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Ein Spektakel der Farben, Schnitte und Formen

Ins Staunen kamen Jury und Besucher beim Bundeslehrlingswettbewerb der Tapezierer in Klagenfurt: Die neun Teilnehmerinnen und Teilnehmer zeigten vergangenen Freitag Höchstleistungen und überzeugten mit ihren sorgfältigen Arbeiten. Der Sieg ging an Mathias Stiegler aus Tirol.

Von bunt bis elegant, von klassisch bis ausgefallen: Die Kojen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim Bundeslehrlingswettbewerb der Tapezierer waren ein echter Blickfang. Sogar eine Tapete mit pinkfarbenen Flamingos war zu sehen – neben Kojen, die in Gold-, Blau- oder Rosé-Tönen gehalten waren. Werner Trügler, Berufsgruppensprecher der Kärntner Tapezierer und Dekorateure, freute sich über die ausgezeichneten Leistungen, die bei dem Wettbewerb gezeigt wurden: "Gearbeitet wurde auf höchstem Niveau und mit voller Konzentration. Zwischendurch war es in der Halle so leise, dass man eine Stecknadel fallen hätte hören können."

Von bunt bis elegant, von klassisch bis ausgefallen:Die Teilnehmer Bundeslehrlingswettbewerb der Tapezierer legten sich für die Sieg ins Zeug. Am Ende hatte Mathias Stiegler aus Tirol die Nase vorn. Foto: WKK/Just
Von bunt bis elegant, von klassisch bis ausgefallen:Die Teilnehmer Bundeslehrlingswettbewerb der Tapezierer legten sich für die Sieg ins Zeug. Am Ende hatte Mathias Stiegler aus Tirol die Nase vorn. Foto: WKK/Just


Dementsprechend schwierig war es für die Jury, die hervorragenden Leistungen zu beurteilen und Abstufungen vorzunehmen. Juryvorsitzender Robert Moser, Tapeziermeister aus Achomitz (Feistritz an der Gail), erzählt: "Bei manchen Platzierungen waren Zehntelpunkte entscheidend. Die Teilnehmer haben alle sehr diszipliniert und genau gearbeitet. Es war eine Freude, ihnen beim Arbeiten zuzusehen."

Bei all den Spitzenleistungen gelang es einem, sich von der Konkurrenz abzusetzen: Mathias Stiegler aus Tirol holte sich den Sieg mit einigen Punkten Vorsprung (bei 100 erreichbaren Punkten). Doch er konnte es gar nicht glauben: Als bei der Siegerehrung bereits die Zweit- und der Drittplatzierte am Podium standen, saß Mathias kopfschüttelnd im Auditorium. Später erklärte er, warum: "Ich konnte nicht glauben, dass ich wirklich gewonnen habe. Zwischendurch habe ich den anderen beim Arbeiten zugesehen und habe mir gedacht: ‚Es sind alle so gut. Kann ich das auch schaffen?‘"

Dank an Lehrbetriebe

Er hat es nicht nur geschafft, sondern den Wettbewerb mit Bravour gemeistert, betonte Juryvorsitzender Moser: "Alle Kojen waren sehr schön. Mathias hat aber das i-Tüpfelchen mehr geleistet, indem er besonders genau gearbeitet hat." Vor allem der exakte Verlauf der Nähte, das saubere Arbeiten bei Hocker und Rapport und die Arbeitsweise im Allgemeinen waren für die Jury ausschlaggebend. „Wir schauen den Teilnehmern ab der ersten Minute auf die Finger. Wie gearbeitet wird, ist für uns genauso wichtig wie das Endergebnis“, so Moser.

"Als nächste Herausforderung wartet auf Mathias die Teilnahme an internationalen Wettbewerben wie der ‚Euro Interior‘", sagte Bundesinnungsmeister-Stellvertreter Manfred Judex, der sich speziell bei den Lehrbetrieben bedankte: "Solche Höchstleistungen sind ausschließlich durch eine sehr gute Ausbildung möglich. Wenn der Lehrbetrieb nicht ausgezeichnet ausbildet, geht das gar nicht. Danke dafür! Und ich bin mir sicher, viele der Teilnehmer heute sind schon auf dem Weg zum Meistertitel und werden bald selbst ausbilden." Werner Trügler bestätigte: "Für die Wirtschaft sind die ausbildenden Betriebe und das duale Ausbildungssystem unentbehrlich. Unsere Betriebe bilden die Fachkräfte von morgen aus und sind damit der Motor für die Wettbewerbsfähigkeit des ganzen Landes."

Die Platzierungen im Überblick:

  1. Platz: Mathias Stiegler, Tirol
  2. Platz: Lisa Eder, Steiermark
  3. Platz: Nino Werle, Vorarlberg

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