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Blackout – eine vorhersehbare Gefahr!

Ob der Berichterstattung rund um Corona gerät eine vorhersehbare Gefahr aus dem Blickfeld von Gesellschaft und Regierungen. Ein Blackout, so haben Berechnungen ergeben, könnte die heimische Wirtschaft täglich das Zehnfache der derzeitigen Pandemie kosten.

Der Stromverbrauch in Österreich steigt durch die Nutzung in den privaten Haushalten, dem Bedarf der Wirtschaft und durch innovative Anwendungen wie die E-Mobilität stetig.
© AdobeStock/cosma

„Wir dürfen bei aller Priorität der Bekämpfungsmaßnahmen gegen das Corona-Virus nicht auf andere Risiken vergessen. Nicht erst seit der starken Frequenzschwankung im europäischen Stromnetz am 8. Jänner ist es die Frage ob, sondern wann Österreich und Europa von einem Blackout getroffen werden“, erklärt Michael Velmeden besorgt. Der Obmann der Sparte Industrie in der Wirtschaftskammer Kärnten, mit seinem Unternehmen cms electronics in der Elektro- und Elektronikindustrie tätig, verfolgt die spärliche Berichterstattung in den Medien mit Sorgenfalten.

Blackout-Gefahr ist konkret

„Ein Blackout, sprich der Zusammenbruch der gesamten Stromversorgung in einer ganzen Region, ist kein realitätsfernes Szenario mehr, sondern eine konkrete Bedrohung der heimischen Wirtschaft. Rund eine Milliarde Euro am Tag ginge verloren, wenn in Österreich die Lichter ausgehen. Zum Vergleich: Ein Tag Lockdown schlägt sich im Schnitt mit 100 Millionen Euro zu Buche. Am Vienna International Airport in Schwechat hat die starke Frequenzschwankung Anfang Jänner einen Schaden verursacht, der in die Hunderttausenden Euro geht“, fasst Velmeden einen exklusiven Bericht von Matthias Auer in der Tageszeitung „Die Presse“ zusammen.

Der Stromverbrauch in Österreich steigt durch die Nutzung in den privaten Haushalten, dem Bedarf der Wirtschaft und durch innovative Anwendungen wie die E-Mobilität stetig. Gleichzeitig ist für alle, vor allem aber für die Betriebe der Kärntner Industrie die Versorgungssicherheit außerordentlich wichtig für den wirtschaftlichen Erfolg. Hier stehe die Republik vor einer großen, nicht einfach zu lösenden Aufgabe. „Die strategisch richtige verstärkte Nutzung erneuerbarer Energiequellen birgt eine Reihe von Herausforderungen. An manchen Tagen wird bereits jetzt in Deutschland zu viel Wind- und Sonnenenergie produziert, sodass man sie nicht vollständig nutzen kann, es muss daher abgeriegelt oder exportiert werden. Österreich ist an manchen Tagen, insbesondere in den Wintermonaten von Stromimporten aus dem Ausland abhängig. Die Speicherkapazitäten in Österreich müssten ausgebaut werden, um den notwendigen Bedarf ausgleichen zu können. Gleichzeitig muss in das heimische Stromnetz investiert werden, denn nur so werden wir die bevorstehenden Herausforderungen bewältigen und auch in Zukunft auf eine sichere Versorgung vertrauen können. Das Blackout-Risiko für Kärnten würde sich dann selbstverständlich verringern“, sagt Velmeden.

Stromnetz in Kärnten weiter ausbauen

Nach einem Gespräch mit dem Kärnten-Netz Geschäftsführer Reinhard Draxler sind sich beide sicher, dass es hier Handlungsbedarf gibt. Gemeinsam bitten sie die politischen Verantwortlichen, trotz der aktuell angespannten Situation, nicht auf dieses für die Industrie wichtige Thema zu vergessen.  „Wir müssen das Stromnetz in Kärnten weiter ausbauen und ertüchtigen, damit es die zukünftigen Anforderungen der Stromkunden und der Stromerzeuger erfüllen kann“, führt Draxler aus. “Wir brauchen die politische und gesellschaftliche Akzeptanz und aktive Unterstützung für den Ausbau unserer Netzinfrastruktur. Hier sind alle Beteiligten gefordert, von den politisch Verantwortlichen, über die Genehmigungsbehörden bis hin zu den Bürgerinnen und Bürgern, die alle von Netzverstärkungen und Netzausbauten in irgendeiner Form betroffen sind. Ein sicheres und starkes Stromnetz kann mit Spannungsschwankungen wie zuletzt am 8. Jänner besser umgehen und schützt damit unsere Bevölkerung, den Erfolg unserer Unternehmen und den gesamten Kärntner Wirtschaftsstandort“, erklären Velmeden und Draxler übereinstimmend.

Auf die Bewältigung eines Blackouts ist Kärnten übrigens gut vorbereitet, betont Draxler. „Wir verfügen in der Kraftwerksgruppe Fragant über schwarzstartfähige Maschinensätze. Sie fahren nach einem großflächigen Stromausfall von selbst an und versorgen zunächst die Kraftwerksgruppe Fragant wieder mit Strom. Auf dieser Grundlage können wir weitere Maschinensätze in Betrieb nehmen und schrittweise kleinere Netzgebiete wieder mit Strom versorgen. Im Mölltal wird zuerst wieder Licht sein. Innerhalb eines Tages sollte es uns gelingen, wieder alle Kunden in Kärnten mit Strom zu versorgen. Für diesen Ernstfall sind wir vorbereitet, unsere Fachkräfte trainieren solche Szenarien, wir führen regelmäßig Übungen durch. Wir sind in Kärnten in der Lage, nach einem Blackout die Stromversorgung selbständig wieder in Betrieb zu nehmen.“

Rückfragehinweis
Wirtschaftskammer Kärnten
Sparte Industrie
Mag. Alexander Kuëss
T 05 90 90 4-205
E industrie@wkk.or.at

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