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Denk.Mal.Nach.: Eine Initiative für die Zukunft unserer Maler und Tapezierer

Die Kampagne "Denk.Mal.Nach." soll die Bevölkerung für Qualität und Qualifikation unserer Unternehmen sensibilisieren sowie die große Bedeutung einer fundierten Lehrlingsausbildung hervorheben.

An einen Strang ziehen, um die qualifizierten Maler und Tapezierer zu stärken: Die heute präsentierte Kampagne "Denk.Mal.Nach." greift genau diesen Gedanken auf. "Gemeinsam mit der Gewerkschaft setzen wir uns dafür ein, das Image der Maler- und Tapezierermeister zu verbessern und Bewusstsein für ihre professionelle Arbeit bei Bevölkerung und Politik zu schaffen", erklärte Rudolf Bredschneider, Landesinnungsmeister der Maler und Tapezierer, das Ziel der Initiative.

Voller Einsatz für die Kärntner Maler und Tapezierer: Gottfried Hatzenbichler, Alois Peer, Rudolf Bredschneider und Reinhold Edlinger. Foto: WKK/fritzpress
Voller Einsatz für die Kärntner Maler und Tapezierer: Gottfried Hatzenbichler, Alois Peer, Rudolf Bredschneider und Reinhold Edlinger. Foto: WKK/fritzpress


Befähigte Gewerbe- und Handwerksfirmen sind die wesentlichen Ausbildungsbetriebe. Damit sichert insbesondere ein qualifizierter Gewerbezugang den Fortbestand des dualen Ausbildungssystems. Es gilt als erwiesen, dass die Inhaber von freien Gewerben keine Lehrlinge ausbilden – und oft dazu auch gar nicht in der Lage sind. Rudolf Bredschneider: "In unseren Meisterbetrieben arbeiten Experten mit jahrelangem Know-how. Brandschutzbeschichtungen, Schimmelbekämpfung oder die Richtlinien bei Gebäuden mit Denkmalschutz lernt man nicht schnell über ein YouTube-Tutorial. Bei diesem vielfältigen Beruf geht es vor allem um Sicherheit. Falsche Bodenbeläge in Küchen oder Krankenhäusern sowie eine inkorrekte Lagerung von Arbeitsmaterial kann schnell lebensbedrohlich werden."

Arbeit für Jugendliche

Bildung ist die erfolgreichste Maßnahme gegen Jugendarbeitslosigkeit und erhöht die Chancen am Arbeitsmarkt. Dies hat auch die Bundesregierung erkannt und daher die Ausbildungspflicht für Jugendliche bis zum 18. Lebensjahr eingeführt. Im Falle der Liberalisierung von Gewerbezugängen wird auch die Zahl der Ausbildungsbetriebe der jeweiligen Branche dramatisch sinken. Diese Entwicklung konnte man in den vergangenen Jahren in Deutschland beobachten. Reinhold Edlinger, Innungsmeister-Stellvertreter und Landeslehrlingsbeauftragter: "Die von uns geforderte Aufwertung der Meisterprüfung ist für Jugendliche ein großer Anreiz dafür, einen Lehrberuf zu ergreifen. Die Konsumenten müssen sich auf die Qualifikation der Betriebe und somit auf eine qualitativ hochwertig erbrachte Leistung verlassen können."

Sowohl Edlinger als auch Bredschneider verweisen auf den gesellschaftlichen Stellenwert der Lehrlingsausbildung. In Österreich befinden sich 100.000 Lehrlinge in Ausbildung, 46.000 davon im Gewerbe und Handwerk. Acht von zehn der beliebtesten Lehrberufe stammen aus dem Gewerbe. „In Kärnten bilden die Mitgliedsbetriebe der Malerinnung ca. 160 Lehrlinge aus. Diese Jugendlichen arbeiten in Kärntens Meisterbetrieben“, sagt Edlinger und gibt zu bedenken: "Sollten sie das irgendwann nicht mehr können, stellt sich ein dramatischer Fachkräftemangel ein und Wissen, das über Jahrzehnte erworben und weitergegeben wurde, verschwindet innerhalb von ein bis zwei Generationen." Soweit wird es laut dem Lehrlingsbeauftragen aber nicht kommen, denn der Beruf des Maler- und Tapezierer sei viel zu umfassend, um in die Kategorie der "Freien Gewerbe" fallen zu können.

Meister stehen für Qualität und Sicherheit

Gottfried Hatzenbichler, Landesvorsitzender der Gewerkschaft Bau-Holz fokussierte sich bei dem Slogan "Denk.Mal.Nach." speziell auf das "Nach." Für ihn steht es für Nachhaltigkeit, die vor allem die Kunden und Arbeitnehmer schützt: "Konsumentinnen und Konsumenten können sich auf ein bestimmtes Qualifikationsniveau bei der Leistungserbringung verlassen - eine Art vorbeugender Konsumentenschutz, der verhindern soll, dass Kunden zu Versuchsobjekten unqualifizierter Gewerbetreibender werden. Qualifikation schafft Qualität sowohl in der Produktion von Gütern als auch in der Erbringung von Dienstleistungen: Qualitätsprodukte sind dauerhaft und somit ein Beitrag zur Nachhaltigkeit."

Bei der Kampagne steht für Alois Peer, Landesgeschäftsführer der Gewerkschaft Bau-Holz, neben der Qualität auch die regionale Beschäftigung im Vordergrund: "Wir unterstützen die Initiative 'Denk.Mal.Nach', da sie auch für eine gesicherte Ausbildung steht. Das ist für die regionale Beschäftigung essentiell. Durch eine umfassende Lehre und Meisterprüfung entstehen neue Betriebe, neue Arbeitsplätze und die regionale Wirtschaft wird gestärkt.“ Peer weist aber darauf hin, dass dafür noch viel getan werden muss und nennt mit dem Sozial- und Lohndumping aus dem Ausland eines der gravierendsten Probleme Kärntens: "Wir haben nichts gegen Konkurrenz, doch jeder muss sich an die Spielregeln in Österreich halten. Gemeinsam mit der Wirtschaftskammer und der Finanzpolizei versuchen wir das illegale 'Hereinarbeiten' aufzudecken, doch die Schlagzahl der Kontrollen muss sich noch deutlich steigern." "Nur durch einen fairen Wettbewerb, einer Vergabe nach Bestbieterprinzip und einer gesicherten Berufsqualifikation können die heimischen Maler- und Tapezierermeister weiterhin erstklassige Arbeit leisten", sind sich die vier Initiatoren einig.

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