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Das schmeckt der Kärntner Wirtschaft: Eröffnung Fleischkompetenzzentrum

Die Kärntner Fleischer verfügen über höchstes Fachwissen und stellen dieses mit ihren Qualitätsprodukten täglich unter Beweis. Höchste Zeit also für ein Kärntner Fleischkompetenzzentrum.

Für Raimund Plautz, Landesinnungsmeister der Kärntner Fleischer, war heute ein ganz besonderer Tag: Er durfte offiziell das Kärntner Fleischkompetenzzentrum in der Gabelsbergerstraße eröffnen. "Viele Jahre haben wir Fleischer für eine Ausbildungsstätte für Kurse vom Lehrling bis zum Meister und Fleischsommelier gekämpft. Jetzt ist es endlich soweit. Der Einsatz hat sich gelohnt und ich darf hier vor einem modernen Kompetenzzentrum stehen."

Höchste Qualität aus Kärnten: Im Fleischkompetenzzentrum werden heimische Schmankerln von Hand produziert. Foto wkk/Just
Höchste Qualität aus Kärnten: Im Fleischkompetenzzentrum werden heimische Schmankerln von Hand produziert. Foto wkk/Just


Für Wirtschaftskammerpräsident Jürgen Mandl ist das Fleischkompetenzzentrum auch von großer Bedeutung: "Das Okay zum Fleischkompetenzzentrum war eine meiner ersten Investitionszusagen als Präsident. Daher erfüllt es mich mit Stolz, dass aus einer Vision für die Zukunft des Fleischerhandwerks nun Realität geworden ist. Leider wurden die Fleischer in den letzten Jahren oft stiefmütterlich behandelt. Doch mit dieser topmodernen und mit Sicherheit innovativsten Ausbildungsstätten der Branche können die Kärntner Fleischer und Fleischfachverkäufer endlich Theorie und Praxis verknüpfen und noch besser ihr großes Know-how vermitteln."


Kompetenzzentrum im Detail
In nur sieben Wochen wurden insgesamt 300 m² saniert und zum Kärntner Fleischkompetenzzentrum umgebaut. Es verfügt über eine Anlieferschleuse inklusive Transportschiene, ein Kühlhaus, einen Werkraum, Garderoben sowie Spezialräume zum Selchen, Pökeln und Räuchern. Das Fleischkompetenzzentrum hat eine EU-Zertifizierung: So kann das Fleisch normgerecht angeliefert, bearbeitet und anschließend in den Verkauf rückgeführt werden. Die angelieferte und wieder rückgeführte Menge muss auf das Kilo genau übereinstimmen. Plautz: "Kein Stück Fleisch wird verschwendet. Alle gesetzlichen Auflagen, wie etwa die richtige Kühlung - also zwei Grad im Kühlhaus und sieben Grad Kerntemperatur - und sämtliche Hygienerichtlinien werden erfüllt. So wird das Fleisch ordentlich verarbeitet und für den Lieferanten zum Weiterverkauf aufbereitet." Die Geräte sind auf dem neuesten Stand der Technik, aber ein Großteil wurde gebraucht vom Schlachthof Klagenfurt gekauft. Das Kompetenzzentrum ist seit September in Betrieb und es wurden bereits eine Lehrabschlussprüfung und der erste Berufsschulturnus dort abgehalten.

Die Väter des Erfolgs: Dieter Wagner, Raimund Plautz und Jürgen Mandl freuen sich über das top moderne Fleischkompetenzzentrum!. Foto wkk/Just
Die Väter des Erfolgs: Dieter Wagner, Raimund Plautz und Jürgen Mandl freuen sich über das top moderne Fleischkompetenzzentrum!. Foto wkk/Just


Zukunft des Fleischerhandwerks

Für Landesinnungsmeister Plautz ist der Beruf des Fleischers vielversprechend: "Wer heute Fleischer wird, der hat auch mit Veredelung und Weiterverarbeitung zu tun. In einigen Fällen übernehmen wir Aufgaben eines Kochs. Die Fleischstücke werden aufbereitet und durch Würzen, Räuchern oder Selchen wird ihnen ein spezieller Geschmack geben. Auch hochwertige Fertiggerichte werden mittlerweile von vielen Fleischern angeboten. Es freut mich sehr, dass immer mehr Frauen dieses Handwerk erlernen. Man kann nicht nur von dem Beruf leben, sondern es ist ein tolles Gefühl, wenn dem Kunden der Leberkäse, die Wurstplatte oder das Beef Tatar richtig gut schmecken."

Klar im Mittelpunkt des Kärntner Fleischkompetenzzentrums stehen die Aus- und Weiterbildung. Gemeinsam  mit dem Arbeitsmarktservice Kärnten, der Gemeinnützigen Personalservice GmbH, dem Land Kärnten, der Stadt Klagenfurt sowie anderen Partnern können im Bereich der Fleischverarbeitung neue Ausbildungsschritte in Kärnten gesetzt werden. Dazu gehören Berufsschullehrgänge, Lehrabschluss- und Meisterprüfungen, ein Umschulungsprogramm des AMS Kärnten sowie WIFI-Kurse, wie etwa dem Lehrgang zum Fleischsommelier. Dazu meinte Dieter Wagner, Vorsitzender des WIFI-Aufsichtsrates: "Eine marktadäquate Ausbildung ist das beste Mittel gegen Arbeitslosigkeit. Und mit dem Fleischkompetenzzentrum können wir das bieten." Zum Abschluss lud Hausherr Raimund Plautz noch zum selbstgemachten Buffet sowie zur Besichtigung des Fleischkompetenzzentrum und ist sich sicher: "Das Ergebnis lässt sich herzeigen!"

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