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Betriebshilfe schützt vor Stillstand

Wenn im Unternehmen der Stillstand droht, weiß die Betriebshilfe der Wirtschaftskammer weiter.

Giermeiser Amritzer Cafe Knappenberg Betriebshilfe
© Claudia Blasi Monika Giermaier (rechts) führt das Café-Restaurant Giermaier. Mit ihrer Betriebshilfe Heidemarie Amritzer war sie so zufrieden, dass die Helferin übernommen wurde.

Die vergangenen Jahre waren für die Kärntner Gastwirte, vor allem am Land, alles andere als einfach. In kleinen Familienbetrieben hängt die Entscheidung, ob ein Gasthof fortgeführt werden kann oder nicht, oft von einer Person ab. Was es bedeutet, wenn diese Person plötzlich ausfällt, davon kann Monika Giermaier, Gastwirtin des Café-Restaurants Giermaier in Knappenberg, erzählen.

Einen Tag vor dem langersehnten Urlaub in Italien wollte sich Giermaier noch von ihren Kindern verabschieden. Auf dem Spielplatz mit Enkel Moritz hüpfte sie dann nur wenige Zentimeter von einem Turngerät und spürte sofort einen starken Schmerz im Fuß. „Ich wollte das nicht wahrhaben, da ich mich schon auf den Urlaub freute“, erzählt die Gastwirtin. Doch der Fuß schwoll immer mehr an. Drei gebrochene Mittelfußknochen lautete die Diagnose im Krankenhaus. Es folgten eine Woche Spaltgips und sieben Wochen Gehgips. Für die Wirtin, die den ganzen Tag auf den Beinen ist und alleine die Küche und das Service übernimmt, eine ernüchternde Nachricht

Betriebshilfe im Hinterkopf behalten

Ehemann Siegfried Giermaier erinnerte sich aber dunkel an eine Hilfe der Wirtschaftskammer für genau solche Fälle. Nach dem ers­ten Kontakt mit der zuständigen Stelle dauerte es nur wenige Tage, bis die Betriebshelferin im Res­taurant anfangen konnte. Heidemarie Amritzer, die Cousine von Frau Giermaier, war zufällig beim AMS gemeldet und auf der Suche nach einem Job. Das Angebot, sozusagen im Familienbetrieb anpacken zu dürfen, nahm sie dankbar an. Die Zusammenarbeit funktionierte so gut, dass die Helferin in den Betrieb übernommen wurde.
Zusammenhalt wird in der Familie Giermaier groß geschrieben und auch die beiden Töchter sind eine große Stütze, doch jeder Tag im Gastgewerbe hinterlässt Spuren. „Erst durch den Unfall erkannte ich – nicht nur mein Fuß ist nicht mehr belastbar, sondern auch ich“, sagt Giermaier. In zwei Jahren möchte die Wirtin in Pension gehen – wie es mit dem Gasthof weitergehen wird, steht noch in den Sternen.

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