgebühren
Gleichzeitig kündigt der Fachgruppenobmann an: "Wir haben von externen, unabhängigen Experten die österreichischen Mauttarife nachrechnen lassen. Diese Studie kommt zum Ergebnis, dass die österreichischen Mauttarife intransparent berechnet und um 25 Prozent zu hoch angesetzt sind. Das bedeutet: Alleine im Zeitraum von 2008 - 2016 haben wir bereits um knapp 900 Millionen Euro zu viel bezahlt. Wir werden nun die Studienergebnisse nochmals verfeinern und ziehen dann rechtliche Schritte in Erwägung. Denn wenn sämtliche Argumente und Gespräche nicht mehr fruchten, dann muss man eben auch andere Wege, bis hin zur Europäischen Kommission und dem Europäischen Gerichtshof, gehen", so Urschitz.

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