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"Geht's den Landwirten gut, geht's uns allen gut"

Vom Traktor über die Motorsäge bis hin zum Rasenmäher – bei Stumpf Landmaschinen in Grafenstein wird nicht nur verkauft, sondern seit 50 Jahren repariert.

© Peter Just An seinem 60. Geburtstag hat Gründer Augus­tinus Stumpf (rechts) den Betrieb an Sohn Elmar übergeben. Bis heute sind er und seine Frau aber als Ansprechpartner für Mitarbeiter, Kunden und natürlich ihren Sohn da.

Mit zwölf Jahren hat er seinen ersten Traktor eigenhändig repariert und verkauft, mit knapp 20 Jahren wurde er der jüngste Landmaschinentechniker-Meister und Schlosser-Meis­ter Kärntens – Elmar Stumpf, der Geschäftsführer von Stumpf Landmaschinen Grafenstein, wurde sein Job in die Wiege gelegt. Gegründet wurde das Familienunternehmen 1965 von seinem Vater Augustinus. Bis heute sind er und seine Frau als Ansprechpartner und Ratgeber vor Ort. „Was meine Eltern leisten, merke ich immer, wenn sie einmal nicht da sind und die Sachen nicht gemacht werden“, schmunzelt Elmar Stumpf. Die junge Generation selbstständig arbeiten zu lassen, war dem Senior-Chef, der pünktlich zu seinem 60. Geburtstag die Firma übergeben hat, schon immer besonders wichtig.

Die Grundsätze des Unternehmens haben sich kaum verändert: „Ein ehrliches Unternehmen braucht vor allem eines: Handschlagqualität“, betont Stumpf. Tradition und die Menschen stehen bei der Unternehmerfamilie im Fokus. Fast alle 27 Mitarbeiter sind schon seit ihrer Lehrzeit im Betrieb. Seit Gründung wurden bei Stumpf rund 160 Lehrlinge ausgebildet. „Oft haben sogar Vater und Sohn bei uns gelernt“, sagt Stumpf. Viele sind schon seit Generationen mit dem Be-trieb verbunden und gehören zur Familie.

Seit 2007 ist die Firma als selbstständiger Importeur gemeinsam mit sechs Gesellschaftern Inhaber der ACA-Group, dem Agrarclub Aus­tria. Über die Importgesellschaft wird jetzt der gemeinsame Einkauf und Auftritt sowie ein umfassendes Ersatzteile-Netzwerk genutzt. Ein Traktor besteht immerhin aus rund 10.000 Teilen. Rund 15.000 Teile für Traktoren, Mähdrescher und andere Landmaschinen sind bei Stumpf immer im Lager, speziellere Dinge sind innerhalb von 24 Stunden verfügbar. „Wir können auf den gesamten Bestand in Österreich zugreifen.“

Nicht nur Landwirte sind Kunden bei Stumpf

Als Familie sieht Stumpf auch seine Kunden – viele sind Stammkunden. Rund 3000 Traktoren in Kärnten und Osttirol werden von Grafenstein aus betreut. Die meis­ten sind Maschinen von Fendt, der Hauptmarke bei Stumpf. Bei Standardtraktoren liegt das deutsche Fabrikat mit einem Marktanteil von über zehn Prozent im oberen Bereich. Seit Juli 2016 sind auch finnische Valtra-Traktoren zu haben. „Wir sind für Kärnten und Osttirol zuständig – betreuen den Vertrieb und machen das Service. Dazu haben wir einen Servicetechniker, der auch direkt am Hof Reparaturen vornehmen kann, und einige Partnerbetriebe.“ Neben großen Maschinen gibt es eine eigene Motoristik-Abteilung mit drei Mitarbeitern: „Rasen­mäher, Motorsägen und Heckenscheren – damit sprechen wir auch Nicht-Landwirte an.“ Hauptkunden seien aber weiterhin Landwirte, Lohnunternehmer und die Gemeinden, so der Geschäftsführer. Grundsätzlich gelte: „Geht’s den Landwirten gut, geht’s uns auch gut.“ Immerhin kommt das Know-how auch aus der eigenen Familien-Landwirtschaft.

Täglich werden in Österreich rund 26 Traktoren zugelassen, vor zehn Jahren war es fast die fünffache Menge. Vor allem die Zahl der Kleinbetriebe und Nebenerwerbsbauern geht zurück. Trotz negativer Stimmung bleibt Stumpf optimistisch. „Wir planen die Werkstätte umzubauen – die Traktoren werden größer und wir brauchen  Platz. Aber alles zu seiner Zeit.“


Interview mit dem Geschäftsführer Elmar Stumpf

Elmar Stumpf ist seit 1999 Chef des Familienbetriebs, in dem er auch seine Lehre absolviert hat.
© Peter Just Elmar Stumpf ist seit 1999 Chef des Familienbetriebs, in dem er auch seine Lehre absolviert hat.

Wie wichtig sind Mitarbeiter für das Unternehmen?

Elmar Stumpf: Gute und motivierte Mitarbeiter sind das Kapital eines jeden Unternehmens. Sie sollten mit Freude bei der Arbeit sein. Ich bin sehr froh, dass wir so tolle Mitarbeiter haben, auf die man sich immer verlassen kann. Viele sind schon seit Jahren im Betrieb und gehören zur Familie. Unsere Buch­halterin ist seit 45 Jahren dabei, andere Mitarbeiter haben gerade ihr 30- und 38-jähriges Jubiläum gefeiert

Sie sind auch als Ausbildungsbetrieb sehr aktiv?

Bei uns wurden über die Jahre rund 160 Lehrlinge ausgebildet – die meisten als Landmaschinentechniker. Die Lehrlinge kommen direkt aus den Landwirtschaftlichen Fachschulen zu uns. Alle Mitarbeiter werden aber auch weiter geschult. Fast drei Wochen jährlich ist jeder von ihnen im Werk in Deutschland. Man muss auf dem neuesten Stand bleiben.

Würden Sie in Ihrem nächs­ten Unternehmerleben etwas anders machen?

Nein, die Arbeit macht mir Spaß und in der Landtechnik gibt es so viel Abwechslung, dass mir nie langweilig wird: Von Ackerbau über Alm- und Forstwirtschaft bis hin zur Viehzucht. Die Gebiete und Ansprüche der Kunden sind sehr unterschiedlich.

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