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Eine Partnerschaft, die sich bezahlt macht

Kärnten hat viele Ausnahmesportler. Der Weg auf das Siegespodest ist ein langer, der mit großen finanziellen Aufwendungen verbunden ist. Ohne Sponsoring ist Spitzensport heutzutage kaum mehr möglich.

© Claudia Strobl Die ehemalige Weltklasse-Schifahrerin Claudia Strobl (vorne, Mitte) unterstützt junge Kick-sportlerinnen mit Mentalcoaching-Einheiten. Wie sie sponsern viele Unternehmer und ehemalige Sportler die Sportjugend Kärntens.

Egal ob Fußball, Schisport oder Billard – vor allem bei Großereignissen sitzen viele von uns vor dem Fernseher und fiebern bei den letzten Metern und Sekunden, die entscheidend für einen Stockerlplatz sind, mit. Bis zu den Spitzenleistungen ist es ein weiter Weg, der ohne finanzieller Unterstützung von Sponsoren von den meis­ten Athleten nicht beschritten werden könnte. 

Aller Anfang ist auch für jeden Sportler schwer – vor allem wenn es darum geht, als noch unbekannter Athlet Sponsorengeld zu lukrieren. So war es auch bei Mat­thias Mayer. Auf den gebürtigen Afritzer, der es mittlerweile zur Weltspitze im österreichischen Schisport schaffte, setzte zu Beginn Robert Wieland vom Personalmanagement „Jobzone“ aus Villach. Durch Zufall hat Wieland den Onkel von Matthias Mayer kennengelernt. „Ich war schon damals überzeugt, dass er einmal ein guter Schifahrer wird und habe ihn zwei Jahre lang als Kopfsponsor unterstützt.“ Auch wenn es heute keine Geschäftsbeziehung mehr gibt, die Freundschaft zu Matthias Mayer und seiner Familie ist geblieben, und auch das Zittern bei jedem Rennen, ob sich eine Medaille ausgehen wird.

Gerald Florian betreut mit seiner Agentur Richtwert neben der Triathletin Sara Vilic auch die Billard-Spieler Jasmin und Albin Ouschan. Das Geschwisterpaar hat es zur Weltspitze in diesem Sport geschafft. Immer wieder hört Florian im heimischen sportlichen Umfeld, wie schwer es sei, Sponsoren zu finden. „Gemeint ist dabei aber eher, dass es schwierig ist, jemanden zu finden, der Geld ohne adäquate Gegenleistung bereitstellt. Unsere Sponsoren müssen den Mitteleinsatz für ein Sportsponsoring ebenso rechtfertigen und messen können.“ Welche Leistungen sich seiner Meinung nach Unternehmer, die als Sponsoren auftreten, erwarten? „Unternehmen, die Kommunikation und Sportsponsoring verstehen, zielen auf Wahrnehmung, Wertetransfer, Kostenersparnis durch das Einsetzen eines Sport-Testimonials und, ganz klar, auf den messbaren Erfolg wie gesteigerten Umsatz oder auf das Erreichen der gewünschten Zielgruppen durch den angestrebten Wertetransfer ab.“

Für Birgit Morelli, die mit ihrer Agentur für das Marketing für die Special Olympics, die im März dieses Jahres in der Steiermark stattfinden, verantwortlich ist, war die Suche nach Sponsoren für dieses Großereignis trotz sozialem Hintergrund kein Leichtes. Morelli: „Die Erwartungen sind hoch. Logopräsenz ist das eine, mindestens genauso wichtig ist es, gemeinsam mit den Sponsoren zu überlegen, welche Aktionen und Aktivitäten darüber hinaus gemeinsam durchgeführt werden. Sie sollen für beide Seiten einen Mehrwert bedeuten.“

Als Schifahrerin Claudia Strobl noch aktiv war, war Sponsoring noch nicht so verbreitet wie heute. Sie weiss aber, wie schwierig es ist, finanzielle Unterstützung von außen zu bekommen. Auch Sie unterstützt Sportler, wie etwa Nicole Trimmel, die Kickbox-Europameis­terin 2016, und Christin Fidler, die Vize-Weltmeisterin im K1-Kick­boxen. Aber nicht monetär, sondern mit Mentalcoaching.

