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Coronavirus-Update 03. April 2020

Corona-Hilfs-Fonds bringt Garantien der Republik für Betriebsmittelkredite und Fixkostenzuschuss

Corona-Hilfs-Fonds bringt Garantien der Republik für Betriebsmittelkredite und Betriebskosten-Zuschüsse
© WKÖ/WKK

Der heute von Vizekanzler Kogler, Finanzminister Blümel, Wirtschaftsministerin Schramböck und Wirtschaftskammerpräsident Mahrer vorgestellte Corona-Hilfs-Fonds ist der jüngste – und mit 15 Mrd. Euro größte – Teil des Corona-Schutzschirms, den die Bundesregierung aufspannt, um die Auswirkungen der weltweiten Pandemie auf die heimische Wirtschaft wirksam abzufangen. Er vervollständigt die bisherigen Maßnahmen zur Bekämpfung der enormen finanziellen Herausforderungen und oft schwerwiegende Liquiditätsengpässe und wird entscheidend mithelfen, unsere Betriebe durch die Krise zu bringen. Ein Modell mit solcher Flexibilität und Breitenwirkung gibt es nirgends sonst in Europa. 

Zwei neue Instrumente sollen den Unternehmen und Branchen, die durch Maßnahmen wie Betretungsverbote, Reisebeschränkungen oder Versammlungsbeschränkungen besonders betroffen sind bzw. Unternehmen, die in Folge der Corona-Krise mit großen Umsatzeinbußen und der Gefährdung ihrer Geschäftsgrundlage konfrontiert sind, in den Bereichen Liquidität und Kostenersatz Hilfe bieten: 

  • Garantie der Republik mit 90 % Haftung für Betriebsmittelkredite
  • Zuschuss für bis zu 75 % zu bestimmten Fixkosten.

1. Garantie der Republik (Beantragung ab 8. April über die Hausbank)

Die Garantie dient zur Besicherung von Betriebsmittelkrediten von Unternehmen, die ihre Geschäftstätigkeit in Österreich ausüben und deckt 90 % der Kreditsumme ab. Die Laufzeit beträgt maximal 5 Jahre und kann um weitere 5 Jahre verlängert werden. Abgedeckt werden können maximal 3 Monatsumsätze oder 120 Mio. Euro des in Österreich bestehenden Liquiditätsbedarfs. Werden weitere Mittel benötigt, braucht es eine Sondergenehmigung. 

Zur Anwendung kommt ein Kreditzinssatz von 1 % sowie Garantieentgelte, die von der EU festgesetzt werden und je nach Größe des Unternehmens und Laufzeit der Garantie zwischen 0,25 % und 2 % betragen. 

Aktiengesellschaften, die eine derartige 90%-Garantie in Anspruch nehmen, dürfen während der Laufzeit nur stark begrenzt Bonuszahlungen an die Vorstände leisten oder Aktienrückkäufe tätigen. Ebenso gilt, dass keine Dividendenzahlungen im Zeitraum von 16.3.2020 bis 15.3.2021 getätigt werden dürfen.   

2. Fixkostenzuschuss (Beantragung ab 15. April beim aws)

Unternehmen mit einem Umsatzeinbruch von mindestens 40 % erhalten steuerfreie und nicht rückzahlbare Zuschüsse zu bestimmten Fixkosten. Dazu zählen: 

  • Mieten (Ausschöpfung der Möglichkeit von Mietzinsminderung notwendig),
  • Versicherungsprämien,
  • Zinsaufwendungen (wenn diese nicht vom Moratorium erfasst sind),
  • vertragliche Zahlungsverpflichtungen, die unkündbar oder betriebsnotwendig sind,
  • Lizenzkosten, Strom-, Gas-, Telefon- und Internetkosten sowie
  • der Unternehmerlohn – nach den gleichen Kriterien wie im Härtefallfonds.
  • Außerdem wird im gleichen Verhältnis der Wertverlust von verderblichen und saisonalen Waren ersetzt, wenn sie aufgrund der Maßnahmen in Zusammenhang mit dem Corona-Virus mehr als 50 % ihres Wertes verlieren.  

Wenn der Umsatzeinbruch mehr als 40% beträgt, zahlt der Bund bei:

  • 40 - 60% Ausfall: 25% Ersatzleistung
  • 60 - 80% Ausfall: 50% Ersatzleistung
  • 80 - 100% Ausfall: 75% Ersatzleistung 

Sowohl den Umsatzeinbruch als auch den Betrag der relevanten Fixkosten muss ein Steuerberater oder ein Wirtschaftsprüfer bestätigen. Nach Feststellung des Schadens wird der Zuschuss nach Beendigung des laufenden Wirtschaftsjahres mit 90 Mio. Euro gedeckelt ausbezahlt.  

