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Ein Paradies für rollendes Urlaubsvergnügen

Die Falle-Freizeit-Sport-Campingwelt und Fischertreff in Villach freut sich, wenn der Betrieb wieder langsam hochgefahren werden darf. Die Kunden stehen auch in schwierigen Zeiten wie diesen hinter dem Betrieb, der von Alexander Falle in zweiter Generation geführt wird.

Birgit Sacherer
Alexander Falle ist in die Fußstapfen seiner Eltern Martin und Jane Falle getreten und leitet Camping Falle in Villach. Mit Unterstützung seiner Familie und seiner Mitarbeiter meistert er die aktuelle Situation.
© Höher Alexander Falle ist in die Fußstapfen seiner Eltern Martin und Jane Falle getreten und leitet Camping Falle in Villach. Mit Unterstützung seiner Familie und seiner Mitarbeiter meistert er die aktuelle Situation.

Dort, wo sonst Hochbetrieb herrscht, werden sich bald wieder „nur“ so viele Kunden, wie es der
Gesetzgeber erlaubt, finden. „In Klagenfurt haben wir das Geschäft auf eine kleine Fläche reduziert, in Villach ist es aber aufgrund der Größe nicht möglich. Daher ist jenes in Villach als Abholshop samt kontaktloser Übergabe und Bezahlung geplant“, erklärt Alexander
Falle. Auch das Online-Geschäft ist angelaufen, „doch kann man den Umsatz damit niemals abfedern, den wir sonst hätten. Vor allem im Fischereisektor ist jetzt Hochsaison“, erzählt Alexander Falle. Und meint weiters: „Aber wir dürfen uns glücklich schätzen,
dass wir in Österreich leben.“


Die Gründung des Unternehmens erfolgte eher zufällig. Firmengründer Martin Falle stieß durch Zufall auf den Campingurlaub. Und so wurde aus dem ehemaligen Lehrer ein erfolgreicher
Unternehmer, der vor bald 41 Jahren gemeinsam mit seiner Frau Jane ein Geschäft für Camping,
Wohnmobile und Ersatzteile gründete. Was einst als Hobby begann, entwickelte sich zu einem weit
über Österreichs Grenzen hinaus bekannten Fachbetrieb für Camping, Tauchen, Boote, Fischerei
und Sportausstattung. Im Jahre 2018 übergab er die Verantwortung an seinen Sohn Alexander.

Auch wenn alle wichtigen Entscheidungen mittlerweile über den Schreibtisch des „Junior“ gehen, der „Senior“ steht ihm weiterhin mit Rat und viel Erfahrung zur Seite. „Mein Vater und ich haben
im Jahr 2010 beschlossen, die Verkaufsfläche um 30 Prozent zu erweitern. Das war damals keine
leichte Entscheidung.“

Alles was das Campingherz begehrt

Am dem rund 3000 Quadratmeter großen Firmenareal gibt es alles was das Campingherz begehrt.
Geschirr, Kochtöpfe und Gläser in allen Farben und Formen, Tischtücher, Zelte, Gartenmöbel,
Hängematten, Kleidung sowie eine riesige Auswahl an Fischerei-Zubehör. Auch wenn es draußen schneit, ist viel los. Denn Falle passt im Winter sein Sortiment an die Jahreszeit an und verkauft auch Schier oder serviciert die Brettln. „Die einen bringen ihre Schier zum Service, die anderen erkundigen sich bereits über die neusten Wohnwägen- und Wohnmobile-Modelle.

Sobald die ersten Sonnenstrahlen im März scheinen und die Temperaturen nach oben klettern, beginnt bei den Campern der Frühjahrsputz“, schmunzelt er. Falle hofft aber, dass das „Fernweh“ seiner Kunden nach überstandener Krise wieder „aufflammen“
wird. Dass das Camping-Geschäft in den vergangenen Jahren angestiegen ist, hängt auch mit dem Boom zusammen. „Viele Reisedestinationen haben sich überholt, Camping-Urlaube sind bei Jung und Alt sehr beliebt geworden. Die Menschen schätzen die Freiheit und Unabhängigkeit, die man mit dieser Urlaubsform genießen kann.“

Das Geschäft ist natürlich sehr wetterabhängig. Wenn Alexander Falle einen Wunsch frei
hätte? „Einen schönen Sommer. Regnet es im Juli drei Wochen, kommen weniger Camper zu uns
nach Kärnten auf Urlaub und kaufen ein. Sie sind ja sehr mobil und wenn es bei uns nicht schön ist,
dann fahren sie weiter“, erzählt der dreifache Familienvater, der gerne einmal mit seiner Frau und
den drei Kindern in Skandinavien campen möchte.


Dieser Artikel erschien in Ausgabe 11 der "Kärntner Wirtschaft". 

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