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Ein Feinschmecker mit vielen Ideen

Von einer kleinen klassischen Fleischerei am Land hin zum Feinkost-Geschäft mit Gaststätte und einem Catering-Service – beim Familienbetrieb Partl aus Eberndorf hat frischer Wind auch neue Geschäfte gebracht.

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© Florian Mori Otto Partl ­junior hat viel Schwung in den Traditions­betrieb seines ­Vaters gebracht – die einstige ­Fleischerei ist heute fast schon Komplett­anbieter in ­Sachen Catering.

Würstl, Heringssalat, Beef Tatar und noch vieles mehr stehen bei Unternehmer Otto Partl junior und seinen Kunden gerade im Frühjahr hoch im Kurs. Der Jungunternehmer führt in dritter Generation den Familienbetrieb und steht selten still, wenn es um seinen Betrieb geht: „Unser Geschäft ist ein Treffpunkt für den ganzen Ort – viele starten mit einem Frühstück und treffen sich zum Mittagessen wieder bei uns“, freut er sich.

Ein Familienbetrieb aus Leidenschaft

Die „Fleischerei & Imbissstube Partl“ wurde bereits 1928 von seinem Großvater Ferdinand Partl in Eberndorf gegründet. „Er führte eine klassische Fleischerei, wie auch später mein Vater, Otto senior“, erzählt Partl weiter. Heute ist aus einer kleinen Fleischerei  ein Unternehmen mit einem breit gefächerten Angebot geworden. „Ungefähr die Hälfte unseres Geschäfts machen wir immer noch im Stammhaus in Eberndorf – von Montag bis Samstag gibt es täglich frisch gekochte Menüs.“ Im Geschäft in Eberndorf gibt es ­neben Produkten aus der Region und frischen Eigenprodukten, wie Suppeneinlagen, veredelte Fleischprodukte wie Schinken oder Würste. „Das Fleisch kommt von bekannten Fleischermeistern aus der Region. Das ist mir und unseren Kunden wichtig.“ Außerdem beliefern wir Kindergärten und Firmen mit Mittagessen.

Zusammenarbeit und Umschwung

Die Fleischerei und die Gaststube sind in der Region über die Generationen hinweg bekannt. Als Partl Ende 2004 den Familienbetrieb übernahm, entwickelte er das Geschäftsfeld weiter und setzte auf ein Buffet- und Catering-Service. „Die Fleischerei alleine wäre zu wenig gewesen. Die ersten Jahre waren selbstverständlich auch Lehrjahre – man entwickelt sich weiter und wächst in eine Idee hinein.“ Interessiert hat ihn dieser Geschäftsaspekt schon früh. Nach einer Fleischer-Lehre im elterlichen Betrieb, einigen Jahren in anderen Unternehmen und einer Ausbildung zum Marketing- und Management-Fachwirt setzte er seine Ideen mit der Unterstützung seines Vaters um. „Er steht mir noch immer mit Rat und Tat zur Seite, wenn es um den Betrieb geht."

Heute sei das Catering von kleinen privaten Feiern bis hin zum Firmen-Großevent ein wichtiges Standbein neben dem Fleisch- und Feinkostgeschäft. Besonders beliebt seien Sommer- oder Grill­feste am Firmenareal. Vom Stuhl bis zur Blumendekoration, vom Zelt bis zum Discjockey und von der Tischdecke bis zum Gulasch, Grillfleisch und Dessert-Buffet – bei Partl kommt alles aus einer Hand: „Wir arbeiten mit langjährigen Partnern zusammen. Das meiste haben wir vor Ort, alles Weitere wird von uns organisiert.“

Mit im Angebot: das Personal. 14 fixe Mitarbeiter arbeiten gemeinsam mit dem Eberndorfer, der selbst gelernter Fleischer ist. Partl: „Je nach Event greifen wir dann auf einen Pool von Mitarbeitern zu, auf die ich mich verlassen kann.“ Zu sehen ist das Team auch bei allen wichtigen Veranstaltungen in der Region. Das Highlight ist in jedem Jahr der Josefimarkt, bei dem ein Besuch bei Partl sozusagen „am Weg liegt“. Der Traditionsmarkt führt einmal durch den Ort. „Wir stellen Tische auf, haben ein eigenes Zelt und einige Bands spielen.“

Seine Mitarbeiter sind ihm wichtig, betont der Unternehmer, deshalb bildet er aktuell auch selbst im Betrieb einen Lehrling aus. „Gute Lehrlinge zu finden ist nicht einfach. Der Beruf des Kochs hat leider noch immer einen schlechten Ruf. Das Image sollte dringend aufgewertet und von der Gesellschaft mehr geschätzt werden.“ Geschätzt werden die Mitarbeiter vom Chef und den Stammkunden. „Einige arbeiten seit Jahren bei uns, eine Mitarbeiterin sogar schon seit ich ein kleines Kind war“, freut sich Partl. „Für mich sind die Mitarbeiter das Herz des Betriebes. Mit ihnen gemeinsam auf ein Ziel hinzuarbeiten und gemeinsam etwas zu schaffen, treibt mich an.“


Interview mit Unternehmer Otto Partl

Otto Partl junior
© Florian Mori Otto Partl junior ist seit knapp über zehn Jahren Partl-Chef.

Was macht erfolgreiches Unternehmertum aus?

Die Zusammenarbeit mit meinen Mitarbeitern ist mir wichtig. Ich übertrage ihnen viel Verantwortung und muss mich auf sie verlassen können. Der Vorteil eines kleinen Unternehmens ist der enge Kontakt und dass wir uns schneller und unkomplizierter an Veränderungen anpassen können.

Warum sind Unternehmer gerade in ländlichen ­Regionen so wichtig?

Unsere Gaststätte ist ein Kommunikationstreff für den Ort – viele treffen sich täglich hier zum Mittagessen und tauschen sich aus. Außerdem sind wir Kleinunternehmer wichtige Arbeitgeber für die Region. Keiner meiner Mitarbeiter muss so einen weiten Arbeitsweg auf sich nehmen.

Was sind die größten ­Gefahren für den Mittelstand?

Wachstum ist wichtig für ein Unternehmen, wenn es aber zu schnell geht, fühlen sich manche überfordert. Ein Unternehmer muss hier das richtige Gefühl beweisen.

Und im nächsten Leben?

Würde ich wieder Unternehmer werden und gemeinsam mit meinen Mitarbeitern immer wieder neue Herausforderungen bestehen.

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