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Beeindruckende Leistung nicht nur unter der Haube

1990 gründete Gerald Taferner in Klagenfurt mit drei Motorrädern und zwei Anhängern die Motorradvermietung Taferner. Zum 30-Jahr-Jubiläum blickt der Autoliebhaber auf eine bewegte Geschichte mit Höhen und Tiefen zurück. 

Claudia Blasi
Ein voll-funktionsfähiges Auto aus Holz ist nur eines der vielen Exponate im Automuseum Taf-Timer in Villach. Am Steuer Tochter Celine mit Gabriele und Gerald  Taferner.
© Lobitzer Ein voll-funktionsfähiges Auto aus Holz ist nur eines der vielen Exponate im Automuseum Taf-Timer in Villach. Am Steuer Tochter Celine mit Gabriele und Gerald Taferner.

Ehrgeiz, jugendlicher Optimismus und Leidenschaft für Technik – das waren die Beweggründe für Gerald Taferner, sich vor drei Jahrzehnten selbstständig zu machen. „Heute würde ich mich das nicht mehr getrauen“, erzählt der gelernte Mechaniker aus Ossiach. Die Zeit habe sich geändert, und in vielen Bereichen leider nicht zum Wohle der Unternehmer. 1990 habe er aber gar nicht viel darüber nachgedacht, was alles hätte schieflaufen können. Es war ein mutiger Schritt, der sich ausgezahlt hat.

Aus drei Motorrädern und zwei Anhängern zu Beginn wurden heute rund 600 Mietfahrzeuge, 18 Abschleppfahrzeuge und 16 Mitarbeiter. Zu Spitzenzeiten waren es 30 Mitarbeiter, aber Corona habe auch in der Autobranche Spuren hinterlassen. „Die Krise beschert uns Umsatzeinbußen von durchschnittlich 30 Prozent, dass ist eine Million Euro“, rechnet Taferner vor. Doch man habe genügend Rücklagen gebildet und stehe wirtschaftlich stabil mit beiden Beinen auf dem Boden. Vorausschauendes Handeln sei in der Wirtschaft grundsätzlich wichtig und mache sich in einer Krise gleich doppelt bezahlt. 
Der Technikfan weiß, wovon er spricht: „Wir haben bei Null angefangen und die ersten sieben Jahre waren wirklich hart. Kein Urlaub, kaum ein Gewinn und wenn, haben wir sofort in Werbung investiert.“ Das taktische Vorgehen und die Ausdauer wurden belohnt und das Geschäft florierte. Zu Taf-Rent und Taf-Service kamen ein Kfz-Meitsterbetrieb, eine Kfz-Spenglerei, der Taf-Autohandel und die Taf-Folienfreaks hinzu, die nicht nur auf das Folieren von Autos, sondern auch Küchen spezialisiert sind. Die jüngsten Neuzugänge sind das Taf-Auktionshaus, das Auto- und Motorradmuseum Taf-Timer und das Cafè Taf-In, das von Ehefrau Gabriele Taferner mit großer Begeisterung geführt wird. Auch Celine, eine der beiden Töchter, arbeitet bereits im Betrieb mit. Sie ist die „gute Seele“, absolviert die Doppellehre Bürokauffrau und Autohandel und hat auch schon den Lkw-Führerschein in der Tasche. 

„In zehn Jahren, wenn ich in Pension gehe, hoffe ich, meinen Töchtern ein gutlaufendes Unternehmen übergeben zu können“, dass wünscht sich Taferner, der übrigens selbst einen E-Golf fährt, zum Jubiläum. Bis dahin sei es noch ein langer Weg und viele Entwicklungen sieht er kritisch: „Ob wir eine Stretch-Limousine für die Königin von Schweden, DJ Ötzi oder einen Urlaubsgast organisieren – es sind immer die persönlichen Begegnungen, die unsere Arbeit mit Freude erfüllen. Ich fürchte aber, dass die Autovermietung in Zukunft digitalisiert wird und der menschliche Kontakt   entfällt, eine Entwicklung in die falsche Richtung.“ 

Umso wichtiger sei es, stets auf das eigene Bauchgefühl, sein Team und sich selbst zu achten. Das gelingt Taferner am besten bei einer Wanderung auf den Dobratsch – 100 Mal im Jahr sei er auf dem Hausberg anzutreffen.


Dieser Artikel erschien in Ausgabe 18 der "Kärntner Wirtschaft".

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