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Ein Herz für die Kunden und die Region

Die Geschichte der Unternehmerfamilie Slivsek begann im Jahr 1887. Seither wird das Unternehmen von Generation zu Generation weitergegeben. Hans Slivsek führt den Spar-Markt, die Tankstelle und die Waschstraße in Himmelberg bei Feldkirchen. Das macht er seit 26 Jahren – mit Leib und Seele.

Corina Thalhammer
Hans, Andrea und Sohn  Johannes Slivsek in ihrem Spar-Markt in Himmelberg bei Feldkirchen.
© Manfred Schusser Hans, Andrea und Sohn Johannes Slivsek in ihrem Spar-Markt in Himmelberg bei Feldkirchen.
Als Hans Slivsek nach der Matura und zwei Wintersaisonen in Saalbach-Hinterglemm 1987 in das elterliche Unternehmen eintrat, gab es gleich viel zu tun. Das Computer-Zeitalter hatte gerade begonnen und Slivsek begann als eine seiner ersten Handlungen damit, den gesamten Betrieb Schritt für Schritt umzustellen. Das Himmelberger Familienunternehmen war eines der ersten,  das die Umstellung auf Scanning wagte. 600.000 Schilling, rund 44.000 Euro, wurden dafür aufgebracht. 

Die Einschulung wurde in Ober­österreich abgehalten und Slivsek schmunzelte, als er von der Voraussetzung – nämlich ein Auto mit Ladefläche – erzählte. Da die PCs, Kabel und Rechner zur damaligen Zeit alles andere als platzsparend waren, war die Ladefläche notwendig, um die Hardware zu transportieren. Als die Umstellung vorbei war, hat sich der Vater aus dem operativen Geschäft in die Verwaltung zurückgezogen und dem Sohn die unternehmerischen Zügel in die Hand gegeben. Bis Slivsek dann im Jahr 1994 den Spar-Markt, die Tankstelle und die Waschanlage vollständig übernahm.

Bereits vor dem Regionalitätsboom habe man Brot, Butter, Topfen und Fleisch von heimischen Lieferanten bezogen. „Die Regionalität ist für mich ein Steckenpferd“, erklärt der Unternehmer, der in seiner Freizeit viele Bücher über dieses Thema liest und auch immer wieder den Slow-Food-Guide zur Hand nimmt. Bei der Auswahl der Produkte vertraut der Vater von zwei Kindern auf sein Bauchgefühl. Prinzipiell gelte: „Je kleiner der Lieferant, desto besser.“ Lieferausfälle seien ein gutes Zeichen, denn dadurch wisse man, dass alle verwendeten Rohstoffe frisch seien. Die Zusammenarbeit mit den Direktlieferanten habe Handschlagqualität. Zu jedem Lieferanten kann der Unternehmer eine Geschichte erzählen und wenn er dafür Zeit hat, macht er das auch. „Die Kunden wollen den Menschen hinter dem Produkt sehen.“ Den Regionalitätsboom habe man den Kunden zu verdanken. „Dafür muss man ihnen auch ein großes ‚Danke‘ aussprechen.“ 

In Himmelberg beschäftigt Slivsek 14 Mitarbeiter. Eine Angestellte ist seit 37 Jahren im Unternehmen, fünf sind seit 25 Jahren und die anderen seit über zehn Jahren fester Bestandteil des Teams. Fluktuation gebe es nur ganz wenig und Slivsek weiß, was er an seinem Team hat. „Ohne Mitarbeiter, die sich so einsetzen und sich derart mit dem Betrieb identifizieren, würde es nicht funktionieren.“ 
Ein weiteres Geheimnis des Erfolges: „Wir wollten immer anders sein, als die anderen.“ Daher öffnet die Tankstelle von Montag bis Sonntag um 5 Uhr Früh. Frisches Brot und Gebäck erwartet die Pendler dann schon im Tankstellenshop. Der Spar-Markt öffnet seine Tore um 6 Uhr morgens. 
Während des ersten Lockdowns bot man eineinhalb Monate ein Lieferservice an, das gut angenommen wurde. Verändert hat sich im Pandemiejahr vieles. So sei die Anzahl der Kunden extrem gesunken, da viele Touristen ausblieben, aber die Einheimischen hätten im Durchschnitt mehr gekauft und so habe sogar ein Umsatzplus erzielt werden können. Das auch gleich wieder investiert wurde – in die Digitalisierung der Tankstelle. 

Und auch in Zukunft hat sich der Himmelberger Unternehmer viel vorgenommen. Im April startet die Digitalisierung der Wasch­anlage, mit dem Ziel, eine der modernsten Österreichs zu errichten. Im Sommer will man in eine Fotovoltaikanlage investieren, um dem Betrieb einen grünen Fußabdruck zu verleihen. 

Ob der Sohn in die väterlichen Fußstapfen trete, sei noch ungewiss. „Wenn es weitergeht, dann freuen wir uns natürlich.“ Man lebe jedoch im Hier und Jetzt. Und bis dahin wird der selbsterklärte Frühaufsteher auch weiterhin sein Unternehmen persönlich ­jeden Morgen um 5 Uhr aufsperren. 


Dieser Artikel erschien in Ausgabe 8 der "Kärntner Wirtschaft".

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