th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing whatsapp wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht Twitter search print pdf mail linkedin google-plus Facebook arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home icon-gallery icon-flickr icon-youtube icon-instagram pinterest skype vimeo snapchat
news.wko.at
Mein WKO

WK-Betriebsrat Wolf: „Das Kammerbashing macht mich wütend!“

Während das wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben durch das neuartige Coronavirus vorübergehend zum Stillstand gekommen ist, stehen auch die Mitarbeiter der Wirtschaftskammer Kärnten vor neuen Herausforderungen: In Windeseile wurden für den Hilfseinsatz neue Teams geschaffen und die ganze Schlagkraft auf die Coronakrise ausgerichtet. Betriebsratsobmann Kurt Wolf gibt Einblick in den – nicht immer schönen –neuen Arbeitsalltag der WK-Mitarbeiter in Zeiten von Corona.

Betriebsratsobmann Kurt Wolf
© WKK

Österreich im März 2020: Das öffentliche Leben und weite Bereiche der Wirtschaft stehen nahezu still. Kein regionaler Sonderfall, denn in allen europäischen Ländern gehen die Rollläden herunter. Das Coronavirus SARS CoVID-2 hat zu einem beispiellosen Lockdown geführt, Unternehmen mussten schließen und waren von einem auf den anderen Tag in ihrer Existenz bedroht. Exportmärkte brechen weg, Warenwege werden durch Grenzschließungen erschwert, Lieferketten reißen ab.

Mitarbeiter bewältigen enorme Anfragenflut

Binnen weniger Tage müssen sich auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Wirtschaftskammer mit dem Ausnahmezustand arrangieren. Eine eigene Corona-Telefonhotline wird schon im Februar eingerichtet, die direkt nach Start bereits mehr als ausgelastet ist; digitale Postfächer quellen über: Bis heute haben die Serviceteams, die Fachgruppen- und Spartenmitarbeiter mehr als 180.000 Unternehmeranfragen per E-Mail und Telefon beantwortet. Zur großen Zufriedenheit der Unternehmerinnen und Unternehmer: „Wir haben stichprobenartig nachgefragt: 65 Prozent der Befragten sind mit unserer Arbeit in der Coronakrise sehr zufrieden und sehen unsere Beratung als wertvoll und unterstützend an“, zieht WK-Betriebsratsobmann Kurt Wolf eine positive Zwischenbilanz. Das Ergebnis sei jedoch etwas verwässert, denn viele Kritikpunkte der Unzufriedenen wie mangelnde Unterstützung aus dem Härtefallfonds oder die Betriebsschließungen an sich lägen nicht in der Verantwortung der Wirtschaftskammer. „Diese teils verständliche unternehmerische Gemütslage können wir leider nicht oder nur nach und nach beeinflussen“, meint Wolf. 

Mit voller Kraft für die Mitglieder

Außerordentlich flexibel hätten die WK-Mitarbeiter auf die Situation reagiert und auch aus dem Homeoffice im Dienst der Unternehmen gearbeitet. „Die Änderungen durch die Coronakrise kamen so blitzartig, dass wir in der Kürze der Zeit gar nicht jeden Mitarbeiter mit Handy oder Laptop ausstatten konnten. Viele haben wie selbstverständlich ihre private Infrastruktur genutzt, um für die Sorgen und Probleme unserer Unternehmen da zu sein.“ Das nötige Know-how, um den Kärntner Unternehmerinnen und Unternehmer in der Krise bestmöglich beistehen zu können, haben sie sich in unzähligen internen Schulungen angeeignet, mit jeder Änderung der Richtlinien aus Neue. Dabei spielen Arbeitszeiten und Wochentage nur eine untergeordnete Rolle. „In den vergangen Wochen haben unsere Mitarbeiter die mögliche Höchstarbeitszeit zu 100 Prozent ausgeschöpft. Teilzeitkräfte haben in Vollzeit gearbeitet und das auch am Wochenende, um den Unternehmerinnen und Unternehmern in Kärnten beinahe rund um die Uhr helfen zu können“, fasst Wolf zusammen. 

Millionenunterstützung ausgezahlt

Phasenweise waren mehr als 80 Mitarbeiter mit der Abwicklung des Fonds beschäftigt und haben in den vergangenen Wochen mehr als 14 Millionen Euro an rund 14.000 Unternehmen in Kärnten zur Auszahlung gebracht. Durch die von der Wirtschaftskammer geforderten – und erreichten – Verbesserungen beim Härtefallfonds und den Fixkostenzuschuss wird sich der Schadenersatz für betroffene Betriebe in den kommenden Wochen noch wesentlich erhöhen. Von den Beratungen der WK-Mitarbeiter profitieren übrigens nicht nur Mitglieder der Wirtschaftskammer: Auch Ärzte, Künstler, neue Selbstständige und viele mehr konnten Nutzen bis dato aus dem gesammelten Know-how der Kammer ziehen. 

