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Berufsfotografen fordern Unterstützung für die kommenden Monate

Über enorme Umsatzeinbußen berichten die Kärntner Berufsfotografen. Der Appell des Landesinnungsmeisters: Alle Zuschüsse und Förderungen beantragen! Zusätzlich wird auf Bundesebene um den Härtefallfonds – Phase III gekämpft.

Kärntens Berufsfotografen blicken auf schwierige sechs Monate zurück.
© pixabay/Shutterbug75

Kärntens Berufsfotografen blicken auf schwierige sechs Monate zurück. Veranstaltungen wurden verkleinert, verschoben und abgesagt. Damit wurde vielen Fotografen die Basis ihres Schaffens entzogen. „Vor allem jene, die sich auf Hochzeits- und Eventfotografie spezialisiert haben, mussten enorme Umsatzeinbußen hinnehmen“, berichtet Michael Linzer, Landesinnungsmeister der Kärntner Berufsfotografen. Aber auch die Schulfotografie, die Porträtfotografie und die Werbefotografie litten enorm unter der Coronakrise und den verordneten Einschränkungen. „Die Branche liegt brach“, bringt es Linzer auf den Punkt.

Zuschüsse und finanzielle Hilfen

Und leider habe man diese Phase noch nicht hinter sich. „Es liegen wohl noch einige harte Monate vor uns“, sagt Linzer. Auf Bundesebene habe man viele Gespräche mit politischen Entscheidungsträgern geführt. Etliches konnte erreicht werden, wichtig waren für die Branche vor allem Zuschüsse und finanzielle Hilfen. Dieses Geld müsse nun aber auch von jedem einzelnen abgeholt werden. „Mit dem Coronahilfsfonds, dem Härtefallfonds und dem Fixkostenzuschuss wurden wichtige Überbrückungshilfen geschaffen. Diese gilt es zu nutzen“, so der Landesinnungsmeister. Vor allem unter jenen, die in den vergangenen Monaten noch einen Teil ihrer Umsätze erwirtschaften konnten, gibt es etliche, die noch keine Anträge dafür gestellt haben. „Man muss aber ganz ehrlich sagen: Wir werden noch einige harte Monate vor uns haben. Und die Umsätze, die wir heuer nicht erwirtschaften können, lassen sich nur schwer im nächsten Jahr wieder hereinholen – sogar falls wir im Frühling wieder ohne Einschränkungen arbeiten können und all die Feste nachgeholt werden.“ Schließlich sei die Anzahl an Wochenenden begrenzt und viele Feiern werden dadurch wohl zeitgleich stattfinden.

Hohe Fixkosten und geringe Einnahmen

Derzeit setze man sich massiv für eine Phase III des Härtefallfonds ein. „Wir werden auf jeden Fall noch Unterstützung zu Jahresbeginn benötigen – in welcher Form auch immer“, meint Linzer, der die Langzeitfolgen für die Branche als „nicht einschätzbar“ bezeichnet. Die rund 650 Berufsfotografen, die es derzeit in Kärnten gibt, decken viele verschiedene Spezialisierungen ab. Etliche von ihnen sind außerdem im Nebengewerbe tätig, das heißt, sie sind auch als Arbeitnehmer beschäftigt. „Schwierig wird es vor allem für jene, die hauptberuflich als Berufsfotografen tätig sind. Die Kombination aus hohen Fixkosten und geringen Einnahmen ist nicht lange tragbar.“

Der Landesinnungsmeister hofft auf Fairness: „Was wir jetzt auf keinen Fall brauchen, ist Preisdumping. Wir werden diese schwierige Zeit nur gemeinsam meistern können.“ Kunden bittet er, noch stärker auf die regionale Wertschöpfung zu achten. Immer wieder komme es vor, dass größere Aufträge an Berufsfotografen aus anderen Bundesländern vergeben werden. „Dafür habe ich kein Verständnis. Es gibt in Kärnten rund 650 Fotografen mit den unterschiedlichsten Spezialisierungen. Da ist sicher für jeden Bedarf das richtige Angebot dabei“, so Michael Linzer.

Rückfragen:
Wirtschaftskammer Kärnten
Landesinnung der Berufsfotografen
Mag. Petra Kreuzer
T 05 90 90 4-160
E petra.kreuzer@wkk.or.at

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