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Betreuung, die Altern „Wie daham“ ermöglicht

Vor 25 Jahren hat Otto Scheiflinger eine Idee verfolgt, heute ist er Chef über elf Senioren- und Pflegezentren in Kärnten, der Steiermark und Wien. Seine Vision: Die Bewohner sollen sich „Wie daham“ fühlen.

Der Generationenpark in Waidmannsdorf wurde als zehntes „Wie daham“-Haus im Jahr 2013 errichtet, mittlerweile gibt es elf.
© KK Der Generationenpark in Waidmannsdorf wurde als zehntes „Wie daham“-Haus im Jahr 2013 errichtet, mittlerweile gibt es elf.

Die Themen Pflege und Betreuung haben Otto Scheiflinger schon vor seinem Sprung in die Selbstständigkeit begleitet. Als Sozialamtsleiter in der Bezirkshauptmannschaft Feldkirchen war er dafür verantwortlich, dass die mobile Pflege und die Dorfhilfe aufgebaut wurden. „Ich habe aber rasch gesehen, dass die Herausforderung darin liegt, eine Pflegebetreuung für die Personen zu organisieren, die nicht mehr mobil sind“, erzählt Scheiflinger. Mit einem ausgearbeiteten Vorschlag, wie die Pflege in Kärnten organisiert werden könne, sei er an das Land Kärnten herangetreten, das seinerseits aber kein Interesse bekundete. „Ich war aber überzeugt von der Idee und habe es dann auf eigenen Beinen versucht“, erzählt Scheiflinger. Seine Vision war, eine Pflegeeinrichtung zu schaffen, bei der er keine Sorge hätte, auch seine eigenen Eltern betreuen zu lassen. „Wie daham“ war als Firmenname rasch gefunden, ebenso ein Grundstück in Klagenfurt-Welzenegg, auf dem er das Pflegeheim errichten wollte. Die Finanzierung dafür zu stemmen, war jedoch eine ­Herausforderung, erinnert sich Scheiflinger. „Ich habe mein Haus eingesetzt, das meiner Eltern und selbst das war der Bank noch zu wenig.“ Die Stadt Klagenfurt war damals am Überlegen, ob sie selbst ein Pflegeheim bauen würde – davon konnte Scheiflinger schlussendlich profitieren. „Ich habe der Stadt das Einweisungsrecht für 40 Plätze verkauft – damit war dann auch die Finanzierung gesichert.“ Im September 1993 war das erste Haus fertiggestellt und innerhalb von 14 Tagen voll belegt. „Es war eine organisatorische Herausforderung, das Team und den Betrieb zu managen. Ich habe mich um alles selbst gekümmert – vom Baumanagement bis zur Mitarbeitersuche.“ Die Schlüsselkräfte rekrutiere Scheiflinger immer noch selbst, obwohl das Unternehmen inzwischen auf elf Häuser in Kärnten, der Steiermark und Wien gewachsen ist. 950 Mitarbeiter kümmern sich dort um 1250 Bewohner.

Ein Schwerpunkt, den Scheiflinger in seinen Häusern gesetzt hat, liegt in der Demenzbetreuung. In allen Häusern wurde eine eigene Demenz-Wohngruppe etabliert, die nach dem neuesten Stand der Wissenschaft geleitet wird. Auch das Aufeinandertreffen von Jung und Alt spielt in einigen Häusern eine Rolle, etwa im Generationenpark Welzenegg, wo neben dem Pflegeheim ein Kindergarten untergebracht ist. Dort haben bereits seine Töchter ausgeholfen. Anfang Jänner ist die ältere Tochter Jasmin als Assistentin der Geschäftsführung ins Unternehmen eingestiegen, die jüngere, Anna, studiert derzeit Sozial- und Gesundheitsmanagement an der Fachhochschule Feldkirchen. Scheiflingers Frau Regina ist im Unternehmen als Regionaldirektorin für Kärnten tätig.

Firmenchef Otto Scheiflinger wird im Glanegger Unternehmen bereits von Tochter Jasmin unterstützt.
© KK Firmenchef Otto Scheiflinger wird im Glanegger Unternehmen bereits von Tochter Jasmin unterstützt.


Seinen Vater hatte Scheiflinger zumindest zeitweise in seinen Häusern untergebracht. „Nach dem Tod meiner Mutter kam mein Vater immer wieder für ein oder zwei Wochen auf Erholung, wenn gerade für kurze Zeit ein Bett frei war. Nach dieser Zeit ging es ihm immer besser. Daraus habe ich die allgemeine Lehre gezogen, dass man den Menschen die unbegründete Angst vor dem Schritt in eine Pflegeeinrichtung nehmen muss.“­­

Das Interview mit Otto Scheiflinger lesen in der aktuellen Kärntner Wirtschaft.

Rückfragen:
Wie daham... Verwaltungszentrale Glanegg
9555 Glanegg 30
T 04277 51 01 

E verwaltung.glanegg@wiedaham.at
W wiedaham.at

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