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„Mit Strategie und Beratung auf Erfolgspur im E-Commerce“

Christine Müller, Gremialgeschäftsführerin des Versand-, Internet- und allgemeinen Handels in der Wirtschaftskammer, ist im Online-Shopping daheim. Mit uns spricht sie über Digitalisierung, Qualität und Qualifikation und sie verrät uns, warum ihrer Meinung nach ein Onlineshop zur Ausstattung für viel Händler werden sollte.

Christine Müller
© WKK

Unternehmerpost: E-Commerce in Kärnten - shoppen unsere Landsleute lieber im Store oder online?

Christine Müller: Ich würde sagen, sowohl als auch. Aber – und das ist der wichtige Punkt – das Konsumentenverhalten ändert sich. Shopping wird immer mehr zum Erlebnis und ist durch mobile Endgeräte überall möglich. Ist einem im Wartezimmer gerade fad, shoppt man halt ein neues Shirt. Oder gibt’s das gewünschte Werkzeug im Baumarkt ums Eck nicht lagernd, dann kauft man es eben online. Gerade die Smartphone-Shopper nehmen zu. 38 Prozent mehr Menschen in der Altersgruppe 30 bis 39 haben heuer ihr Handy als Onlineshoppingmöglichkeit genutzt. Österreichweiter werden bereits 530 Millionen Euro beim Smartphone-Shopping umgesetzt.  

Das ist jede Menge. Aber sind unsere Händler schon alle onlinefit?

Immer mehr erkennen, dass sie die Präsenz und Sichtbarkeit im Netz brauchen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. „Handel im Wandel“ ist nicht nur ein Schlagwort, sondern definiert die dynamischen Entwicklungen im Kärntner Einzelhandel. Einerseits bietet sich durch die Möglichkeit von „Click & Collect“ eine wirkliche Chance. Der Kunde kann online stöbern und reservieren, anprobiert, angesehen und gekauft wird die Ware dann im stationären Shop. Damit erspart sich der Shopper die Lieferkosten und den eventuellen Rückversand und der Händler kann in der persönlichen Beratung noch einmal punkten. Dadurch entsteht eine Bindung zum Kunden. Und andererseits eröffnet das World Wide Web einen weltweiten Markt und somit weltweites Kundenpotential. 

Wo sehen Sie die größten Hürden? 

Bei vielen Unternehmerinnen und Unternehmern ist es die Unsicherheit. Das Thema E-Commerce ist breit gefächert und hat extrem viele rechtliche Aspekte. Oft höre ich: „Ich weiß, ich muss, aber lassen mir die Großen überhaupt eine Chance?“. Da kann ich nur an alle Händler appellieren: Ja, unbedingt! Immer mehr Menschen achten darauf, was sie wo kaufen. Heimische Onlinehändler haben gute Chancen im Wettbewerb zu bestehen. Ihre Vorteile sind Regionalität, Nischenprodukte, spezielle Angebote und persönliche Beratung. Ich bin mir bewusst, dass Onlineshopping zum Teil auch ein Generationenthema ist. Gut, manche Traditionsbetriebe sind so gut im Geschäft, dass sie tatsächlich auf einen Webshop verzichten können. Worauf aber niemand mehr verzichten kann, ist eine Onlinepräsenz. Man sollte zumindest im Web zu finden sein, seine Geschäftszeiten und Kontaktdaten pflegen und auch sein Angebot definieren. 

Die Wirtschaftskammer unterstützt Händler auf ihrem Weg ins Netz bzw. steht Onlinehändlern mit Rat und Tat zur Seite. Erzählen Sie uns davon. 

Für uns sind vor allem fünf Punkte relevant: informieren, beraten, weiterbilden, vernetzen und fördern! Mit unserem Angebot möchten wir, dass die Kärntner Händler, egal ob Onlineneuling oder –profi, aufgeklärt sind und sich regelmäßig bei uns Updates holen können. Wir bieten Workshops rund um die Themen Marketing, Logistik oder Recht an und stehen in persönlichen Sprechstunden in Kooperation mit der UBIT für Fragen zur Verfügung. Ein besonderes Anliegen ist uns, dass wir Unternehmer zusammenbringen, um voneinander zu profitieren. Unsere Kernkompetenz liegt darin, dass wir wissen, welche Informationen die Unternehmer brauchen und so mit Experten weiterhelfen können. Außerdem beraten wir auch umfassend zu den möglichen Förderungen für einen Onlineauftritt. Mir persönlich ist aber wichtig, dass sich die Betriebe zuerst informieren und dann erst onlinegehen. 

Gerade vorhin haben Sie angesprochen, dass E-Commerce ein Generationenthema ist. Was tut sich in Sachen Händlernachwuchs? 

Genau da setzt der neue Schwerpunkt „Digitaler Verkauf“ im Lehrberuf Einzelhandelskaufmann/-frau ab heuer an: Die jungen „Digitalen Natives“ bekommen die Möglichkeit sowohl klassische und unerlässliche Kompetenzen, wie etwa Kundenbetreuung und  Fachwissen, mit ihrer digitalen Affinität zu verbinden. Für Unternehmer sind solche Lehrlinge eine Bereicherung und ihr Weg in eine digitale Zukunft. Infos zum neuen Lehrberuf gibt’s bei uns in der Wirtschaftskammer. Infos dazu und zum neuen Lehrberuf „E-Commerce-Kauffrau/mann“, der ab 2018 wählbar ist, gibt’s bei uns in der Wirtschaftskammer.

Vor kurzem hat die Sparte Handel der Wirtschaftskammer Kärnten die „Top of Webshop“-Awards verliehen. Wie fällt Ihr Resümee aus?

Großartig! Über 60 Webshops stellten sich dem Vergleich und das Niveau war wirklich beeindruckend. Wir haben Awards in Gold, Silber und Bronze in den Kategorien „Online Pure Player“, „Multichannel Webshops“ und „Start-up“ vergeben. Der „Top of Webshop“-Award wurde ins Leben gerufen, um unsere engagierten Kärntner Onlinehändler für ihre erstklassige Arbeit in der E-Commerce Branche zu belohnen. In diesem Jahr überzeugte die hochkarätige Jury Flying Tent, Kidway und Gedankenkraft. Die Veranstaltung hat mir gezeigt, dass so viele regionale Händler bereits die Herausforderung erfolgreich angenommen haben und sich durch den Wettbewerb auch selbst reflektieren. Ich hoffe, dass noch viele folgen werden, denn jeder, der sich im E-Commerce-Business anstrengt, ist ein Gewinner.

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