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Bei Zimmermann finden nicht nur die Gailtaler die richtigen Möbel

Ob Küche, Bett, Tisch oder Stühle – Möbel Zimmermann aus Hermagor ist eines der wenigen Kärntner Möbelhäuser mit eigener Produktion – und das schon seit über 60 Jahren.

© KK/Zimmermann Die Familie Zimmermann vor ihrem Betrieb in den sechziger Jahren: Frieda und Georg Zimmermann mit den Söhnen Georg und Gerhard (vorne rechts).

Möbelhäuser gibt es viele, aber nur ganz wenige davon sind noch in Kärntner Hand und haben ihre eigene Produktion. Möbel Zimmermann in Hermagor ist eines dieser Familienunternehmen mit sechzigjähriger Tradition.

„Mein Vater hat den Betrieb in den fünfziger Jahren aufgebaut, irgendwann bin ich eingestiegen und nun ist mein Sohn auch dabei“, erzählt Geschäftsführer Gerhard Zimmermann, während seine Enkelin Johanna auf seinem Schoß sitzt und Enkel Lorenz den Ausstellungsraum unsicher macht. Die beiden sind bereits die vierte Generation im Familienbetrieb, der für das Gailtal ein wichtiger Arbeitgeber ist. 16 Mitar­beiter beschäftigt Zimmermann aktuell in Produktion, Montage, Verkauf und der Verwaltung, einer davon ist Tischler-Lehrling. „Rund 50 Lehrlinge haben wir in den 60 Jahren ausgebildet – viele sind noch bei uns angestellt oder führen mittlerweile ihre eigenen Betriebe. Vor Kurzem haben wir mit einem Mitarbeiter sein 35-Jahr-Jubiläum gefeiert.“ Die Ausbildung von jungen Fachkräften und auch die Weiterbildung liegen dem Geschäftsführer am Herzen. Jeder seiner Mitarbeiter besucht regelmäßig Schulungen und auch er selbst bildet sich im fachlichen, persönlichen sowie kaufmännischen Bereich weiter. „Ein guter Geschäftsmann muss sich bei den Zahlen auskennen – das habe ich in jungen Jahren vielleicht manchmal verpasst.“ Mittlerweile kann Zimmermann gut mit Zahlen umgehen und ist stolz auf seinen 800-Quadratmeter-Schauraum und sein rund 2500 Quadratmeter großes Firmenareal. Aus der kleinen Familien-Tischlerei seines Vaters Georg ist ein wichtiges Unternehmen für das Tal geworden.

Regionaler Komplett-Anbieter

Das Hauptaugenmerk bei Möbel Zimmermann liegt auf der Planung, dem Verkauf und der Produktion von Möbeln jeder Art. Die Kreativität bringt vor allem Chefin Karolin Zimmermann mit: „Meine Frau hat ein Händchen für Farben und Stoffe.“

Das Möbelhaus agiert als Komplett-Anbieter. „Die Kunden können vom Elektroanschluss über die Fliesen und den Couchtisch bis hin zur Dekoration alles bei uns bestellen. Wir arbeiten dann mit vielen anderen Betrieben aus der Region zusammen und organisieren alles.“

In den Räumen des Betriebs sind auch zwei andere Firmen eingemietet, darunter ein Fliesenleger, mit dem Zimmermann zusammenarbeitet. „Je nachdem, wo das Projekt liegt, arbeiten wir mit regionalen Handwerkern.“ Kein Problem für den Gailtaler, denn er sei immer ein Teamplayer gewesen. Seit einigen Jahren ist Zimmermann Teil des Garant-Möbel- Einkaufsverbands.

Besonders die persönliche Beratung und die Individualität der Möbelstücke seien ein Vorteil der Firma: „Handwerker wird es immer geben, denn die Industrie wird nie auf individuelle Wünsche so eingehen, wie wir es können. Außerdem überzeugt die Qualität der Arbeit und des Holzes“, ist der Tischlermeis­ter überzeugt.

Viele Möbelstücke werden aus einheimischen Hölzern wie Esche und Eiche gemacht – ein Trend, wie Zimmermann weiß. „Die Gailtaler kaufen im Gailtal und wollen Gailtaler Produkte haben – das ist bei Jung und Alt so.“ Aber auch speziellere Hölzer aus dem Ausland verarbeitet der Familienbetrieb. Im Moment seien schlichtere Möbelstücke oder moderne Landhausoptik beliebt.

Der Hauptarbeitsbereich der Firma liegt im Umkreis von 100 Kilometern. Aufträge kommen oft aber auch aus entfernteren Landesteilen oder aus Graz und Wien. Die Nähe zur italienischen Grenze bringt auch Kunden aus dem Süden. „Eben haben wir ein Apartment in Lignano ausgestattet. Der Besitzer war zu Besuch im Gailtal, hat sonst wenig Zeit und deswegen im Urlaub eingekauft. Auf diese Weise kommen auch einige deutsche Kunden zu uns – die Leute haben einfach immer weniger Zeit und wollen deswegen Komplett-Lösungen angeboten bekommen, die trotzdem keine Massenware sind.“ Der am weites­ten entfernte Auftrag kam vor einigen Jahren aus Aus­tralien: „Ein Gailtaler hat dort ein Haus gebaut und wollte die heimische Qualität mitnehmen.“


Interview mit dem Geschäftsführer Gerhard Zimmermann

Gerhard Zimmermann ist seit 1992 Geschäftsführer. Mit 33 Jahren hat er den Betrieb übernommen.
© KK/Zimmermann Gerhard Zimmermann ist seit 1992 Geschäftsführer. Mit 33 Jahren hat er den Betrieb übernommen.

Warum sind Unternehmer so wichtig für die Region?

Gerhard Zimmermann: Unternehmer schaffen Arbeitsplätze und bringen Wertschöpfung in die Region. Ich denke, die meis­ten Gailtaler versuchen in der Region einzukaufen und das machen wir als Firma und im Privaten auch.

Was liegt Ihnen als Unternehmer am Herzen?

Am Herzen liegen mir vor allem meine Mitarbeiter. Grundsätzlich kann kein Unternehmen Qualität liefern und erfolgreich sein, wenn es keine oder keine guten Mitarbeiter hat. Ich stehe zu 100 Prozent hinter ihnen.

Wie schafft man es, ein Unternehmen über viele Jahre positiv zu führen?

Uns sind die Meinungen unserer Kunden besonders wichtig. Wir benutzen Meinungs-

fragebögen und die Mehrheit ist nicht nur überzeugt, ­sondern sogar positiv überrascht, weil sie mehr bekommen, als sie zuerst erwartet haben.

Würden Sie wieder Unternehmer werden?

Immer – und zwar genau in diesem Bereich. Ich würde
nur früher darauf achten, mich näher mit den Zahlen zu beschäftigen.

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