Persönliche Belastung

Oftmals mussten die Mitarbeiter der Wirtschaftskammer aber auch an ihre Grenzen oder darüber hinaus gehen. In vielen Gesprächen mit Unternehmerinnen und Unternehmern spielten auch durch die Coronakrise verursachte, teils gravierende persönliche Probleme eine Rolle. „Mir tut es im Herzen weh, dass unsere Unternehmer so extrem unter der Krise leiden müssen. Wir stehen mit vielen unserer Mitglieder schon seit Jahren in regelmäßigem Kontakt und haben oft eine persönliche Beziehung zu ihnen aufgebaut. Deshalb ist es auch allen Kollegen und Kolleginnen ein besonderes Bedürfnis, in einer solchen Situation für die Unternehmer da zu sein“, unterstreicht Wolf die leidenschaftliche Loyalität zu den Betrieben im Land.

Politische Profilierungssucht

Trotzdem erntet die Wirtschaftskammer auch für die Abwicklung des Härtefallfonds im Auftrag der der Republik Österreich immer wieder teils untergriffige Kritik. Besonders politische Akteure und Medien auf Landes- und Bundesebene nutzen die Gelegenheit, sich über Kritik an der Arbeit der Wirtschaftskammer zu profilieren beziehungsweise Schlagzeilen zu machen. „Ich wehre mich massiv gegen die Profilierungsversuche von Politikern und Medien auf dem Rücken unserer Mitarbeiter. Wir haben die Abwicklung des Härtefallfonds übernommen, weil wir uns den Unternehmen und dem Land verpflichtet fühlen. Wir stehen auf der Seite unserer Mitgliedsbetriebe und haben in den Beratungen immer das mögliche Maximum für sie herausgeholt“, reagiert Betriebsrat Wolf mit Unverständnis auf die Unterstellungen. Er stellt sich schützend vor die Arbeit seiner Kolleginnen und Kollegen: „Das Bashing unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter macht mich wütend. Wir sehen unsere Arbeit beim Härtefallfonds als Dienst an der Republik, den wir freiwillig und unentgeltlich angeboten haben, um zu helfen. Wenn nun Schnüffelvorwürfe oder Anträge auf Überprüfung unserer Arbeit durch den Rechnungshof kommen, dann halte ich das für völlig unangebracht.“ 

Investitionen in die Mitarbeiter

Durch die raschen Maßnahmen seitens des Bundes musste sich die Kammerorganisation, vor allem die Mitarbeiter, schnell auf grundlegend veränderte Situationen einstellen und neue Arbeitsabläufe entwickeln. Die Mitarbeiter der Kammer hätten ihre gesamte Arbeitskraft und ihr jahrelang erworbenes Wissen auf die Unternehmen in der Coronakrise ausgerichtet und sich als moderne Dienstleister präsentiert. „Für mich ist es wichtig, dass wir in der Zukunft unseren Schwerpunkt auf Investitionen in unser menschliches Kapital legen. Wir haben gut ausgebildete und motivierte Mitarbeiter, mit engem persönlichen Kontakten zu unseren Mitgliedern. Das macht uns stark und hat uns enorm geholfen, die Krise bis jetzt so gut zu meistern. Diese Schlagkraft müssen wir langfristig erhalten und nach Möglichkeit ausbauen. Damit stärken wir unsere Kernkompetenz, nämlich allumfassend für die Unternehmerinnen und Unternehmer in Kärnten da zu sein, und unseren Nutzen für jedes einzelne Mitglied“, wünscht sich Betriebsratsobmann Wolf für die zukünftige Strategie der Kammer.

Rückfragen:
Wirtschaftskammer Kärnten
Betriebsrat
Kurt Wolf
T 05 90 90 4-760
E kurt.wolf@wkk.or.at

Das könnte Sie auch interessieren

Kärntner Handel für eine rasche Abschaffung der 22-Euro-Freigrenz.

Gleiche Spielregeln für alle!

Kärntner Handel kämpft für eine rasche Abschaffung der 22-Euro-Freigrenz. mehr

Modernisierung und Neugestaltung der dualen Berufsausbildung

Neues Lehrberufspaket veröffentlicht

Die Modernisierung und Neugestaltung der dualen Berufsausbildung wurde mit dem am 1. Juli inkraftgetretenden Lehrberufspaket fortgesetzt. mehr