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80 Prozent der Kärntner Betriebe in Gefahr

Eine aktuelle Umfrage unter Kärntens Freizeit- und Sportbetrieben sowie Kino-, Kultur- und Vergnügungsbetrieben zeigt: „Viele stehen vor dem Ruin, die gesamte Freizeitwirtschaft leidet“, alarmieren Petritsch, Wankmüller und Malle.

Wie angespannt die Situation der Freizeit- und Sportbetriebe sowie Kino-, Kultur- und Vergnügungsbetriebe ist, zeigt eine Umfrage der WK-Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft.
© AdobeStock/Trailbomber
Wie angespannt die Situation der Freizeit- und Sportbetriebe sowie Kino-, Kultur- und Vergnügungsbetriebe ist, zeigt eine Umfrage der WK-Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft. „Wenn wir die Lockdown-Zeiten zusammenzählen, dann müssen wir mittlerweile seit acht Monaten unsere Kunden quasi aussperren. Die finanziellen Reserven sind aufgebraucht“, berichtete Spartenobmann Josef Petritsch bei der heutigen Online- Pressekonferenz. Andy Wankmüller, Fachgruppenobmann der Freizeit- und Sportbetriebe spricht von einer Katastrophe: „Die Stimmung in der Branche ist extrem schlecht und ohne schnelle Hilfe, werden viele Unternehmen nicht mehr öffnen können.“

Die Ergebnisse der Umfrage zeichnen ein klares Stimmungsbild:

  • 80 Prozent der Befragten befürchten, ihren Betrieb für immer schließen zu müssen. Sie geben an, dass ihr Betrieb durch Weiterführung des Lockdowns in seiner betriebswirtschaftlichen Existenz gefährdet ist und die derzeitigen finanziellen Unterstützungen nicht ausreichen.

„Wir müssen diese Zahl ernst nehmen“, mahnte Petritsch. „Die anhaltende Unsicherheit verursacht, dass zwischen 30 und 50 Prozent der Kunden abwandern oder ihre Abos kündigen“, so Wankmüller. Er fordert „eine Gleichbehandlung der gewerblichen Betriebe mit Vereinen“. Wankmüller erinnerte: „Schon bald wird kontrolliertes Outdoor-Training auf Vereinsebene wieder möglich sein – das muss uns auch gestattet werden.“

Schnelle Umsetzung des Impfplans & „Eintrittstesten“

Im Impfen und Eintrittstesten sehen die Branchenvertreter den Schlüssel zu kontrolliertem Aufsperren. Der Wunsch: Die Mitarbeiter und Unternehmer in Tourismus- und Freizeitbetrieben sollen innerhalb der Phase 3 des nationalen Impfplanes prioritär behandelt werden.

Die Umfrage in der Branche zeigt:

  • Über 70 Prozent der Befragten würden sich definitiv impfen lassen und sind davon überzeugt, dass die rasche Umsetzung des Impfplanes ein dauerhaftes Offenhalten der Betriebe sichert.

Das sieht auch Markus Malle, Vorsitzender der Fachvertretung Kino-, Kultur- und Vergnügungsbetriebe, so: „Bei der Umsetzung der Impfstrategie fehlt noch immer der Zug zum Tor, dabei ist das ein entscheidender Faktor wie sich unser Wirtschaftsstandort entwickeln wird.“ Bis zur Durchimpfung seien Covid-19-Tests die größte Chance für Betriebe. Malle: „Das Testen wird in nächster Zeit zu einem integralen Bestandteil unseres gesellschaftlichen Lebens. Allerdings braucht es dringend praktikablere Lösungen.“ Laut Malle brauche es eine Teststrategie, die so niederschwellig als möglich ansetzt. „Wer sich testen lassen will, muss das schnell und unkompliziert tun können – ohne Anmeldung, ohne Wartezeit, ohne Kosten“, fordert er. „Dafür sind Selbsttests ideal geeignet – nun müssen diese nur noch offiziell anerkannt werden.

  • 67 Prozent der befragten Kino-, Kultur- und Vergnügungsbetriebe unterstützen Malles Forderung nach Anerkennung der Selbsttest und würden einen „Eintrittstest“ für ihren Betrieb akzeptieren. Bei den Freizeit- und Sportbetriebe sind sogar 86 Prozent damit einverstanden.

Der Wichtigkeit von Bewegung ist sich die Regierung offenbar nicht bewusst, so die Kritik. „Die Sport- und Freizeitbetriebe sind die Gesundheitsförderer der Gesellschaft: Sie leisten einen wesentlichen Beitrag zur körperlichen und geistigen Gesundheit“, ist Obmann Wankmüller überzeugt. „Fitnessstudio, Kletterhalle, Reitbetriebe, Tanzschule – das sind nur vier Beispiele von vielen. Die Menschen müssen endlich wieder die Freiheit haben, ihren Hobbys nachgehen zu können.“

Finanzielle Hilfe

Die Hilfsmaßnahmen der Bundesregierung werden grundsätzlich gut in Anspruch genommen. „Um den Fortbestand der Betriebe zu sichern, brauchen wir schnelle Hilfe“, betonte Spartenobmann Petritsch. „Ohne zusätzlicher Liquidität wird der Neustart für viele kaum zu stemmen sein.“

Die Erhöhung des Ausfallsbonus von 15 auf 30 Prozent für März wurde am Mittwoch, 10. März, von der Regierung beschlossen. „Das ist ein wichtiger und hilfreicher Schritt, bewahrt uns aber nicht davor, weitere Schritte zu setzen“, so Wankmüller.

Eine wesentliche Unterstützung der Freizeitbranche wäre die Mehrwertsteuersenkung auf fünf Prozent analog zu Gastronomie, Hotellerie und den Kulturbetrieben. „Es ist völlig unverständlich, warum dies nicht für die gesamte Tourismuswirtschaft gelten sollte“, meinte Wankmüller. „Wir fordern hier eine Gleichstellung, so dass auch unsere Betriebe die 5-Prozent-Mehrwertsteuerregelung nutzen können.“

Andy Wankmüller ließ noch mit einem weiteren Vorstoß aufhorchen: „Aus meiner Sicht sollten Kosten für Kurse in gewerblichen Betrieben in der Arbeitnehmerveranlagung geltend gemacht werden können. Immerhin ist körperliche Betätigung förderlich für die gesamte Gesundheit. Sind Körper und Geist fit, hat das einen positiven Effekt, der sich wiederum gut auf die Arbeitsleistung auswirkt.“

Rückfragen
Wirtschaftskammer Kärnten
Fachgruppe Freizeit- und Sportbetriebe
Mag. Angelika Plösch
T 05 90 90 4-620
E angelika.ploesch@wkk.or.at

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