th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing whatsapp wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht Twitter search print pdf mail linkedin google-plus Facebook arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home icon-gallery icon-flickr icon-youtube icon-instagram pinterest skype vimeo snapchat
news.wko.at
Mein WKO

Eine Zeitreise durch die Geschichte des Internets

In einem Keller in Villach fing alles an: MartinZandonella gründete die Net4You Internet GmbHvor 25 Jahren als kleines Start-Up. Heute ist man der älteste Internet-Serviceprovider in Österreich.

Angelika Dobernig
Martin Zandonella mit den Mitarbeitern Gerda Perchtold und Daniel Janesch im „Allerheiligsten“, dem Serverraum des Unternehmens.
© Peter Just Martin Zandonella mit den Mitarbeitern Gerda Perchtold und Daniel Janesch im „Allerheiligsten“, dem Serverraum des Unternehmens.

Als die Net4You Internet GmbH vor 25 Jahren gegründet wurde, steckte das Internet noch in den Kinderschuhen. Der Großteil der Bevölkerung traute der neuen Technologie nicht viel zu, und die Zahl der Internetnutzer hielt sich in engen Grenzen.„Das Internet war damals noch völlig unbekannt. E-Mails waren da schon eher ein Thema“, erinnert sich Firmengründer Martin Zandonella zurück. Zu den ersten Kunden zählten vor allem Privatpersonen und Tourismusbetriebe, die am Puls der Zeit sein wollten.

Heute ist das Villacher Unternehmen der älteste Internet-Serviceprovider Österreichs. Dementsprechend viel hat man auch erlebt: Die Reise durch die Firmengeschichte ist gleichzusetzen mit der Geschichte des Internets. Noch gut in Erinnerung sind Zandonella die geräuschvollen Modem-Verbindungen in den ersten Jahren. „Die Daten wurden damals noch über die Telefonleitung übertragen. Wir haben schon am Düdeln und Knacksen erkannt, ob die Verbindung funktioniert“, erzählt er lachend.

„Immer zwei, drei Jahre vorausdenken“

Es folgten viele Technologiesprünge und eine rasante Verbreitung des Internets. „Unsere Arbeit hat sich in all den Jahren ständig verändert. In den ersten Jahren haben wir uns um den Internetanschluss für unsere Kunden gekümmert und die ersten Websites erstellt. Dann rückte schon bald das Thema Datensicherheit in den Vordergrund. In diesen 25 Jahren hat sich unglaublich viel getan“, blickt der Unternehmer zurück.
Entscheidend sei gewesen, ständig die Zukunftsthemen zu erkennen. „In unserem Bereich muss man zwei, drei Jahre vorausdenken. Man darf nicht darauf warten, in welche Richtung sich etwas entwickelt, sondern muss die Veränderung mitgestalten und immer bereit sein, sich zu verändern. Sonst kann man sich nicht lange halten.“

Wie schnell es gehen kann, sah Martin Zandonella an der Konkurrenz: 1995 war Net4You nicht der einzige Internetprovider in Österreich, doch über die Jahre verschwanden all die anderen Pioniere vom Markt. Der Wettbewerb war immer groß und die Branche wuchs rasant. Nur durch stete Veränderung habe man sich behaupten können.

Ein Wettbewerbsvorteil sei gewesen, dass man sich schon recht früh mit dem Thema „Managed Service“ beschäftigte. Kunden lagern dabei ihre IT-Dienstleistungen aus und bekommen sozusagen ein „Rundum-Sorglos-Paket“. „Wir haben 1999 damit begonnen. Damals war die Bereitschaft der Kunden zu monatlichen Pauschalzahlungen noch nicht groß. Man dachte: Wenn ich einmal in die IT investiere, muss das reichen“, erzählt Zandonella.

Server werden alle fünf Minuten gecheckt

Im Lauf der Jahre habe sich diese Einstellung aber geändert: Je wichtiger die IT-Systeme in den Betrieben wurden, desto weniger konnte man sich Ausfälle leisten. Heute zählt ein zuverlässiger IT-Dienstleister zu den wichtigsten Partnern von Unternehmen. Dementsprechend ist auch die Zahl der servicierten Kunden gewachsen: Die 17 Net4You-Mitarbeiter betreuen heute zig Tausende Server ihrer Kunden. Entscheidend sei dabei, Probleme nicht zu lösen, sondern sie erst gar nicht entstehen zu lassen: „Alle fünf Minuten werden die Server gecheckt. Wir erkennen jede Unregelmäßigkeit und greifen schon bei geringen Temperaturschwankungen oder Auslastungsproblemen ein. So kommt es nie zu einem Problem beim Kunden.“ Erledigt wird dies zu fast 100 Prozent in der Villacher Firmenzentrale. „Wir erledigen fast alles ‚remote‘, also von der Entfernung aus. Es gibt nur selten Fälle, in denen wir wirklich zum Unternehmen fahren müssen.“

Krisenerprobt ist das Unternehmen auch: Die Coronakrise ist die bereits dritte Krise, durch die man manövriert. Im Jahr 2000 war es die geplatzte Dotcom-Blase, die speziell Internetunternehmen erschütterte, acht Jahre später folgte die Finanzkrise. Wie man diese schwierigen Zeiten überstanden hat? „Vor allem mit viel Glück. Jede Krise war anders und es war zwischendurch auch schwierig, aber wir sind irgendwie immer gut durchgekommen.“


Dieser "Erfolg aus Kärnten" erschien in Ausgabe 25 der "Kärntner Wirtschaft".

Das könnte Sie auch interessieren

Seine Begeis- terung für Mathematik lebt Philipp Hungerländer als Universitätsprofessor aus. Als Geschäftsführer von „Hex“ stehen strategische Fragen und Führungsqualitäten im Vordergrund.

Komplexe Lösungen in Software gegossen

Unternehmer und Universitätsprofessor Philipp Hungerländer sieht die Welt mit ganz eigenen Augen – im Fokus steht die Mathematik und das Optimieren von Abläufen. Mit „Hex“ verbindet er Theorie und Praxis. mehr

Mazin Shamaly ist mit seiner Firma „Motiv-X“ schon seit einigen Jahren selbstständig. Doch er ist ein Visionär und seine Träume möchte er verwirklich.

Mit Webshops die Kleinen sichtbar machen

Selbstständig sein war für Mazin Shamaly schon immer der größte Wunsch. Und diesen lebt er nun seit über 20 Jahren. Dass man auch in Krisenzeiten Großes schaffen kann, das hat er nun bewiesen: Er erkannte eine Nische und entwickelt hierfür ein passendes Produkt: den "ON Markt". mehr