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Altes Handwerk neu gelebt

Das Wissen alter Handwerkskunst wird oft über Generationen weitergegeben. Am Villacher Jakobimarkt bekommt man einen Einblick.

Villach, Jakobimarkt, Unternehmen, Kärnten, Stroj, St. Egyden
© KK/Egger In der Familie Stroj aus St. Egyden hat das Schuhmacher-Handwerk Tradition. Ernst junior (links) hat das Familienunternehmen von Vater Ernst als sechste Generation übernommen.

Seit mehr als drei Jahrzehnten steht der Montag in der Villacher Brauchtumswoche im Zeichen des Jakobimarktes. Dort kann man fast vergessene Handwerkskünste entdecken und den Spezialisten bei der Arbeit zusehen. In vielen Betrieben wird das Wissen seit Generationen vererbt. „Früher gab es in unserem Ort drei Schuhmacherbetriebe. Ich bin froh, dass mein Sohn unser Handwerk weiterführt“, sagt Ernst Stroj senior stolz. Rund sechs Monate wartet man derzeit auf ein Paar Schuhe aus der Manufaktur der Familie Stroj.

Ebenfalls in der Familie hat Vergolderin Monika Kapeller ihre Fertigkeiten erlernt. Sie hat sich auf die Restauration von Figuren spezialisiert. „Es braucht 18 Arbeitsschritte bis eine Figur vergoldet ist. Die Arbeitsmittel dafür stelle ich bis auf das Blattgold nach alten Rezepten selbst her“, erzählt Kapeller. Das verwendete Blattgold ist so dünn, dass man aus dem Gold eines Doppeldukaten einen lebensgroßen Reiter und sein Pferd vergolden kann.

Ein Meister seines Faches ist Spengler Friedrich Reinbold aus Friesach. Neben klassischen Spenglerarbeiten werden in seiner Werkstätte auch Trachtenschmuck und maßstabsgetreue Modellflugzeuge aus Metall hergestellt. „Mir ist es wichtig, junge Menschen für unseren Beruf zu beigeistern. Deshalb bilden wir  laufend Lehrlinge aus“, sagt Reinbold.

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