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EPU: „Die Mutigen müssen berücksichtigt werden“

Ein-Personen-Unternehmen sind Erfolgsmodelle, die bei den Förderungen für den zweiten Lockdown nicht vergessen werden dürfen. 

EPU-Beiratsvorsitzende Nicole M. Mayer
© WKK/Studiohorst
„EPU sind nicht nur ein oft unterschätzter Wirtschaftsfaktor, sondern auch Innovatoren und Exporteure“, betont EPU-Beiratsvorsitzende Nicole M. Mayer und weiß um die angespannte Situation ihrer Kollegen. Rund 19.000 Ein-Personen-Unternehmen gibt es in Kärnten. Sie alle sind Chef, Mitarbeiter und Multitalent in einer Person und machen 56 Prozent der Kärntner Unternehmen aus.

„Der zweite Lockdown trifft unsere Unternehmergruppe sehr hart und für viele – die von den aktuellen Berufsverboten betroffen sind – geht es um die berufliche und private Existenz“, zeigt sich Mayer besorgt. Der Härtefallfonds hilft den Selbstständigen über diese schwere Zeit und muss daher unbedingt beibehalten werden. „Auch wenn die Betriebe nun 80 Prozent Umsatzersatz erhalten, darf die Weiterführung des Härtefallfonds keinesfalls in Frage gestellt werden, denn nicht alle EPU können die Vorgaben für diesen Umsatzersatz erfüllen“, fordert die EPU-Beiratsvorsitzende. Ihr brennt aber noch ein weiteres Thema unter den Nägeln: Förderungen für Neugründer. „Derzeit sind Gründer, die nach dem 15. März 2020 ihr Unternehmen angemeldet haben, von den Ersatzzahlungen ausgenommen. Diese mutigen Menschen tragen den Unternehmergeist in sich und dürfen jetzt im zweiten Lockdown keinesfalls für ihren Spirit bestraft werden“, appelliert Nicole M. Mayer. Alleine in Kärnten sind seit März 2020 2.319 neue Betriebe gegründet worden. „Ohne schnelle Zahlungen stehen viele Unternehmen vor dem Aus. Die Wirtschaftsleistung der EPU ist enorm und damit sie diese nach dem Lockdown wieder erbringen können, müssen die Unterstützungsleistungen rasch ankommen“, so Mayer abschließend.

Rückfragen
Wirtschaftskammer Kärnten
Ing. Mag. Herwig Draxler
EPU-Beauftragter
T 05 90 90 4-770
E herwig.draxler@wkk.or.at

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