Registrierungen zur Beantragung von Zuschüssen sind ab 15. April über das Online-Tool des aws bis 31.12.2020 möglich. Die neuen Instrumente aus dem Corona-Hilfs-Fonds sind auch mit anderen Hilfsmaßnahmen der Bundesregierung, wie der Kurzarbeit oder dem Härtefall-Fonds, kombinierbar. 

SCHUTZSCHIRM FÜR DIE WIRTSCHAFT

Werfen wir noch einmal einen Blick auf jenes Maßnahmenpaket, die in den vergangen drei Wochen (!) zur Absicherung unserer Betriebe erarbeitet und umgesetzt werden konnte:

  • Der Härtefall-Fonds sorgt als rasche und unbürokratische Soforthilfe dafür, dass Ein-Personen- und Kleinstunternehmer sowie andere Selbstständige ihren Verpflichtungen nachkommen können.  Die von Ihrer Wirtschaftskammer mit Nachdruck geforderte und erreichte Nachbesserung in der Phase II (ab 16. April) bedeutet, dass
    • der Fonds von einer auf zwei Milliarden Euro verdoppelt wurde,
    • die kritisierten Einkommensgrenzen fallen,
    • auch mehrfach Sozialversicherte anspruchsberechtigt sind und
    • JungunternehmerInnen, die seit dem 1. Jänner gegründet haben, aus dem Härtefallfonds abgesichert werden.

  • Österreichweit wurden bisher 111.000 Anträge eingereicht, wovon 92 % bereits erledigt und 100 Mio. Euro ausgezahlt wurden. In Kärnten sind 8.171 Anträgen eingelangt, von denen schon 7.472 erfolgreich bearbeitet wurden.
  • Das Corona-Kurzarbeitsmodell ist in Europa einzigartig, entlastet Betriebe, hält viele Menschen in Beschäftigung und ermöglicht einen raschen Neustart nach Bewältigung der aktuellen Situation.
  • Die staatlichen Garantien für Überbrückungsfinanzierungen über das Austria Wirtschaftsservice (aws) und die Österreichische Hotel- und Tourismusbank (ÖHT) sorgen für die Aufrechterhaltung der Liquidität unserer Unternehmen.
  • Zusätzlich sind inzwischen alle Stundungsmöglichkeiten voll angelaufen: Sozialversicherung und Steuern können ohne zusätzliche Belastungen zu einem späteren Zeitpunkt bezahlt werden. Das gilt auch für die Mitgliedsbeiträge zur Ihrer Wirtschaftskammer.
  • Das Land Kärnten bietet über den KWF seit kurzem ein von uns gefordertes und mitverhandeltes, auf die aws- und ÖHT-Garantien abgestimmtes Programm zur Unterstützung der heimischen Wirtschaft.
  • Und wir haben die regionale Internetplattform „Das pack ma!“ gemeinsam mit Wirtschaftslandesrat Sebastian Schuschnig, Agrarlandesrat Martin Gruber und der Landwirtschaftskammer ins Leben gerufen, auf der sich mittlerweile schon mehr als 2000 Kärntner Anbieter angemeldet haben. Bäcker, Fleischer, viele Wirtshäuser, bäuerliche Direktvermarkter sowie zahlreiche andere Händler und Produzenten haben für ihre Kunden geöffnet, bieten oft Online-Shops und/oder Zustellservices. Nutzen auch Sie das regionale Angebot, melden Sie sich an oder kaufen Sie bei Kärntner Betrieben ein.

Mittlerweile bewerben wir auch intensiv die größte Osterwunschliste Kärntens. Bitte tragen Sie sich ein und bieten Sie Gutscheine für die Zeit nach Corona an!

Das pack ma – vor allem, wenn wir daheimbleiben, auch über die Osterfeiertage

Herzlich, Ihr 

Jürgen Mandl, MBA
Präsident der Wirtschaftskammer Kärnten
und Unternehmer wie Sie 

PS: Allein im März hat die Wirtschaftskammer Kärnten über die Corona-Telefonhotline 05 90 904-808 sowie die Sparten und Fachorganisationen 55.000 Unternehmeranfragen beantwortet, ganz zu schweigen von der Flut an E-Mails. Wir hoffen, Ihnen damit weitergeholfen zu haben. Falls Sie übrigens etwas nachlesen wollen, finden Sie hier unsere gesammelten Corona Updates und Medieninformationen der vergangenen Wochen. 

WKÖ-INFOPOINT

Die neuesten Informationen finden Sie wie gewohnt auf unserem zentralen WKÖ-Infopoint (inklusive dem interaktiven Chatbot VERA) mit aktuellen Initiativen und Programmen, Brancheninformationen, Länderinformationen und den laufend aktualisierten FAQs.derinformationen und den laufend aktualisierten FAQs.

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