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EPU: Unternehmer mit Leib und Seele

Eine Lanze für die Ein-Personen-Unternehmen brach heute WK-Vizepräsidentin und EPU-Sprecherin Sylvia Gstättner. Über die Vertretung der Personenbetreuer ist sie gesprächsbereit. 

WK-Vizepräsidentin Sylvia Gstättner
© WKK/Gleiss

Keine Notwendigkeit für den „Kundenfang“ der Gewerkschaft vida in Richtung der Ein-Personen-Unternehmen in Österreich sieht Kärntens Wirtschafskammer-Vizepräsidentin und EPU-Beauftragte Sylvia Gstättner. Nach ihrem eigenen Erleben – sie selbst betreibt ein EPU im Beratungsbereich – und allen aktuellen Studien seien Unternehmer ohne Beschäftigte dynamische Anbieter von wertvollem Know-how, unterstreicht Gstättner: „Wir EPU sind zu allergrößten Teilen Selbstständige mit Leib und Seele und mit einem starken unternehmerischen Freiheitdrang – und keine armen Hascherl, denen die Gewerkschaft zur Seite eilen müsste."

vida-Idee billiger Kundenfang?

Auch die von vida herbeischwadronierte effiziente Interessenvertretung und Servicierung für EPU gebe es bereits, erklärt Gstättner: „Vom EPU-Beirat über eine ganze Reihe von Informationsangeboten und –veranstaltungen sogar bis hin zur jährlichen EPU-Weihnachtsfeier in der WK Kärnten steht ein breites Angebot zur Verfügung und wird auch gerne angenommen.“ Erst kürzlich sei es im Interesse der EPU gelungen, die oft unklare Frage der sozialversicherungsrechtlichen Zuordnung befriedigen zu klären und Rechtssicherheit für Auftraggeber und EPU zu schaffen. Gstättner: „Ich halte die vida-Idee für billigen Kundenfang, mit dem die Gewerkschaft aus Selbstständigen Angestellte und GKK-Versicherte machen will. Das lehnen wir entschieden ab.“

Gesprächsbereitschaft vorhanden

Bei einer einzigen Gruppe zeigte Gstättner zum vida-Vorschlag allerdings Gesprächsbereitschaft: Im Zusammenhang mit der wachsenden Gruppe der Personenbetreuer könne sozialpartnerschaftlich überlegt werden, ob es sich dabei tatsächlich um selbstständige Unternehmer handle oder ob deren Interessen nicht vielleicht doch in einem arbeitnehmerhaften und gewerkschaftlichen Rahmen besser vertreten seien, regte Gstättner an.

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