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Corona-Update 15. April 2020

Corona-Hilfs-Fonds und Phase 2 des Härtefallfonds starten

Coronavirus-Update: Corona-Hilfs-Fonds und Phase 2 des Härtefallfonds starten
© WKÖ/WKK

Schrittweise geht es aufwärts: Seit gestern sind weite Teile des Handels wieder geöffnet. Heute startet die Registrierung beim Austria Wirtschaftsservice (aws) für Zuschüsse aus dem Corona-Hilfs-Fonds. Und ab Montag steht auch die Phase 2 des Härtefallfonds zur Auszahlung bereit, der vielen Ein-Personen- und Kleinstunternehmern sowie anderen Selbstständigen durch die Coronakrise helfen soll. Doch der Reihe nach: 

15. APRIL: CORONA-HILSFONDS STARTET

Dieser wichtige, mit 15 Milliarden größte Bestandteil des Corona-Schutzschirm der Bundesregierung soll mit zwei neuen Instrumenten den Unternehmen und Branchen, die durch Maßnahmen wie Betretungsverbote, Reisebeschränkungen oder Versammlungsbeschränkungen besonders betroffen sind bzw. Unternehmen, die in Folge der Corona-Krise mit großen Umsatzeinbußen und der Gefährdung ihrer Geschäftsgrundlage konfrontiert sind, in den Bereichen Liquidität und Kostenersatz Hilfe bieten. Und zwar durch 

Zur besseren Einschätzung, wie Sie und Ihr Betrieb vom Hilfsfonds profitieren, finden Sie hier häufig gestellte Fragen (FAQs) und Fallbeispiele zum Hilfsfonds. Wichtig: Ihr Ansprechpartner ist in jedem Fall Ihre Hausbank, die ihrerseits die weitere Vorgehensweise mit der Covid-19 Finanzierungsagentur des Bundes GmbH (COFAG) abstimmt. 

20. APRIL: PHASE 2 DES HÄRTEFALLFONDS BEGINNT

Der Härtefallfonds ist eine persönliche Erste-Hilfe-Maßnahme für Ein-Personen- und Kleinstunternehmer sowie andere Selbstständige, die akut durch die Corona-Krise in Notlage geraten sind. Der Fonds wurde auf zwei Milliarden Euro verdoppelt, die Verdienstgrenzen wurden mittlerweile aufgehoben, auch mehrfach Sozialversicherte und JungunternehmerInnen, die erst heuer gegründet haben, sind anspruchsberechtigt.  

In einer ersten Phase wurde für Selbständige Soforthilfe von bis zu 1.000 Euro geleistet, für die Überführung in eine zweite Phase wurden vom Bundesministerium für Finanzen neue Richtlinien festgelegt: 

Mit Beginn der zweiten Phase endet die Beantragung für die erste Phase (Phase 1 wird in Phase 2 übergeführt):

  • Antragstellung für Phase 1 ist noch bis Freitag, 17. April 2020 möglich
  • Antragstellung für Phase 2 startet ab Montag, 20. April 2020 und ist bis 31.12.2020 möglich
  • Allen Antragstellern (unabhängig davon, ob bereits ein Antrag in Phase 1 gestellt wurde) steht in Summe derselbe maximale Förderbetrag von bis zu 6.000 Euro zur Verfügung. Bereits gewährte Soforthilfe aus Phase 1 wird beim ermittelten Förderzuschuss für Phase 2 angerechnet
  • Förderzuschuss: max. 2.000 Euro pro Monat über max. drei Monate – gesamt bis zu 6.000 Euro
    • Betrachtungszeitraum für den Nettoeinkommensentgang („Verdienstent-gang“ - Details zu finden beim Punkt „Wie wird der Förderzuschuss berechnet?“) ist das jeweilige Monat der Corona-Krise, für jeden der drei fixierten Betrachtungszeiträume ist ein gesonderter Antrag zu stellen.
      • Betrachtungszeitraum 1: 16. März 2020 – 15. April 2020;
      • Betrachtungszeitraum 2: 16. April 2020 – 15. Mai 2020;
      • Betrachtungszeitraum 3: 16. Mai 2020 – 15. Juni 2020;

Die Antragstellung für Phase 2 erfolgt - wie schon in Phase 1 - ausschließlich via Online-Formular unter www.wko.at/haertefall-fonds. Zur Vorbereitung steht ab morgen Donnerstag, 16. April 2020, auf dieser Website ein Muster-Formular als Orientierungshilfe zur Verfügung. Alle weiteren Informationen – auch für die Vorbereitung auf die Antragstellung - finden Sie hier. 

