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Das Kaufhaus auf dem Land

Seit acht Jahren führt Angelika Magnes das kleine Einkaufszentrum Krawallo und ist zur Anlaufstelle für ihre Kunden geworden.

Von der Tankstelle bis zum Postpartner bietet Magnes alles, was das Kundenherz begehrt und schafft damit ein Zentrum für jedermann mitten auf dem Land. Aus dem Pilotprojekt ist längst eine feste Institution geworden. Unterstützt wird sie dabei von wahrer Frauenpower: sechs Mitarbeiterinnen helfen dabei das Konzept umzusetzen.
Seit acht Jahren führt Angelika Magnes das kleine Einkaufszentrum Krawallo und ist zur Anlaufstelle für ihre Kunden geworden.
© Seit acht Jahren führt Angelika Magnes das kleine Einkaufszentrum Krawallo und ist zur Anlaufstelle für ihre Kunden geworden.
1. Beschreiben Sie Ihr Unternehmen in 3-4 Sätzen!
Mein Unternehmen ist ein kleines Einkaufszentrum am Land. Wir sind Kaufhaus, Tankstelle, Trafik mit Lotterie, Kaffee, Restaurant und Postpartner. Einfach- ein Zentrum für jedermann!

2. Aus welchem Grund haben Sie sich gerade für diesen Beruf entschieden?
Ich habe das Glück, mit meinem Unternehmen eine Vielzahl an Berufen vereinen zu können und gehe mit jeder Aufgabe voll auf. An einem Tag stehe ich an der Kassa, unterstütze die Küche und den Service oder erledige unsere Buchhaltung. Eines ist sicher: mir wird nie langweilig.

3. Was macht es für Sie einzigartig, selbstständig zu sein?
Durch meine Selbstständigkeit habe ich die Möglichkeit, Entscheidungen selbst zu treffen. Ich bin mein eigener Chef und kann somit Wege einschlagen, die mich und meine Mitarbeiterinnen in unserem Unternehmen voranbringen.

4. Wie heben sich Ihre Produkte/Dienstleistungen von denen der Konkurrenz ab?

Ein Unternehmen, wie ich es führe, ist gerade im ländlichen Raum ein ganz neues Konzept. Es war ein Pilotprojekt von Spar und seither auch das einzige Unternehmen in dieser Form.

5. Was würden Sie als größten Erfolg Ihrer Unternehmerlaufbahn bezeichnen?
Als ich anfing, habe ich das Unternehmen von meiner Mutter und meinem Onkel übernommen. Gerade bei familiären Übernahmen stellt sich die Frage, ob es traditionell erhalten bleibt oder ob man einen Neustart wagt. Ich habe mich für einen Umbau entschieden und Recht behalten. Heute haben wir sogar eine Auszeichnung als jugendfreundliches Lokal. Aber besonders freut es mich, dass ich Familie und Arbeit unter einen Hut bekomme.

6. Und was als größte Niederlage?
Das Vertrauen in die Politik und die Behörden. Mir wurden sehr viele Steine in den Weg gelegt. Angefangen bei der Einholung von Genehmigungen, die sich schon sehr schwierig beschaffen ließen, war es auch eine Herausforderung herauszufinden, welches Amt mir wie weiterhelfen konnte. Zeit, die ich definitiv lieber in meinem Betrieb investiert hätte.

7. Welchen Ratschlag würden Sie Menschen geben, die jetzt in die Selbstständigkeit starten?
Es ist ein sehr großer Schritt. Gerade hier kommt es darauf an, sich von niemand unterkriegen zu lassen. Man sollte auch versuchen, ständig an sich zu arbeiten und keine Angst vor Weiterentwicklung und Veränderungen zu haben.

8. Würden Sie heute etwas anders/besser machen als zur Zeit der Unternehmensgründung?
Besser würde ich nicht sagen, denn ich bin sehr stolz darauf, wie sich mein Unternehmen entwickelt hat. Würde ich aber nochmal anfangen, würde ich meine Wahrnehmung schärfen und mehr hören, sehen und fühlen.

9. Was zeichnet einen guten Unternehmer aus?

Als Unternehmerin stehe ich hinter meinem Unternehmen, meinen Mitarbeitern und meinem Konzept. Das ist wohl das Wichtigste, gefolgt von einem guten wirtschaftlichen Gespür.

10. Was sind Ihre Pläne/Wünsche für die Zukunft?
Ich möchte auch in Zukunft nicht stehen bleiben sondern stätig an mir arbeiten und mich weiterentwickeln. Mein Wunsch wäre allerdings, dass die Politik endlich mit den Wirtschaftstreibenden an einem Strang zieht und es zu einem positiven Wandel kommt. Denn ohne Unternehmer gäbe es keine Arbeitsplätze, keine Einkommen und keinen Wohlstand.

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