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„Speed Dating“ als Pilotprojekt von Elektrobranche und HTL Mössingerstraße

Österreichweit zum ersten Mal fand ein „Speed Dating“ für HTL-Schüler und Kärntner Elektrounternehmen in Klagenfurt statt. Sechs Betriebe und 50 Schüler lernten sich dabei kennen und knüpften Kontakte für die (berufliche) Zukunft.

Zahlreiche Gespräche wurden beim ersten „Speed Dating“ an der HTL Mössingerstraße geführt.
© WKK/Peter Just Zahlreiche Gespräche wurden beim ersten „Speed Dating“ an der HTL Mössingerstraße geführt.
Über die Zusammenarbeit von Schulen und Unternehmen wird oft gesprochen, konkrete Projekte gibt es aber (noch) wenige. Umso bedeutender ist das Pilotprojekt, das die Landesinnung der Kärntner Elektrotechniker und die HTL Mössingerstraße gestartet haben: In der Klagenfurter Schule fand diese Woche das erste „Speed Dating“ für Schüler und Betriebe statt. Innerhalb von drei Stunden haben sich dabei 50 interessierte Schülerinnen und Schüler sowie sechs Kärntner Elektro-Unternehmen kennengelernt.

Das Fazit war von beiden Seiten positiv: Die Unternehmer berichteten von sehr motivierten und gut vorbereiteten Schülern, die Schüler waren von dem konkreten Interesse der Betriebe sowie Angeboten für Praktika und künftige Jobs begeistert.
„Wir haben uns damit auf neues Terrain begeben und wussten nicht, wie das Format bei den Beteiligten ankommen würde. Umso schöner ist es zu sehen, wie positiv das Feedback von allen Seiten ist“, freut sich Klaus Rainer, Landesinnungsmeister der Kärntner Elektrotechniker. Mit dem „Speed Dating“ wurde ein völlig neues Format geschaffen, das es in dieser Form in ganz Österreich noch nicht gab.

Ähnlich wie bei einer Jobbörse setzen sich dabei Schüler und Unternehmer an einen Tisch, Bewerbungsunterlagen werden ausgetauscht, informelle Bewerbungsgespräche geführt. Im Unterschied zu einer Jobbörse ist das Ziel aber nicht, gleich konkrete Jobs zu vergeben. „Natürlich knüpfen wir erste Kontakte und es wurden auch bereits Praktikumsplätze vergeben. In erster Linie geht es aber darum, dass zwischen Schülern und Betrieben bereits vor dem Abschlusszeugnis Gespräche geführt werden. Wir wollen die Zusammenarbeit von Schule und Wirtschaft verstärken, davon profitieren beide Seiten“, so Manfred Kuternig, Lehrlingsbeauftragter der Landesinnung der Elektrotechniker.

Auch künftig will man auf gemeinsame Projekte mit Unternehmen setzen, sagt Walter Auernig, Abteilungsvorstand für Elektrotechnik der HTL Mössingerstraße: „Uns ist es wichtig, möglichst wirtschaftsnah auszubilden und die Lehrinhalte an den Bedarf der Betriebe anzupassen. Und dazu gehört es auch, die Schülerinnen und Schüler mit der Wirtschaft in Kontakt zu bringen.“ Das „Speed Dating“ bezeichnet er als Herzensanliegen: „Es gibt kein vergleichbares Projekt einer HTL in Österreich mit Unternehmen. Ich finde es großartig, dass wir diesen neuen Weg gemeinsam gehen“, so Auernig.

Weitere Kooperationen sind bereits in Planung, auch das „Speed Dating“ soll in Zukunft wieder organisiert werden, so Manfred Kuternig: „Schließlich reicht es nicht, nur über den Fachkräftemangel zu reden, das bringt keinen von uns weiter. Wir müssen aktiv etwas tun und auf die Fachkräfte der Zukunft zugehen. Veranstaltungen wie diese sind der erste Schritt in die richtige Richtung.“

Rückfragen:
Wirtschaftskammer Kärnten
Landesinnung der Elektro-, Alarm- und Kommunikationstechniker
Mag. Manfred Zechner
T 05 90 90 4 -150
E manfred.zechner@wkk.or.at

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