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Energieversorgung: Existenzbedrohung für Industriestandort Österreich

WK-Spartenobmann Velmeden: "Betriebe brauchen unmittelbar effektive Unterstützung ebenso wie verlässlichen Plan für die Zukunft."

Stromleitungen
© gopixa - stock.adobe.com

Vor dem Hintergrund des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine befindet sich die heimische Industrie in einer existenzbedrohenden Ausnahmesituation. „Neben dem unermesslichen menschlichen Leid verursachen die wirtschaftlichen Einschnitte dramatische Schäden. Unmittelbare Auswirkung sind die rasanten Energiepreissteigerungen, fehlende Rohstoffe und unterbrochene Lieferketten, die die Industrie massiv unter Druck setzen“, skizzierte Michael Velmeden, Obmann der Sparte Industrie in der Wirtschaftskammer Kärnten und CEO der cms electronics in Klagenfurt am Wörthersee, die aktuelle Situation bei einem Treffen mit den Spitzenvertretern der österreichischen Industrie.

Jetzt müsse die nationale Politik den Fokus auf eine Sicherung der Energieversorgung legen, sind sich die Spitzenvertreter einig und fordern, dass sofort Maßnahmen ergriffen werden, die eine staatliche Energielenkung verhindern.
Ebenso verlangt die heimische Industrie, dass Genehmigungsverfahren für Produktionswirtschaft und Infrastruktur deutlich beschleunigt werden. Velmeden: „Damit unsere Betriebe den ökologischen Wandel vollziehen können, müssen ihnen bürokratische Prügel aus dem Weg geräumt werden.“

Und auch bei den alternativen Technologien muss die Politik mehr Mut zeigen, ist der Branchensprecher überzeugt: „Die heimische Industrie ist mit ihren Innovationen Teil der Lösung und Partner auf dem Weg zur Energiewende. Es ist höchste Zeit, endlich die Rahmenbedingungen für eine Wasserstoff-Wirtschaft in Österreich zu schaffen. Die Wasserstoff-Technologie kann eine echte und attraktive Alternative sein. Dazu brauchen wir aber rasch die Umsetzung der lange versprochenen Wasserstoff-Strategie, also einen notwendigen rechtlichen Rahmen, genauso wie Förderbestimmungen und Regelungen für die Infrastruktur.“
Als sofort umzusetzende Maßnahme braucht es die Strompreiskompensation gemäß europäischen Emissionshandelssystem sowie die Einrichtung eines Dekarbonisierungsfonds zur Unterstützung der Transformation für Produktionsbetriebe.  

„Die Bedeutung der Industrie für den Kärntner Arbeitsmarkt wird oft unterschätzt. Von den rund 216.000 unselbstständig Beschäftigten in Kärnten arbeitet fast die Hälfte in der Industrie oder in mit ihr kooperierenden Dienstleistungssektoren. Damit sichert die Industrie besonders auch den Wohlstand in Kärntens Regionen. Die Branche hat jetzt jede Unterstützung verdient“, so Velmeden abschließend.

Rückfragen:
Wirtschaftskammer Kärnten
Sparte Industrie
Mag. Alexander Kuess
T 05 90 90 4 – 200
E alexander.kuess@wkk.or.at

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