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Erfolgreich mit der 50-Kilometer-Strategie

Vom Sägewerk zum nachhaltigen Holzverarbeiter: Der über 100-jährige Traditionsbetrieb „Hasslacher Hermagor“ mit „Norica Pellets“ kauft seinen Rohstoff Holz bewusst zuhause im Gailtal ein und entwickelte sich zu einem der wichtigsten Arbeitgeber in der Region.

Anita Arneitz
Sie stehen in dritter und vierter Generation zu ihrem Familienbetrieb: Leopold Schnaubelt, Jürgen Winkler, Maria Schnaubelt, Heimo Schader, ­Johanna Honsig-Erlenburg mit Sohn Leopold und Markus Honsig-Erlenburg mit Sohn Johann.
© KK Sie stehen in dritter und vierter Generation zu ihrem Familienbetrieb: Leopold Schnaubelt, Jürgen Winkler, Maria Schnaubelt, Heimo Schader, ­Johanna Honsig-Erlenburg mit Sohn Leopold und Markus Honsig-Erlenburg mit Sohn Johann.

Umweltfreundlich, nachhaltig, vielseitig einsetzbar, zeitlos. Wenn Johanna Honsig-Erlenburg über Holz spricht, leuchten ihre Augen. „Holz ist für mich der spannendste und zugleich geni­als­te Rohstoff überhaupt“, sagt sie. Die 34-Jährige ist gemeinsam mit den beiden Geschäftsführern Jürgen Winkler und Heimo Schader sowie ihrer Familie in dritter und vierter Generation in den Betrieben „Hasslacher Hermagor“ und „Norica Pellets“ tätig. Das Unternehmen beschäftigt rund 75 Mitarbeiter und zählt somit zu einem der wichtigsten Arbeitgeber der Region. Ein Thema, das dem Betrieb besonders am Herzen liegt, ist der regionale Holzeinkauf. „Unsere Philosophie im Holzeinkauf lautet: Das Holz der kurzen Wege“, erklärt Markus Honsig-Erlenburg, der den Rundholzeinkauf und -handel leitet. „Wir wollen Holz aus der Region kaufen, idealerweise im Umkreis von nur 50 Kilometern. Denn heimisches Holz ist ein echtes Qualitätsprodukt“, erzählt Honsig-Erlenburg. Werde das Holz im Bezirk gekauft, bleiben Wertschöpfung und Arbeitsplätze in der Region. Außerdem schonen die kurzen Transportwege die Umwelt. Im Oktober 2018 suchte das zweite große Sturmereignis innerhalb kurzer Zeit die Region heim – nachdem bereits ein Jahr zuvor ein Un-wetter große Waldflächen brachlegte. Der Familienbetrieb konzentriert sich daher seitdem im Holzeinkauf noch stärker auf das Gail-, Gitsch- und Lesachtal. 
Pro Jahr werden rund 200.000 Festmeter Holz eingekauft, der Großteil davon wird direkt vor Ort zu Schnittholz verarbeitet. Auf der Einkaufsliste ganz oben stehen Fichte und Tanne, denn diese beiden Holzarten sind die gefragtes­ten am Markt für den konstruktiven Holzbau.

25.000 Tonnen Pellets pro Jahr

Die wichtigsten Absatzmärkte sind Deutschland, Österreich und Italien. Das Unternehmen liefert außerdem Profilholz und gehobelte Ware, Kant- und Verpackungshölzer. Neben Säge- und Hobelwerk sowie Holzmarkt werden in Hermagor auch rund 25.000 Tonnen Pellets pro Jahr produziert. „Wir nutzen alle bei der Verarbeitung von Rundholz anfallenden Nebenprodukte selbst und arbeiten daher ressourcenschonend, höchst effizient und abfallfrei“, erzählt Geschäftsführer Jürgen Winkler. Die Exportquote bei den Pellets liegt bei 80 Prozent, das Hauptexportland ist Italien.Zusätzlich betreibt die Familie zwei E-Werke. Mehr als 40 Prozent des Strombedarfes desSägewerks kann aus den eigenen Wasserkraftwerksanlagen gedeckt werden. Auf dem Betriebsdach befindet sich eine 15.000 Quadratmeter große Photovol­taikanlage, mit der Ökostrom produziert und ins öffent­liche Netz eingespeist wird. Weiter investiert wird in die Wärme- und Stromversorgung sowie in die Anschaffung von Elektrostaplern, um Emissionen und Lärm zu vermeiden. 

Zukunft wird spannend


Der Gailtaler Traditionsbetrieb blickt optimistisch in die Zukunft.  Seit 2016 befinde sich die Holzbranche im Aufwind. Der Bedarf an Schnittholz für Produkte wie Brettschichtholz und Brettsperrholz sei groß. „Die Zukunft wird zeigen, ob man sich als Zulieferer etabliert oder selbst in die Weiterverarbeitung, eventuell in Kooperation mit einem Branchenkollegen am Standort Hermagor, inves­tiert“, verrät Winkler. „Zudem optimieren wir Schritt für Schritt unsere Anlagen. Dies ist eine notwendige Voraussetzung für mehr Wachstum. Darunter verstehen wir: Das Entwicklungspotenzial des Unternehmens bestmöglich auszunutzen, um weiterhin ein verlässlicher Arbeitgeber in der Region zu sein.“ 


Lesen Sie den gesamten Artikel in Ausgabe 12 der "Kärntner Wirtschaft".

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