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Bildung, Innovation, Technologie: So kommt Kärnten an die Spitze

Infineon-Chefin Herlitschka will den Lebensstandort „neu denken“ und gab beim Raiffeisen-Konjunkturforum die Marschroute vor.

Dipl.-Ing. Dr. Sabine Herlitschka, MBA
© Infinion

Kärnten ist mehr als ein Wirtschaftsstandort oder eine Tourismusdestination: Kärnten ist Lebensstandort für mehr als eine halbe Million Menschen mit all ihren Stärken und Hoffnungen, aber auch mit ihren Sorgen und Bedürfnissen. Ein wesentliches industrielles Zukunftselement Kärntens ist der Infineon-Konzern, der erst unlängst durch seine Entscheidung für eine Investition am Standort Villach mit einem Volumen von 1,6 Milliarden Euro ein neues Kapitel für das Unternehmen, aber auch für Kärnten aufgeschlagen hat: Das Österreich-Headquarter wird bis 2021 um eine neue, vollautomatisierte Chipfabrik und ein neues F&E-Gebäude erweitert. Zur besseren Einschätzung der Dimension: Dabei handelt es sich um die größte Investition Österreichs in den vergangenen zehn Jahren und die größte Baustelle der Branche in Europa. Kärnten rückt damit ins Zentrum der Hightech-Industrie; nun geht es darum, diesen starken Impuls in eine lang anhaltende Beschleunigung im harten Standortwettbewerb umzuwandeln.

Investitionen in Milliardenhöhe

Spätestens seit dieser Investitionsentscheidung, die Österreich-Chefin Sabine Herlitschka gegen andere Infineon-Mitbewerber durchsetzen konnte, ist die gebürtige Bayerin, die in Salzburg aufgewachsen ist, in den Olymp der Kärntner Wirtschaft aufgestiegen. Und ließ beim traditionellen Raiffeisen-Konjunkturforum aufhorchen: Kärnten profitiere zwar stark von Infineon, immerhin habe der Konzern hier 1600 Arbeitsplätze geschaffen und erwirtschafte eine Wertschöpfung von 1,3 Milliarden Euro. Kärnten sei bereits ein Technologieland – aber müsse sich dennoch auf eine Phase vorbereiten, sollte es Infineon einmal nicht so gut gehen. „Es ist wichtig, den Fakten ins Auge zu sehen“, sagt die Infineon Austria-Chefin, und man beginnt diese amerikanisch anmutende Karriere zu verstehen, die Herlitschka vom Boku-Studium über das Vizerektorat für Forschungsmanagement und internationale Kooperationen an der Medizinischen Universität Graz bis in die Vorstandsetage eines Weltkonzerns mit mehr als 40.000 Mitarbeitern gebracht hat.

Wettbewerbsbedigungen müssen verbessert werden

Eine solche Person nimmt sich kein Blatt vor den Mund, ist dabei aber immer verbindlich und optimistisch: In der Entscheidungsphase der Standortsuche habe fehlendes Fachkräftepotenzial, schlechtere Bildungseinrichtungen, hohe Arbeitskosten, ein stärkerer Technologie-Cluster wie etwa in Dresden oder die schlechtere Infrastruktur bis hin zur Energieversorgung gegen Kärnten gesprochen. Den Ausschlag gaben letztlich Stabilität, positive Rahmenbedingungen und ein attraktives Steuerumfeld – und Herlitschka. „Wir müssen die Wettbewerbsbedingungen weiter verbessern", lautete ihre klare Mahnung. Sie hat sich für Kärnten stark gemacht – jetzt muss das Megaprojekt auch funktionieren.

Um dem Lebensstandort langfristig mehr Leben zu geben, steckte Herlitschka vier Ziele ab:

1. Bildungsland: Kärnten braucht hochqualifizierten Nachwuchs, beispielsweise durch einen gemeinsamen Campus von FH und Uni mit 30.000 Studierenden, davon 40 Prozent aus dem Ausland. 

2. Innovationsland: 1000 Mitgliedsunternehmen mit 100.000 Mitarbeitern sollen im Silicon Alps-Cluster zusammenarbeiten und 30.000 neue Arbeitsplätze schaffen, die für den Zuzug von jungen und top-ausgebildeten Arbeitskräften auch notwendig sind.

3. Intelligente Mobilität: Nach ersten Versuchen in Pörtschach soll Kärnten ein flächendeckendes Netz für autonomen Verkehr auf 5G-Basis entwickeln, um als Vorreiterregion wahrgenommen zu werden.

4. Land der besten Ideen und schnellsten Unternehmensgründungen: 50 Betriebsansiedelungen pro Jahr, die Gründung soll nicht länger als zehn Tage dauern. 

Ein Anfang ist gemacht. Der Weg an die Spitze ist noch weit.

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