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Die Mitte trägt das Land

Jahrzehnte lang ist der Mittelstand das beständige Synonym für Arbeitsplätze, Wohlstand und vor allem Bestätigkeit und Sicherheit  gewesen. Denn der Begriff Mittelstand vereint private Haushalte und Unternehmen gleichfalls unter einem Dach. Durch eine Vielzahl von Veränderungen - unter anderem in der Arbeitswelt und durch die weiter steigende Anzahl an Ein-Personen-Unternehmen, die immer häufiger in Konkurrenz zu mittelständischen Unternehmen treten - gerät das alte Gefüge unter Druck.

Von der anderen Seite der Pyramide droht die Industrie mit Normendruck und immer kleineren Losgrößen, den zum Großteil eigentümer- und familiengeführten Klein- und Mittelbetrieben Anteile abzujagen. Eine wirkungsvolle Lobby für den Mittelstand aufzubauen fällt dabei schwer. Während sich die kapitalstarke Industrie oft im politischen Wohlwollen sonnt und Startups Glamour und Hippness versprühen, ist der Mittelstand weniger finanzstark und nicht ganz so schick, auch wenn Mittelständler nach wie vor die meisten krisenfesten und abwanderungsresistenten Arbeitsplätze bieten und den Großteil der Unternehmenssteuern zahlen. Es ist mehr als überfällig, die verkannten Leistungsträger ins Scheinwerferlicht zu stellen. Denn der Mittelstand trägt das Land.

Effektverstärker aus Kärnten: der Plan 200k

Auch wenn sich der pompös präsentierte „Plan A“ von Bundeskanzler Christian Kern eher als Vorarbeit für das nächste Wahlprogramm entpuppte denn als valide Kursbestimmung für den Weg Österreichs in eine prosperierende Zukunft, so hat die Debatte doch einen Nachdenkprozess ausgelöst. Was die Industriellenvereinigung von der Landesregierung einforderte, legte die Wirtschaftskammer nur Tage später vor: den Plan 200K, einen ausgefeilten Vorschlag für die Landesregierung, um 185.000 bestehende Arbeitsplätze zu sichern und 15.000 zusätzliche zu schaffen. WK-Präsident Mandl: "Die Pläne der Bundesregierung liegen auf dem Tisch – jetzt ist Kärnten gefordert, die geplanten Maßnahmen mit einem eigenen Landesprogramm für die Wirtschaft zu verstärken, das vor allem im Mittelstand Initiativen für Investitionen und Beschäftigung setzt!"

Mittelstand, die Säule der Wirtschaft

Der mit konkreten Maßnahmen und Vorschlägen versehene "Plan 200K - 200.000 Arbeitsplätze für Kärnten" der Wirtschaftskammer sieht eine gute, mittelstandsfreundliche Wirtschaftspolitik als Basis, von der letzten Endes alle Kärntnerinnen und Kärntner profitieren. "Der regionale Wirtschaftsschwerpunkt des Landes muss Unternehmen, vor allem Mittelständler, zu höheren Investitionen motivieren. Dazu brauchen wir bessere Planbarkeit und Vertrauen in die Rahmenbedingungen", erläutert Mandl. Die Schwerpunkte des WK-Papiers liegen beim Unternehmerland Kärnten, bei einer unternehmerfreundlichen Verwaltung, qualifizierten Mitarbeitern und besten Standortbedingungen.

Investitionen schaffen Arbeitsplätze

Der Wirtschaftskammerpräsident ruft mit Blick auf die Inhalte der aktuellen landespolitischen Diskussion dazu auf, in Kärnten mehr für Standort und Arbeitsplätze zu tun. Mit der Realisierung des "Plans 200K – 200.000 Arbeitsplätze für Kärnten" komme man dem Ziel, das unternehmerfreundlichste Bundesland Österreichs zu werden, einen großen Schritt näher. Hauptaufgabe der Wirtschaftspolitik müsse sein, den Unternehmen die bestmögliche Unterstützung zukommen zu lassen. "Nur dann wird investiert, werden neue Märkte bearbeitet und Arbeitsplätze geschaffen, was letztlich Steuerleistung generiert und Wohlstand sichert", ist Mandl überzeugt.

