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Dringender Appell der Tourismuswirtschaft: "Bitte haltet Corona-Regeln ein!"

Kärntens Gastronomen und Hoteliers können es kaum erwarten, ihre Betriebe wieder aufzusperren. Trotzdem gibt es Verständnis für den verlängerten Tourismus-Lockdown. An die Bevölkerung wird appelliert, sich an die Corona-Maßnahmen zu halten.

Der Umsatzersatz, der im November noch 80 Prozent betragen hat, wird für die kommenden Wochen auf 50 Prozent reduziert.
© pexels/Tim Mossholder

„Unser Ziel war es, so schnell als möglich wieder aufsperren zu dürfen – schließlich sind wir Unternehmer, wir wollen arbeiten und gestalten. Aber andererseits haben wir natürlich Verständnis für die Maßnahmen. Die Gesundheit steht an erster Stelle“, fasst Josef Petritsch, Obmann der WK-Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft, die aktuelle Stimmung in Kärntens Tourismuswirtschaft zusammen.

Der Umsatzersatz, der im November noch 80 Prozent betragen hat, wird für die kommenden Wochen auf 50 Prozent reduziert. „Das ist ein großer Einschnitt, aber dadurch können wir immerhin unsere Betriebe absichern und Mitarbeiter weiterbeschäftigen“, so Petritsch. Europaweit gebe es derzeit keine vergleichbare Absicherung für Tourismusbetriebe, „deshalb bin ich auch besonders stolz darauf, dass uns dies in Österreich gelungen ist. Damit zeigt die Politik, dass unsere Branche wichtig für das Land und seine Zukunft ist.“ Ohne Umsatzersatz hätten viele Tourismusbetriebe in der Wintersaison kaum noch öffnen können – und ein großer Teil wäre wohl für immer geschlossen geblieben.

Zeitplan sorgt für Planbarkeit

Groß ist auch die Erleichterung über die Veröffentlichung eines konkreten Zeitplans: Nach den Weihnachtsfeiertagen, am 7. Jänner 2021, werden die Hotellerie- und Gastronomiebetriebe wieder öffnen dürfen. Sigismund E. Moerisch, Obmann der WK-Fachgruppe Hotellerie, betont: „Diese Information ist für unsere Betriebe überlebensnotwendig. Wir haben immer betont, dass wir eine gewisse Planbarkeit und zumindest einen groben Zeitplan brauchen, um uns vorbereiten zu können. Jetzt können wir uns auf die Wintersaison ab 7. Jänner vorbereiten und auch unsere Gäste informieren.“

Eine grundsätzlich positive Stimmung sieht auch Stefan Sternad, Obmann der WK-Fachgruppe Gastronomie: „In den vergangenen Tagen ist der Unmut über mangelnde Informationen gewachsen. Jetzt haben wir zumindest Planungssicherheit und können uns auf den Jänner vorbereiten.“ Noch unklar sei die Situation aber für bestimmte Betriebstypen wie Barbetriebe oder für die Abendgastronomie. „Hier brauchen wir dringend noch klare Vorgaben. Die Unternehmen müssen wissen, ob und wie sie aufsperren werden dürfen, sonst können sie sich auch nicht auf die Suche nach Mitarbeitern machen.“

„Können es nur gemeinsam schaffen!

Entscheidend werde sein, wie strikt sich die Bevölkerung an die vorgegebenen Corona-Regelungen hält. Deshalb appelliert Josef Petritsch an die Bevölkerung: „Bitte helfen Sie mit! Wir müssen jetzt zusammenhalten und diszipliniert bleiben, um einen dritten Lockdown zu verhindern.“ Ihm sei klar, dass dies speziell während den Weihnachtsfeiertagen schwierig sei und eine große Herausforderung darstelle. „Aber wir können es nur schaffen, wenn wir alle miteinander an einem Strang ziehen. Wenn die Infektionszahlen nicht weiter sinken, werden die Betriebe im schlimmsten Fall noch länger geschlossen bleiben müssen und das bringt auch viele Arbeitsplätze und in weiterer Folge unsere gesamte Volkswirtschaft in Gefahr!“, warnt der Spartenobmann.

Rückfragen
Wirtschaftskammer Kärnten
Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft
Wolfgang Kuttnig, M.A.S.
T 05 90 90 4-600
E wolfgang.kuttnig@wkk.or.at

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