th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing whatsapp wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht Twitter search print pdf mail linkedin google-plus Facebook arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home icon-gallery icon-flickr icon-youtube icon-instagram pinterest skype vimeo snapchat
news.wko.at
Mein WKO

CORONAVIRUS-UPDATE 19. Dezember

Neuerlicher Lockdown ab 26. Dezember

wovor wir mehrfach gewarnt haben, ist eingetreten: Wie die Bundesregierung gestern beschlossen hat, kommt es in einer Woche – am 26. Dezember – zu einem neuerlichen Lockdown. Er wird diesmal bis 18. Jänner dauern und trifft unsere Wirtschaft erneut mit voller Wucht. 

Ich habe deshalb gestern auch öffentlich gegenüber den Medien einen verlässlichen Fahrplan der Politik für die kommenden Wochen und Monate verlangt. Wie wir jeden Tag schmerzlich bemerken, kann man die heimische Wirtschaft nicht mit dem Lichtschalter ein- und ausschalten. Jetzt gehören endlich klare Strategien auf den Tisch, wie wir diese Situation sowohl medizinisch als auch wirtschaftlich überstehen - samt einer verlässlichen Perspektive, wann wer öffnen und dann auch offenhalten kann. 

Die Wirtschaft hat seit dem Ausbruch der Pandemie in beispielhafter Kooperationsbereitschaft alles in ihrer Macht Stehende getan, um die Strategie der Politik in der Pandemiebekämpfung zu unterstützen. Alle betroffenen Branchen haben mit umfassenden Sicherheits- und Präventionskonzepten ihre Hausaufgaben erfüllt. Jetzt – und das ist mein dringender Appell – ist die Gesundheitspolitik unverzüglich gefordert, das Stop-and-go der vergangenen neun Monate mit einem nachvollziehbaren und haltbaren Fahrplan zu beenden. Die schrittweise Öffnung von Handel und Gastronomie ab dem 18. Jänner für Personen, die sich testen lassen, ist dazu ein geeigneter erster Schritt. Weitere müssen folgen.  

Positiv finde ich, dass die Politik unsere Forderung nach regelmäßigen Massentests endlich aufgegriffen hat. Das ist ein wichtiger Zwischenschritt hin zum breiten Angebot einer Impfung. Entscheidend sind jetzt eine entsprechend professionelle Organisation und Durchführung dieser Tests, der Einsatz einer digitalen App und die Verknüpfung eines negativen Testergebnisses mit einer schrittweisen Normalisierung des öffentlichen Lebens. 

Die gute Nachricht: Handelsunternehmen erhalten nun auch die Ausfallstage bis Jahresende ersetzt. Als Vergleichszeitraum dient dabei - wie von der WKÖ gefordert – der Umsatz des Dezembers 2019. Auch körpernahe Dienstleister haben für diesen Zeitraum Anspruch auf Umsatzersatz im Ausmaß von 50 Prozent, wie bereits für Gastronomie und Beherbergung gültig.  

Außerhalb des Zeitraums mit Umsatzersatz können alle Unternehmen mit starken Umsatzrückgängen für die Zeit von Mitte September 2020 bis Juni 2021 Ersatz für ihre Fixkosten oder den Verlustersatz beantragen. Viele Betriebe stoßen jedoch nach Monaten der Krisensituation sowohl beim Fixkostenzuschuss wie auch beim Umsatzersatz an die Grenzen des aktuell geltenden EU-Förderrahmens von 800.000 Euro. Die Wirtschaftskammer tritt daher für eine Erhöhung dieses Rahmens durch die EU-Kommission ein.

Auch der von uns eingeforderte Umsatzersatz für indirekt betroffene Branchen, also etwa Zulieferer, die unter der Schließung ihrer Unternehmenskunden wie etwa der Gastronomie leiden, soll ab Ende Jänner 2021 beantragbar sein. Wir haben uns massiv für ein Unterstützungspaket für indirekt betroffene Branchen eingesetzt. Hierbei handelt es sich um ein wichtiges Signal der Fairness und Gleichbehandlung an die vielen tausenden Zulieferbetriebe, auch wenn die Gestaltung der Richtlinie und die Ermittlung der Einbußen komplexer wird als bei den direkt Betroffenen.

Die Regelungen ab 26. Dezember im Überblick

Für die bevorstehenden Feiertage wünsche ich Ihnen dennoch schöne Stunden

und im nächsten Jahr viel Erfolg beim gemeinsamen Comeback für Kärnten.

Herzlichst, Ihr

Jürgen Mandl, MBA
Präsident der Wirtschaftskammer Kärnten 
und Unternehmer wie Sie