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Auch Einzelkämpfer sollen durchschnaufen

Wenn der Beruf zur Berufung wird, verschwimmen oft die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit. Aber gerade für Ein-Personen-Unternehmen sind Auszeiten wichtig, um neue Kraft zu tanken.

© WKÖ Gerade Einzelunternehmer müssen darauf achten, dass die Grenze zwischen Arbeit und Freizeit nicht allzusehr verschwimmt.

„Ich muss nur noch kurz die Welt  retten“, während sich die Freunde schon längst am Gipfel amüsieren und die Familie gemütlich beim Kaffee auf der Terrasse sitzt. Wer für sein eigenes Unternehmen Feuer und Flamme ist, übersieht schnell, wann der eigene Energiehaushalt aufgebraucht ist.

Spätestens jetzt heißt es loslassen. Das Handy für ein paar Minuten weglegen und etwas für die eigene Work-Life-Balance tun. Was das genau ist, kann ganz unterschiedlich sein. Genauso individuell wie die Menschen ist ihre Balance. Das kann Irene Mitterbacher, Obfrau der WK-Fachgruppe Personenberatung und Personenbetreuung, bestätigen: „Die allgemeinen Regeln gibt es nicht. Es kommt immer auf die ganz persönliche Situation und die individuellen Rahmenbedingungen an.“ Der eine entspannt beim Sport, der andere mit den Kindern im Garten. Wichtig sei, dass man nicht auf sich selbst vergisst und regelmäßig den Status quo seiner Work-Life-Balance überprüft.

Die allgemeinen Regeln gibt es für die Work-Life-Balance nicht. Es kommt immer auf die persönliche Situation und die Rahmenbedingungen an.
Irene Mitterbacher, Obfrau der WK-Fachgruppe Personenberatung und Personenbetreuung

Die Wirtschaft verändert sich. Inzwischen sind mehr als die Hälfte der Betriebe Ein-Personen-Unternehmen, die für Wertschöpfung im Land sorgen. Damit es auch länger so bleibt, können sich auch Ein-Personen-Unternehmen zwischendurch eine Auszeit oder einen Urlaub leisten. Damit der Betrieb trotzdem weiterläuft, kann etwa auf ein Büroservice zurückgegriffen werden. Während des Urlaubs werden Telefonate professionell entgegengenommen. Somit braucht niemand Angst haben, dass ihm vielleicht ein Auftrag durch die Lappen geht. Svenja Hofert, Autorin vom „Survival-Guide für Selbstständige“, kennt die Hamsterradfallen von Unternehmen. Aufträge ablehnen oder Nein sagen fällt schwer. Impulse von außen, zum Beispiel von einem Coach oder Lebensberater, können neue Perspektiven eröffnen. Hofert rät, sich selbst kleine Ziele zu setzen: „Ich möchte sechs Stunden am Tag arbeiten oder diesen Freitag frei haben.“ Das Wie sei dann der nächste Schritt. Mehr Zeit zum Leben, für sich und seine Gesundheit geht, wenn man Mut zur Veränderung hat. Das Schöne an der Selbstständigkeit ist die Selbstbestimmtheit und -verantwortung. Dazu gehört es, gut für sich selbst zu sorgen, das färbt auf die Kunden ab.


WK-Vize-Präsidentin Sylvia Gstättner ist EPU-Beauftragte.
© WKK WK-Vize-Präsidentin Sylvia Gstättner ist EPU-Beauftragte.
„Auf den eigenen Energiehaushalt muss man besonders achten“, sagt EPU-Beauftragte Sylvia Gstättner.