Weniger Regelungen, mehr unternehmerische Freiheit

Im zehnseitigen Maßnahmenpaket finden sich die richtigen Zutaten für eine regionale, mittelständisch ausgerichtete Wirtschaftsoffensive. So geht es im Kapitel "Unternehmerland Kärnten" um einfachere Vorschriften und Regelungen mit dem Ziel, Hemmnisse zu beseitigen und Investitionen zu fördern. Im Unternehmerland Kärnten soll es eine schlanke Bürokratie, niedrige Gebühren und Abgaben sowie beste Förder-, Investitions- und Finanzierungsbedingungen geben. Gelingen soll das unter anderem durch ein Unternehmensschutzgesetz, die Bereinigung des derzeitigen Rechtsbestands und durch das Bekenntnis zur starken Unterstützung der Wirtschaft in der Landesverfassung. Unter anderem soll sich Land verpflichten, Gesetzestexte so zu verfassen, dass sie leichter verstanden und befolgt werden können.

Offenes Ohr für effiziente Verwaltung

Die Verwaltung als Dienstleister und Partner der Unternehmen mit garantiert raschen Ge-nehmigungen steht im Kapitel "Unternehmerfreundliche Verwaltung" ganz obenauf. Ein Unternehmensanwalt als zentrale Anlaufstelle koordiniert und beschleunigt Verfahren, zusätzlich soll es zu einem Paradigmenwechsel beim Kontroll- und Vollzugsverhalten kom-men: Die Praxis muss sich stärker Richtung "Beraten statt strafen" entwickeln. Die Verwal-tung wird angehalten, bei Vollziehung der Gesetze und Verordnungen die einfachsten und kostengünstigsten Auflagen und Lösungen zu finden. Nach ersten Gesprächen mit LH Kaiser lobt Präsident Mandl die gute, konstruktive Atmospäre: "Der Landeshauptmann hat ein offenes Ohr für die Anliegen der Wirtschaft; wir werden sehen, ob er auch ein offenes Herz für Unternehmer hat."

Mehr Wirtschaft in den Schulen

Gut ausgebildete Mitarbeiter für Wachstum und Innovation sowie stärkeres unternehmerisches Denken im Schulsystem sind die wichtigsten Forderungen im Kapitel „Qualifizierte Mitarbeiter“. Gründerprojekte und Unternehmerführerschein an allen Schulen finden sich darin ebenso wie neue technische Studienrichtungen an Fachhochschule und Universität. Weiteres Anliegen ist die Bekämpfung des Fachkräftemangels in der Informationstechnologie. Schon jetzt können in der IT-Branche 300 Jobs jährlich nicht besetzt werden.

Kärnten muss attraktiver werden

Modernste Infrastruktur für einen Top-Wirtschaftsstandort mit einer vorausschauenden Verkehrs-, Energie- und Raumordnungspolitik dominiert den Abschnitt "Beste Standortbe-dingungen". Votiert wird ebenfalls für eine sichere Stromversorgung durch den Ausbau der Energie-Infrastruktur und die Sicherung der Netzstabilität. Auch die Trassenführung der neuen Hochleistungsbahn im Zentralraum wird thematisiert. Dabei tritt die Kammer für eine umweltfreundliche Trassenführung insbesondere in den touristisch bedeutenden Seen-gebieten ein, zudem werden rasche Lösungen für die Verkehrsknoten Villach und Klagenfurt gefordert. Mandl: „Wir haben den Plan 200K vorgelegt, um aufzuzeigen, in welche Richtung sich Kärnten entwickeln muss. Wenn wir die Fehler der Vergangenheit beheben und unsere berühmte Kärntner Lebensqualität auch für die Zukunft absichern wollen, brauchen wir die unbändige Kraft der Mitte.“ 

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