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Digitales Programm für Gemeinden

Gemeinden machen sich gemeinsam mit Kärntner Wirtschaft fit für die digitale Zukunft. Land fördert Umstieg auf modernes Sys­tem.

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© KK/LPD Haben den „Letter of Intent“ als Bekenntnis zu Digitalisierung unterzeichnet: Jürgen Mandl, Peter Stauber, Gaby Schaunig, Manfred Wundara (von links).
Die Digitalisierung beschäftigt nicht nur die Unternehmens- und Bildungslandschaft, sondern im hohen Ausmaß auch die Verwaltung. Die Kärntner Gemeinden bereiten sich aktiv auf die bereits laufenden und zu erwartenden Umbrüche vor und rüsten technisch auf – mit Unterstützung des Landes und der Kärntner Wirtschaft. „Die Kommunen wissen, welche Lösungen sie brauchen, heimische Betriebe können die entsprechenden Produkte herstellen und von Landesseite gibt es dafür die notwendige Unterstützung“, erklärt Technologie- und Gemeindereferentin Landeshauptmannstellvertreterin Gaby Schaunig. Festgehalten wurde dieses Bekenntnis in einem „Letter of Intent“, den Schaunig, Gemeindebundpräsident Peter Stauber, Wirtschaftskammerpräsident Jürgen Mandl sowie Manfred Wundara, Geschäftsführer des Gemeindeinformatikzentrums Kärnten, unterschrieben.

Kärntens Unternehmen sind bereit

„Die Kärntner Software-Hersteller sind ausgezeichnet aufgestellt und können den Gemeinden liefern, was sie brauchen. Das schafft Wertschöpfung und Arbeitsplätze“, betont der Präsident der Wirtschaftskammer. Kärnten könne damit „zum österreichweiten Vorreiter werden“, zeigt sich auch Stauber überzeugt.

In Zusammenarbeit mit dem Land hat das Gemeindeinformatikzentrum im Vorjahr den Auftrag für eine neue Kommunalsoftware-Basis ausgeschrieben. Gewonnen hat das deutsche Unternehmen Infoma, das mit „New System“ eine Software für das Rechnungswesen in den Gemeinden erstellt hat. „Die Vorgaben waren klar: Das System muss für beide Verrechungsvarianten gelten – für die alte Kameralistik und für die künftig vorgeschriebene Doppik – und es muss offene Schnittstellen haben“, erläuterte Wundara. Diese offenen Schnittstellen ermöglichen es nun heimischen Software-Anbietern, ihre für die Gemeinden maßgeschneiderten Programme an das Basis-System anzudocken. 

Neues System im Pilotversuch

In Klagenfurt, Villach, Finkenstein und Nötsch läuft das „New System“ schon als Pilot. Auch ers­te Anwendungen wurden bereits entwickelt, dazu gehören etwa eine Software für Friedhofsverwaltung oder Kindergarten-wesen, eine Müll-App, Gieß-Systeme oder ein Video-Dolmetsch. „Mit der Umstellung verfolgen wir mehrere Ziele“, er­läutert Stauber die Intention der Gemeinden: „Verwaltungsvereinfachung und mehr Effizienz auf der einen Seite und modernes Service und Transparenz für die Bürger auf der anderen Seite.“ Mit dem Umstieg auf die neue, einheitliche Kommunalsoftware und die gemeinsame Nutzung von Apps „Made in Kärnten“ können die Gemeinden mittelfristig bis zu 70 Prozent ihrer IT-Kosten einsparen. „Bei den anfänglichen Umstiegskosten unterstützt das Land die Kommunen mit einem Kostenbeitrag von 50 Prozent“, sagt die Technologiereferentin des Landes elf Kärntner Software-Anbieter sind bereits an Bord, andere können sich noch einklinken.

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