TASK FORCE EXPORT

So herausfordernd die aktuelle Situation auch sein mag, als Unternehmer bereiten wir uns auch schon auf die Zeit danach vor. Unter der Leitung unseres wirtschaftspolitischen Leiters Christoph Schneider hat sich eine österreichweite Task Force gebildet, die sich jetzt schon damit befasst, wie unsere starke heimische Exportwirtschaft für den Moment der fallenden Grenzen in Europa und auf der Welt aufgestellt sein muss. Die Wirtschaftskammer Kärnten ist mit dem Leiter unserer Abteilung Außenwirtschaft und der Corona Task Force, Dr. Meinrad Höfferer, hochrangig vertreten. 

NEUSTART MIT VERSCHIEDENEN GESCHWINDIGKEITEN?

Für sinnvoll halte ich den Vorschlag von LH Peter Kaiser, der sich regional angepasste Schritte bei der Rücknahme der Corona-Einschränkungen vorstellen kann. Immerhin sind solche Unterschiede auch auf internationaler Ebene üblich: So kann sich Österreich aufgrund der deutlichen Eindämmung der Infektionen eine andere Exit-Strategie leisten als etwa Frankreich oder Großbritannien. Das gilt auch innerhalb von Österreich: Kärnten weist mit insgesamt aktuell unter 400 offiziellen Corona-Infizierten ein völlig anderes Risiko auf als etwa Niederösterreich mit 2354 positiv getesteten Personen. Noch viel deutlicher sind die Unterschiede, wenn man die Bezirke betrachtet: So hat der Tiroler Bezirk Landeck statistisch 2135 positiv Getestete auf 100.000 Einwohner, der Bezirk Hermagor allerdings nur 27 und der Bezirk Spittal 49. Ich bin daher auch der Meinung, dass man diese Ergebnisse berücksichtigen sollte und eventuell eine Strategie der verschiedenen Geschwindigkeiten in Österreich verfolge sollte, wie das ja auch bereits bisher in besonders betroffenen Tiroler und Salzburger Gemeinden gehandhabt worden ist. Aber selbstverständlich unter Aufrechterhaltung aller Schutzmaßnahmen. 

GUTSCHEINE UM 180.000 Euro

Um in der Karwoche das Ostergeschäft trotz vielfach geschlossener Betriebe anzukurbeln, habe ich die „WKOsteraktion“ ins Leben gerufen: Wer für seine Liebsten einen Gutschein von Kärntner „Das pack ma!“-Betrieben für die Zeit nach Corona kaufte, bekam von der Wirtschaftskammer Kärnten 20 Prozent – höchstens 50 Euro – rückerstattet. Wir wollten dazu beitragen, dass unsere Kärntner Betriebe im zweitwichtigsten Saisongeschäft nach Weihnachten wenigstens einen Teil des üblichen Umsatzes machen und auch ein wenig Motivation tanken, um durchzuhalten.

Vom Erfolg bin ich überwältigt: Die Kärntnerinnen und Kärntner haben in nur einer Woche (bis Ostermontag) Gutscheine im Wert von fast 180.000 Euro gekauft. Dafür danke ich im Namen der Kärntner Wirtschaft sehr herzlich. Die Wirtschaftskammer hat 35.000 Euro Osterrabatt ausbezahlt. Auf der von Wirtschaftskammer, Wirtschaftslandesrat Sebastian Schuschnig, Agrarlandesrat Martin Gruber und der Landwirtschaftskammer gemeinsam gegründeten regionalen Shoppingplattform „Das pack ma!“ sind mittlerweile übrigens 2728 Kärntner Betriebe aller Branchen registriert. Auch ein schönes Zeichen dafür, wie der Trend zurück zu regionalen Angeboten wirkt.  

Herzlich, Ihr  

Jürgen Mandl, MBA
Präsident der Wirtschaftskammer Kärnten
und Unternehmer wie Sie 

PS: HÄRTEFALLANTRÄGE

Unsere Corona-Hotline der Wirtschaftskammer Kärnten unter 05 90 904 – 808 steht Ihnen selbstverständlich werktags von 8.00 bis 17.00 Uhr auch begleitend zur Antragstellung zur Verfügung. 

Alle Informationen finden Sie wie gewohnt auf unserem zentralen WKÖ-Infopoint (inklusive dem interaktiven Chatbot VERA) mit aktuellen Initiativen und Programmen, Brancheninformationen, Länderinformationen und den laufend aktualisierten FAQs. Falls Sie etwas nachlesen wollen, finden Sie hier unsere gesammelten Corona Updates und Medieninformationen der vergangenen Wochen.

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