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30 Stunden arbeiten bei vollem Entgelt: Kein Modell für die Gastronomie

Ein klares Nein zu einer generellen Arbeitszeitverkürzung bei vollem Gehalt kommt von der WK-Fachgruppe Gastronomie.

Die Gastronomen lehnt eine generelle Arbeitszeitverkürzung bei voller Entlohnung.
© WKK

Weniger Arbeitsstunden für dasselbe Gehalt: Neue Entlohnungsmodelle sind derzeit in aller Munde. Dabei handelt es sich um Überlegungen, die vielleicht in Produktionsbetrieben umgesetzt werden könnten - im Tourismus sei dies aber kein Thema, sagt Stefan Sternad, Obmann der WK-Fachgruppe Gastronomie: „Bei unserer Arbeit steht der Gast im Mittelpunkt. Der persönliche Kontakt mit dem Gast ist der Schlüssel zum Erfolg im Tourismus.“

Gastronomie belohnt Mitarbeiter auf andere Art

In der Gastronomie würden viele andere Möglichkeiten genutzt, um Mitarbeiter für ihre Arbeit zu belohnen – angefangen bei Saisonkarten für Strandbäder über kostenlose Verpflegung und Unterbringung bis hin zu Bonusmodellen bei der Entlohnung. „Ich kenne viele Betriebe, die ihre Mitarbeiter auf kreative Art und Weise an das Unternehmen binden und begeistern“, so Sternad. Selbstverständlich stehe es jedem Betrieb frei, seine Mitarbeiter auch in Form der 30-Stunden-Regelung zu entlohnen, „denn jeder Betrieb ist für sich selbst verantwortlich. Ein Zukunftsmodell, das jedem Gastronomiebetrieb übergestülpt werden kann, ist das aber sicher nicht.“

25 Prozent Arbeitszeit generieren 75 Prozent der Umsätze

Aus betriebswirtschaftlicher Sicht ist das Modell „30 Stunden arbeiten für 100 Prozent des Lohns“ in der Gastronomie kaum umsetzbar. „Wir stehen vor der Herausforderung für unsere Gäste geöffnete Betriebe bereit zu halten, die Umsätze werden jedoch nur in einem Bruchteil der Zeit erwirtschaftet: In 25 Prozent der gesamten Arbeitszeit, werden 75 Prozent der Umsätze generiert. Sollen wir nach den Überlegungen der Gewerkschaft dann unsere Betriebe auch zehn Stunden weniger offenhalten?“, rechnet Sternad vor. 

Mehr Flexibilität bei der Arbeitszeit

Gelöst werden könne dieser gordische Knoten nur durch mehr Flexibilität in der Arbeitszeitgestaltung. „Es ist nicht einzusehen, warum Mitarbeiter nicht bessere Möglichkeiten für die Arbeitszeiteinteilung bekommen. Wenn jemand seine 40 Stunden in drei Tagen abarbeiten möchte: Wieso nicht! Für andere passt es wieder besser, wenn die 40 Stunden auf sechs Tage aufgeteilt werden. Beide Modelle sollten möglich sein. Wenn es Arbeitsmöglichkeiten gibt, die sowohl den Arbeitnehmern als auch dem Betrieb zum Vorteil gereichen, warum nicht?“, sagt der Fachgruppenobmann. Er hofft darauf, dass die Politik die Notwendigkeit von Anpassungen erkennt: „Die Zeiten ändern sich gewaltig. Wir stehen vor neuen Herausforderungen – und können darauf nicht die alten Antworten geben. Was wir brauchen, sind neue Lösungen und Modelle.“

Keine Arbeitszeitverkürzung in der Gastronomie

Eine generelle Arbeitszeitverkürzung bei voller Entlohnung lehnt Sternad klar ab. „So funktioniert der Tourismus nicht. Mit solchen Modellen würden wir die standardisierte Gastronomie fördern und die für die Finanzierung notwendigen Preissteigerungen wären für die Gäste inakzeptabel. Die gegenwärtigen Preise in der Gastronomie lassen bei der Steuerbelastung auf Waren und Dienstleistung nur eine Weitergabe an den Endkunden zu!  Deshalb gibt es von unserer Seite ein klares Nein zu einer generellen Arbeitszeitverkürzung.“ 

Rückfragen:
Wirtschaftskammer Kärnten
Fachgruppe Gastronomie
Mag. Guntram Jilka
T 05 90 90 4-610
E guntram.jilka@wkk.or.at

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