Wie EPU ihre Work-Life-Balance schaffen

Meine Auszeit von der Arbeit heißt Valentin und ist vier Jahre jung. Einmal pro Woche nehmen wir uns einen ganzen Tag frei. Das ist unser selbst ernannter ‚Schlumpertag‘. Da gibt’s kein Handy, keinen Computer  und keine Termine. Beim täglichen Kochen kann ich auch gut entspannen. Und beim Garteln kommen mir neue Ideen.
Alexandra Rampitsch, TCM Ernährungsberatung Apfelbaum, Wolfsberg
Work-Life-Balance kann mannigfaltig sein. Doch eines ist mir dabei wichtig: Dass ich alles aus meiner inneren Überzeugung und mit großer Freude tun sollte. Das macht mich glücklich, steckt mein Umfeld an und hat nachhaltig positive Auswirkungen. Wenn die Arbeit zu viel wird, finde ich Balance durch Sport in der Natur.
Alexander Barounig, Ingenieurbüro für Geologie und Geotechnik, Ebenthal
Es gibt nichts Schöneres, als seinen Lebensinhalt selbst gestalten zu können und in einem Umfeld zu arbeiten, das sein Ureigenstes ist. Bei mir ist das die Musik. Wenn Arbeit Spaß macht, sind Beruf und Privates stark miteinander ver­woben. Die Wochenenden gestalte ich sehr bewusst und im Sommer habe ich zwei Wochen Betriebsurlaub, da bin ich offline.
Walter Brunner, Musikfachhandel ProMusic, St. Veit an der Glan
Ich habe mir beim Einstieg in die Selbstständigkeit Gedanken über die Work-Life-Balance gemacht. Bis jetzt hat meine Planung gut funktioniert. Mein Tipp: Freizeitaktivitäten im Terminkalender eintragen und diese ernst nehmen. Arbeit nicht mit in den privaten Raum nehmen. Wer von zu Hause aus arbeitet, sollte einen eigenen Arbeitsbereich einrichten.
Christine Ploner, Stärken-Schmiede Coaching, Dellach
Vor 23 Jahren startete ich als EPU im Keller meines Wohnhauses, heute habe ich auch Mitarbeiter. Von der ersten Stunde an habe ich auf die Einhaltung der Geschäftszeiten wert gelegt. Ich gehe drei- bis viermal in der Woche laufen und habe gelernt, Nein zu sagen. Um Erfolg zu haben, muss man von dem, was man macht, zu 100 Prozent überzeugt sein.
Karl Oberländer, Das Rad, Maria Rojach
Es ist nicht einfach, Firma, Familie und Haushalt unter einen Hut zu bringen. Es geht nur mit Flexibilität. Ich komme meinen Kunden bei den Terminen entgegen und bin bei Bedarf auch einmal am Abend oder samstags für sie da. Als Ausgleich nehme ich mir wann anders eine Auszeit. Die freie Zeiteinteilung schätze ich an der Selbstständigkeit.
Hildegard Kusternik, Änderungsschneiderei, Velden

Sieben Anregungen für ein entspanntes Leben

  • Handyfreie Zone – Sperrgebiet auf Zeit. Beim Frühstück, Essen oder Hängemattendösen ist das Handy tabu. Damit bekommt man Abstand von der Arbeit und wird nicht immer wieder vom Klingeln oder Vibrieren aus dem Gespräch oder Gedanken gerissen.
  • Fixpunkte schaffen – einen fixen Termin mit sich selbst oder der Familie ausmachen. Altbewährter Tipp, aber noch immer wirksam.
  • Familienkalender mit verbindlichen Terminen anlegen. So kann sich jeder auf etwas freuen und es kommt zu weniger Miss­verständnissen, weil klar ist, wann mit einem „zu rechnen“ ist oder nicht.
  • Auf das reale soziale Netzwerk – abseits der Arbeit – nicht vergessen. Dazu zählen Freunde oder Sportkollegen.
  • Auf das leibliche Wohl achten. Nicht nebenbei essen, sondern bewusst und kontrolliert.
  • Mit sich selbst beschäftigen. Bin ich glücklich? Habe ich genug Zeit für mich? Was sind meine Ziele – privat und beruflich? Geht es in die richtige Richtung?
  • Drehe ich mich mit meinen Gedanken immer im Kreis? Dann brauche ich vielleicht externe Hilfe, um mir über einige der Fragen klar zu werden. 

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