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Datenschutz: Eine Veranstaltung der Superlative

600 Unternehmer, zwölf Referenten, dazu tausende Fragen und ebenso viele Antworten: Die Wirtschaftskammer Kärnten lud vergangene Woche zu einer Datenschutz-Veranstaltung der Superlative.

600 Unternehmer, zwölf Referenten, dazu tausende Fragen und ebenso viele Antworten: Die Wirtschaftskammer Kärnten lud vergangene Woche zu einer Datenschutz-Veranstaltung der Superlative.
© WKK/Lobitzer
Acht Stunden lang wurde in Workshops, Vorträgen und bei Round-Table-Diskussionen ein Überblick über die neue Datenschutzgrundverordnung informiert. „Mit ihr wird der Umgang mit personenbezogenen Daten geregelt“, erklärte Thorsten Jost, Datenschutzexperte aus Klagenfurt, „und sie bringt einheitliche Datenschutzregeln für alle EU-Länder.“

Das Speichern und Verarbeiten von Kundendaten wird ab 25. Mai 2018 strengen Regeln unterliegen – und bei Übertretungen drohen hohe Strafen. „Vorgesehen sind Strafen von bis zu 20 Millionen Euro oder bis zu vier Prozent des weltweiten Jahresumsatzes. Natürlich wird ein kleines Unternehmen keine 20-Millionen-Euro-Strafe bekommen, aber die Strafen sollen laut Gesetzgeber wirkungsvoll und abschreckend sein. Man kann also davon ausgehen, dass ihre Höhe empfindlich sein wird“, so Jost. 

Um Strafen für ihre Mitglieder zu vermeiden, setzt die Wirtschaftskammer Kärnten in den kommenden Monaten auf einen Informationsschwerpunkt zum Thema Datenschutz. „Bis Mai ist nicht mehr viel Zeit, die Betriebe müssen sich jetzt damit auseinandersetzen“, betonte Martin Zandonella, Obmann der Sparte Information und Consulting. „Uns ist es wichtig, den Unternehmerinnen und Unternehmern mit dieser Veranstaltung einen Überblick zu geben und die wichtigsten Fragen zu beantworten. Die eigentliche Arbeit ist dann aber in den Betrieben zu erledigen.“

Da ein Großteil der betroffenen Unternehmen dafür externe Hilfe durch einen Datenschutz-Berater benötigen wird, bietet die WK maßgeschneiderte Beratungsförderungen an (siehe Box). „Und diese sollte man bald nutzen“, so Thorsten Jost. Sein Rat an die Unternehmer: „Setzen Sie sich zuerst hin und überlegen Sie, welche Daten von Kunden, Mitarbeitern und Lieferanten Sie speichern und verarbeiten. Dann sollten Sie überprüfen, welche Förderung für Ihr Unternehmen in Frage kommt – und sich mit einem externen Berater an die Arbeit machen.“

Alle Bilder der Veranstaltung finden Sie in unserer FLICKR-Galerie.

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