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Bootsbauer mit großer Leidenschaft und Gespür

Die Schiffswerft JetMarine mit Sitz in Strau im Rosental ist auf Erfolgskurs. Zehn Schiffe werden pro Jahr gebaut, dieses Jahr soll noch ein neues Modell in See stechen.

Birgit Sacherer
Starkes Team: Richard Tscharre und Wolfgang Jaritz sind die Geschäftsführer von JetMarine. Während Tscharre Bootsbauer und Leiter der Werft ist, hat Kfz-Technik-Meister Jaritz die technische Leitung inne.
© Peter Just Starkes Team: Richard Tscharre und Wolfgang Jaritz sind die Geschäftsführer von JetMarine. Während Tscharre Bootsbauer und Leiter der Werft ist, hat Kfz-Technik-Meister Jaritz die technische Leitung inne.
Jene Tage, an denen sich Wolfgang Jaritz mit seiner Familie eine Auszeit am Boot gönnt, sind rar. Und wenn, dann geht es nur im „Offline-Modus“ an Bord. Handy samt anderer technischer Geräte, die ein Erreichen auf hoher See ermöglichen, sind tabu. Dafür türmt sich an Deck jede Menge Lesestoff. Jaritz, gelernter Kfz-Techniker, war von klein auf von Booten fasziniert. Nahe am Wasser geboren, konstruierte er in jungen Jahren schwimmende Teile. Auch wenn er sich damit eher unter als über Wasser halten konnte, die Leidenschaft ist bis heute geblieben. In der Zwischenzeit ist der Unternehmer mit der JetMarine Schiffswerft, die er mit seinem Geschäftspartner Richard Tscharre führt, erfolgreich auf Kurs. Davor war er viele Jahre als Servicemann im ehemaligen Jugoslawien und an der oberen Adria im Einsatz, was ihm damals den Spitznamen „Schlauchbootflicker“ einbrachte. „Wir servicierten vorwiegend kleine Boote mit starkem Gewebe, 50 Prozent meiner Zeit war ich damals vor Ort. 1991 ist der Markt eingebrochen, man konnte für wenig Geld in fremde Länder fliegen. So begann ich, mich in heimischen Gewässern zu orientieren“, erinnert er sich zurück. Im Jahr 2009 folgte die Gründung von JetMarine in Klagenfurt, im Jahr 2017 „legte“ er in Ferlach an, dem heutigen „Hafen“ der Firma. 

Trotz Schicksalsschlag nicht von Bord gegangen

Nach einem verheerenden Brand im Mai 2018, bei dem eine Halle komplett zerstört wurde, ging er nicht von Bord, sondern startete neu durch. Und das gleich mit einem großen „Fang“. „Wir haben einen eigenen Elektromotor entwickelt und gebaut, der auf einem Chassis von Yamaha basiert. Der Konzern hat sich umstrukturiert und entschieden, dass wir bei uns den einzigen Flagshipstore in Europa eröffnen können. Ich habe mich schon viele Jahre darum bemüht, umso größer war dann die Freude darüber“, erzählt er. Nebst Schlauchbooten, Golf-Carts und Wassermotorrädern sind auch Bekleidung, Zubehör sowie Quads im Sortiment. 

In der Werft in Strau im Rosental werden Schiffe in drei Größen gebaut, rund zehn Stück können in etwa pro Jahr gefertigt werden. Als Meisterbetrieb werden leis-tungsstarke Elektro-Außenbord-Motoren entwickelt.  „Wir brauchen an die 900 Arbeitsstunden für ein Boot.“ Um die Stückzahl à la longue erhöhen zu können, wird an einer Modulbauweise getüftelt. „Wir kooperieren mit lokalen Firmen und vergeben viele Aufträge an unsere Nachbarbetriebe.“ 
Die vergangenen Monate waren sehr herausfordernd. Jaritz: „So kurios es ist: Die Auftragslage im Bootssektor explodiert, doch die Wartezeiten für Handelsware beträgt bis zu zwei Jahre. Eine ganze Entwicklung bleibt stehen, es fehlen immer wieder Teile. Auch von uns ist Ware, die wir gebraucht hätten, im Suez-Kanal hängengeblieben.“  

Trotz sehr guter Auftragslage  und einem Umsatz von 1,5 Millionen Euro im vergangenen Jahr   „ist das Wichtigste, Neues anzudenken“. Gesagt, getan. Für die Realisierung seines neuen schwimmenden Produktes hat er sich mit Markus Kerker einen erfahrenen Designer in die „Crew“ geholt. Nebst einem noch nie dagewesenen Design, kombiniert mit Funktionalität und ausgeklügelter Technik, steuert er Kunden in internationalen Häfen an. Die Jungfernfahrt ist im Laufe dieses Jahres angedacht.  

Dieser Artikel erschien in Ausgabe 5 der "Kärntner Wirtschaft". 

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