Das sagen Kärntner Unternehmer zum Sportsponsoring

Die Special Olympics World Winter Games in der Steiermark sind das größte Sport- und Sozialevent 2017. Das Einbinden von Menschen mit Behinderung in alle Aktivitäten ist uns besonders wichtig. Gerade bei Veranstaltungen in diesen Dimensionen prüfen Firmen genau, was sie für ihren finanziellen Beitrag bekommen.
Birgit Morelli, Leitung Marketing-PR Special Olympics 2017
In China spricht der Markt auf die Marke Ouschan an. Jasmin und Albin werden vermehrt dort antreten, auch unsere Sponsoren haben diesen Wunsch geäußert. In Kürze starten wir mit der App „Superstar online“. Gerne hätten wir im Zuge dieser Content-Erstellung auch Tourismus-Werbung für Kärnten am chinesischen Markt gemacht.
Gerald Florian, Agentur Richtwert
Sponsoring im alpinen Schisport war während meiner aktiven Zeit erst im Entstehen. Bei mir übernahm der ÖSV die Suche für meinen ersten Sponsor. Spitzensport ohne Sponsoring ist heute gar nicht mehr möglich. Die Erfolge, die ich im Schisport gefeiert habe, kamen auch dem Betrieb meiner Eltern zugute. Der Bekanntheitsgrad unserer Bäckerei hat sich damals deutlich erhöht.
Claudia Strobl, ehemalige ­Weltklasse-Schifahrerin
Zu meiner Zeit gab es im Fußball große Firmen, die den Sport unterstützt haben, aber nicht in dem Ausmaß wie es heute der Fall ist.  Selbstverständlich sponsere ich, vor allem die Jugend liegt mir am Herzen. Sie kann nur dann eine gute Ausbildung genießen, wenn Geld vorhanden ist. Auch im Behindertensport statte ich regel­mäßig Sportler aus.
Arnold Koreimann, Versicherungsmakler und ehemaliger Profifußballer
Ich begleite Matthias seit Beginn medial und kümmere mich auch um das Sponsoring. Wir wählen unsere Partner sehr sorgfältig aus, das Produkt muss passen und die Branche ist mitentscheidend. Natürlich kommt es auch vor, dass wir Anfragen ablehnen. Robert Wieland war sein erster großer Sponsor. Er glaubte an ihn, als er noch unbekannt war.
Robert Wieland, „Jobzone“


Interview mit dem Geschäftsführer der Agentur "Mehrwert", Ronald Mairitsch

"Man sollte sich das Umfeld ansehen", meint Ronald Mairitsch von der Agentur "Mehrwert".

Warum entdecken immer mehr Unternehmen Sponsoring als Kommunikationsinstrument? 

Sponsoring ist ein attraktives Tool und es ist sehr im Kommen. Sogar die Werbekritiker sehen es positiv. Dennoch sollten Unternehmer darauf achten, bei Sponsoring-Aktivitäten das richtige Umfeld auszu­suchen. Die Wahl des jeweiligen Sponsorings sollte immer mit den Interessen eines Unternehmens einhergehen.

Einer ihrer Kunden ist der VSV. Warum ist Sportförderung für Firmen so attraktiv?

Im Sport ist es so, dass das Ergebnis nicht feststeht. Man kämpft entweder gegen Zeit oder für Ergebnisse. Als Sportler ist man in einem wunderbaren Zustand der Emotion, dass man den Sponsor mitnimmt und gemeinsam mit ihm mitlebt. Es ist ein positiver Effekt, wenn der Sportler, den man sponsert, siegt. Dieser lacht dann mit stolz geschwellter Brust und dem Firmenlogo aus den Zeitungen oder vom Fernseher. Das ist meiner Meinung nach auch ein Grund, warum im Sport mehr gesponsert wird als beispielweise in der Kultur.

Sponsoring kann für ein Unternehmen auch Risiken mit sich bringen. Schlechte sportliche Ergebnisse, Dopingfälle oder private Fehltritte. Was raten Sie Unternehmen in so einem Fall?

Als allererstes sollte man sich im Vorfeld genau erkundigen, wen man sponsert und ob derjenige als Typ zu einem passt. Im Vertrag sollten bestimmte Dinge mitaufgenommen werden, so dass man als Sponsor im Fall der Fälle abgesichert ist.

 

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