th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht Twitter search print pdf mail linkedin google-plus Facebook whatsapp arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home icon-gallery Flickr Youtube Instagram pinterest skype vimeo snapchat
news.wko.at
Mein WKO

„Erfolg kommt von Identifikation mit dem Ziel“

Jeder Mensch hat Ziele. Wie man sie am besten erreicht, damit beschäftigt sich der psychologische Berater und Coach Andreas Winter. Er ist überzeugt davon, dass man sich für den Erfolg mit dem Ziel identifizieren können muss.

Ines Tebenszky
Andreas Winter unterstützt Menschen auf dem Weg zum Erfolg, auf dem sie sich oft erst klar werden müssen, warum sie ein Ziel erreichen wollen
© KK Andreas Winter unterstützt Menschen auf dem Weg zum Erfolg, auf dem sie sich oft erst klar werden müssen, warum sie ein Ziel erreichen wollen.

„Kärntner Wirtschaft“: „Wer es einmal zu etwas bringen möchte, muss hart arbeiten.“ Deckt sich dieser weit verbreitete Glaubenssatz mit Ihrer Vorstellung vom Weg zum Erfolg?
Andreas Winter: Nein, denn das genaue Gegenteil ist der Fall. Wer hart arbeitet, aktiviert im Gehirn ganz andere Areale, als wenn man mit Leidenschaft bei der Sache ist. Jene Teile, die etwa für die Kreativität zuständig sind, werden dabei unterdrückt, Ressourcen können deshalb nicht ausgenützt werden. Ein Beispiel: Jemand, der Klavierspielen lernen muss, wird es mit Disziplin schaffen. Er wird aber nie so virtuos spielen wie jemand, der das Klavierspielen liebt. Wer also mit Begeisterung etwas tut, wird es viel erfolgreicher tun.

Wovon hängen Erfolg und Spitzenleistung also ab? 

Das hängt von der Identifikation mit dem Ziel ab. Ich muss mir darüber klar werden, warum ich ein Ziel erreichen möchte, also das Ziel hinter dem Ziel kennen. Wenn jemand mehr Geld verdienen möchte, muss er sich fragen warum? Weil er ein größeres Haus haben möchte. Warum? Damit man im Haus nicht ständig aufeinanderhocken muss. Das würde dann bedeuten, dass man mehr Freiraum für sich braucht. Das Ziel ist nun bekannt und man kann unter Umständen einen gänzlich anderen Weg einschlagen, der noch dazu viel nachhaltiger zum Erfolg führt.  

Was macht es oft dennoch schwierig, den Weg zum Ziel zu verfolgen?
Wenn sich jemand selbstständig machen will, um seine Kreativität auszuleben, ist er meist sehr rasch mit vielen „Ja, abers“ konfrontiert: Ja, aber da brauchst du einen Kredit, ja, aber da gibt es Konkurrenz. Darauf darf man sich nicht fokussieren. Es ist wie bei einem Kind, das laufen lernt: Das sieht etwas und dort will es hin. Es denkt weder daran, welche Muskelgruppen es dafür braucht, noch daran, dass es sich bei einem Sturz das Genick brechen könnte. Wenn man als Erwachsener etwas wirklich will, übernimmt das Gehirn die Risikoverwaltung und dann funktioniert das auch.

Gibt es dafür so etwas wie eine Erfolgsformel?
Identifiziere dich mit deinem Ziel! Und wir müssen gut über uns denken und reden – das ist etwas, das vielen aberzogen wurde. Kompetenz zu haben alleine reicht nicht aus, man muss auch sagen, was man kann. Denn es wird immer jemanden geben, für den das wichtig ist – jeder hat einen Platz in der Gesellschaft. Einer löst gerne Probleme und wird vielleicht Coach wie ich, andere passen gerne auf Hunde oder Katzen auf oder sortieren Briefmarken mit Begeisterung. 

Sie sagen, wer ein Ziel erreichen will, muss loslassen können. Wie ist das zu verstehen?
Wer ein Ziel hat, braucht auch das Selbstvertrauen, es zu erreichen. Loslassen bedeutet in diesem Fall nicht, die Kontrolle abzugeben, sondern das nötige Selbstvertrauen zu haben – dann kommt das Erreichen automatisch. In meiner Coachingpraxis habe ich dazu eine Übung, die immer gelingt: Ich lasse die Menschen mit verbundenen Augen einen Pfeil auf eine Zielscheibe abfeuern – und sie treffen. Warum? Weil sie zuvor schon das Ziel anvisieren. Niemand kann neben dem Pfeil herlaufen und den Kurs kontrollieren. 

Was passiert, wenn man sein Ziel erreicht hat?
Dann wartet das nächste Ziel. Der Weg, das Ziel zu erreichen, ist mit Glücksgefühlen gepflastert, deshalb wird man immer neue Ziele haben. Mein Ziel war es einmal, zehn Bücher zu schreiben, mittlerweile sind es 21. Ich bin ein bescheidener Mensch, aber ich liebe es, mich zu entfalten.


Dieses Interview erschien in Ausgabe 26/27 der "Kärntner Wirtschaft".

Das könnte Sie auch interessieren

  • Im Gespräch mit
Mit dem Tag der Arbeitgeber soll Bewusstsein für die bedeutende Rolle der Unternehmer geschaffen werden. „Unternehmer sind ursächlich für Arbeitsplätze, Einkommen, Steuern und Wohlstand“, betont WK-Präsident Jürgen Mandl.

Starke Betriebe für einen starken Lebensstandort

Auch heuer ruft die Wirtschaftskammer Kärnten den 30. April zum Tag der Arbeitgeber aus. WK-Präsident Jürgen Mandl im Gespräch über die Institutionalisierung einer guten Idee und ein unternehmensfreundlicheres Kärnten. mehr

  • Im Gespräch mit
Sabine Dietrich weiß, wie man Veränderungen wirksam managen kann.

„Mitarbeiter bei Veränderungen ins Boot holen“

Dass nicht jedes Jahr ein neuer Trend wie eine Sau durchs Management-Dorf getrieben wird, dafür setzt sich Unternehmensberaterin Sabine Dietrich ein. Sie plädiert dafür, Probleme mit Bedacht zu lösen und dabei nicht die Mitarbeiter zu vergessen. mehr