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Alte Hölzer und neue Trends

Ein Doppeljubiläum gibt es in der Bio-Holzhandels- und Trocknungs GmbH zu feiern: Seit 30 Jahren gibt es den Betrieb und seit zehn Jahren führt Harald Sadovnik  das Unternehmen in eine nachhaltige Zukunft.

Harald Sadovnik ist der Geschäftsführer der Bio-Holzhandels- und Trocknungs  GmbH in Blasnitzen bei Eisenkappel. Das neue Bürogebäude (rechts) wurde im Vorjahr bezogen.
© Florian Mori Harald Sadovnik ist der Geschäftsführer der Bio-Holzhandels- und Trocknungs GmbH in Blasnitzen bei Eisenkappel. Das neue Bürogebäude (rechts) wurde im Vorjahr bezogen.

In Blasnitzen 19 in Bad Eisenkappel kommt man nicht zufällig vorbei. Wer hier den Blinker setzt, ist auf der Suche nach einem begehrten Rohstoff. Hier ist der Dreh- und Angelpunkt für den weltweiten Handel mit Altholz. Genau darauf hat sich Harald Sadovnik in den vergangenen fünf Jahren spezialisiert. Als der gelernte Maurer das Familienunternehmen 2012 von seinem Vater übernahm, war noch der Import und Export von Laubholzprodukten vorherrschend. „Das hat sich vollkommen gewandelt. Altholz, ob Fichte oder Eiche, liegt absolut im Trend. Auf diesen Zug sind wir aufgesprungen“, erzählt der Holzliebhaber. 

Nahezu 100 Prozent seiner Kunden sind außerhalb Kärntens zu finden. Aus Amerika oder Südkorea fliegen sie nach Wien ein und pendeln nach Unterkärnten, um sich selbst ein Bild vom Angebot vor Ort zu machen. Auf einer Fläche von rund drei Hektar lagern bis zu 500 Jahre alte Balken, Böden, Blockwände und Bretter. Das Altholz stammt Großteils von Häusern, Mühlen und Ställen. Partner in ganz Europa suchen nach geeigneten Objekten, bauen sie ab und beliefern den Bio-Holzhandel. „Meine Aufgabe ist es dann, die Ware zu sichten, zu bewerten, in Kategorien zu unterteilen und letztlich in die gewünschte Form des Kunden zu bringen“, erzählt der Geschäftsführer. Dabei hat er die Unterstützung von über 20 Mitarbeitern, aufgrund der Grenznähe mehrheitlich aus Slowenien. Danach verlässt das Altholz Kärnten wieder, um dem Zielort nach der Veredelung meist als Böden, Stiegen oder Möbel neues Leben einzuhauchen. Zu den Raritäten des Hauses zählen aber auch antike Sandsteine und

Weinpressen, die gerne als Bar oder Empfangstheken in Szene gesetzt werden. 
Nachfrage und Preis für Altholz steigen weiterhin. Wenig verwunderlich, dass vor allem in Luxus-Chalets und Villen der Werkstoff aus Eisenkappel zum Einsatz kommt. Damit sich auch regionale Häuslbauer ein Designermöbel anschaffen können, wurde 2019 auf dem Firmengelände ein Schauraum eingerichtet. Unter der Bezeichnung „History & Style“ wird hier vom Couchtisch über die Sitzgarnitur bis hin zur Wandverkleidung sichtbar, was alles möglich ist. Neben dem Kauf von Fertigprodukten gibt es die Möglichkeit, einen Plan für ein Wunschobjekt zu erstellen, welches dann von externen Firmen produziert wird.

Nachhaltig über Generationen

In der Natur der Sache liegt dabei der Recyclinggedanke. „Alles, was wir anbieten, wurde bereits genutzt. Ein Baum, der vor 300 Jahren gefällt und zu einer Wand verarbeitet wurde, bekommt heute als Tisch eine völlig neue und wiederum langlebige Funktion“, berichtet Sadovnik. Auch das Holz, das qualitativ nicht passt oder in der Produktion anfällt, wird zu Hackgut verarbeitet und weiterverkauft. Wie nachhaltig das Unternehmen wirklich wirtschaftet, lässt der naturverbundene Unternehmer aktuell in einer Studie von Förstern berechnen. 

Alles hat ein Ende, auch das Altholz

Und auch wenn die Produkte scheinbar für die Ewigkeit gemacht sind, so ist es der Werkstoff selbst nicht. Die große Nachfrage hat dazu geführt, dass sehr viel Altholz bereits abgebaut und weiterverarbeitet wurde. „Diese Häuser wachsen ja nicht nach, was weg ist, ist weg und somit hat auch mein Produkt ein Ablaufdatum“, ist sich Sadovnik bewusst. Angst vor der Zukunft habe er aber keine. Die nächsten zehn bis 15 Jahre sei genügend Grundmaterial vorhanden und wer weiß, welcher Trend sich bis dahin durchsetzen kann.


Ausgabe 13 der "Kärntner Wirtschaft". 

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