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Chancenreich: IT-Fachkräfte gefragt wie nie

Eine kürzlich durchgeführte Blitzumfrage der Wirtschaftskammer Kärnten zeigt: Mitten im Zeitalter der Digitalisierung braucht die Wirtschaft gut ausgebildete IT-Fachkräfte.

Spartenobmann Martin Zandonella schlägt wegen des Fachkräftemangels Alarm.
© WKK/Bauer
Die zunehmende Digitalisierung stellt nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit einzelner Betriebe auf den Prüfstand, sondern zeigt den Fachkräftemangel in den Bereichen Informatik und Technik auf. „Tatsächlich ist der Berufsstand der IT heute gefragter denn je und gilt als Schlüsselfaktor für eine erfolgreiche Weiterentwicklung des Wirtschaftsstandortes“, ist Martin Zandonella, Obmann der Fachgruppe UBIT und Sprecher der Kärntner IT-Branche, überzeugt.

Um den Bedarf in der Praxis abschätzen zu können, führte die Wirtschaftskammer Kärnten eine Blitzumfrage bei ihren Mitgliedern mit IT-Bedarf durch. Die Ergebnisse zeichnen ein klares Bild: „75 Prozent der Unternehmer – verteilt über alle Sparten – würden sofort IT-Fachkräfte einstellen“, so Zandonella. Die Gesamtwirtschaft in Österreich sucht etwa 10.000 IT-Profis, auf Kärnten runtergerechnet sind das 600 unbesetzte Arbeitsplätze. „Auffallend ist, dass sich der Bedarf in den letzten Jahren verdoppelt hat, die Ausbildungssituation dabei aber nicht verbessert wurde“, gibt der Branchensprecher zu bedenken. Dass nicht immer ein Hochschulabschluss jobentscheidend ist, spiegelt sich in den Antworten der Unternehmer wider. Für 30 Prozent ist ein Abschluss einer HTL wünschenswert. Etwa die Hälfte setzt auf FH- oder Uniabsolventen mit Bachelor- bzw. Masterabschluss. „Besonders erfreut sind wir aber, dass über 16 Prozent der befragten Unternehmer einen Mitarbeiter mit IT-Lehre einstellen würden“, ergänzt der IT-Experte Zandonella. „Diese starke Nachfrage ist neu, bestätigt aber deutlich wie sehr das Thema Digitalisierung unsere Betriebe beschäftigt und wie gut das Image der Lehre bei den Betrieben in Kärnten ist.“

Dass die Lehrlingsausbildung in der Informatik und Technik aber adaptiert gehöre, ist für Martin Zandonella auch logisch: „Einige Lehrprofile, wie etwa die E-Commerce-Lehre, wurden bereits der Digitalisierung angepasst, das stimmt mich zuversichtlich. Nun muss die IT-Lehre ebenfalls modernisiert und für junge Menschen attraktiver werden. Als IT-Fachkraft übernimmt man einen verantwortungsvollen Aufgabenbereich, in dem man sich ständig weiterentwickeln kann und muss, hier ist die Berufsschule massiv gefordert sich dem anzupassen.“

Damit Kärnten in Sachen Digitalisierung eine Führungsrolle einnehmen kann, bedarf es eines breiten Fundamentes an IT-Fachkräften, die mit Visionen, Innovationen und Umsetzungsstärke neue Lösungen erarbeiten. „An der AAU und FH Kärnten werden ausgezeichnete Informatik-Studien und auch genügend Studienplätze angeboten, leider stagniert aber die Anzahl der Absolventen“, weiß Zandonella. Generell sieht der IT-Sprecher bei den Studienanfängern Probleme: „Wir verzeichnen einen enormen Brain-Drain in Richtung Graz und Wien und bei denen die hier bleiben ist die Drop-out-Quote in den ersten zwei Semestern viel zu hoch! Diese gilt es zu bekämpfen und die optimalen Betreuungsverhältnisse in Kärnten machen das auch möglich.“ Zur Zukunft Kärntens meint Martin Zandonella abschließend: „Neben den Bildungseinrichtungen ist auch die Politik gefordert, die nötigen Maßnahmen rasch umzusetzen, damit Kärnten als Studienort für Studierende aus aller Welt attraktiver wird. Nur das bringt Kärnten weiter.“

Rückfragen:
Wirtschaftskammer Kärnten
Sparte Information und Consulting
Kurt Wolf
T 05 90 90 4 - 760
E kurt.wolf@wkk.or.at

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