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Pflegeheimbetreiber fordern Coronabonus auch für einheimische Pflegekräfte

24-Stunden-Betreuerinnen aus dem Ausland haben den Coronabonus vom Land Kärnten bereits erhalten. Bei der Bonuszahlung für einheimische Pflegekräfte ist die Finanzierung durch die Landesregierung aber ausständig!

Das Land Kärnten, das für die Finanzierung der Coronaprämie für die heimischen Alten- und Pflegeheime verantwortlich ist, hat bisher aber kein grünes Licht gegeben.
© pixabay/truthseeker08

Bereits im April wurde in den Kollektivvertragsverhandlungen vereinbart, dass es für die Mitarbeiter von Alten- und Pflegeheimen eine Bonuszahlung für ihre Leistungen während des Corona-Lockdowns geben werde. Anfang August soll es nun soweit sein und der Bonus ausbezahlt werden. Das Land Kärnten, das für die Finanzierung der Coronaprämie für die heimischen Alten- und Pflegeheime verantwortlich ist, hat bisher aber kein grünes Licht gegeben.

Wertschätzendes Signal für alle

Hier wird offenbar mit zweierlei Maß gemessen: Denn die 24-Stunden-Betreuerinnen, die vor allem aus Süd- und Osteuropa nach Kärnten kommen, haben den 500-Euro-Bonus bereits erhalten! Die Fachgruppe der Gesundheitsbetriebe in der Wirtschaftskammer Kärnten fordert das Land Kärnten auf, die Auszahlung des kollektivvertraglich fixierten Coronabonus umgehend in die Wege zu leiten.

Dies wäre nicht nur ein wertschätzendes Signal für die Arbeit der vielen Kärntnerinnen und Kärntner, die in diesen schwierigen Zeiten mit besonders viel Engagement und Feingefühl in den Pflegeheimen im Einsatz sind, sondern auch ein Signal für die gleichberechtigte Behandlung von heimischen und ausländischen Pflegekräften. Die privaten Betreiber hoffen auf ein Einlenken der Landesregierung und damit auf Unterstützung für das wichtigste Standbein in der stationären Pflegeversorgung in Kärnten. So werden mehr als die Hälfte der Alten- und Pflegeheime in Kärnten privat betrieben. Über 50 Prozent der belegten Pflegebetten befinden sich in privaten Alten- und Pflegeheimen. Um das Wohl der Patienten kümmern sich mehr als 2500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Aufgrund des knapp bemessenen Sockelbetrags, den das Land aktuell für die Pflegebetreuung pro Person bezahlt, wäre es für die Kärntner Alten- und Pflegeheime unmöglich, diese Bonuszahlung selbst zu stemmen. Pro Betrieb wären dafür rund 15.000 bis 20.000 Euro aufzubringen. Dieses Geld haben die Betriebe aber nicht zur Verfügung, da sie nicht darauf ausgelegt sind, hohe Gewinne zu erzielen, sondern die gesamten Einnahmen zum Wohl von Kunden und Mitarbeitern einsetzen.

Rückfragen:
Wirtschaftskammer Kärnten
Fachgruppe der Gesundheitsbetriebe
Mag. Guntram Jilka
T 05 90 90 4 - 610
Eguntram.jilka@wkk.or.at

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