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(K)ein Vergnügen ohne Steuern

Die Vergnügungssteuer sei nicht mehr zeitgemäß. In Wien wurde sie bereits abgeschafft – in Kärnten wird jetzt diskutiert.

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© Unsplash/Aaron Burden Nicht nur im Vergnügungspark kommt die Vergnügungssteuer zum Tragen. Die WK Kärnten fordert ein Ende der bürokratischen Last.

Sie ist ein fast 100 Jahre altes Relikt, bereitet den wenigsten ein Vergnügen und jetzt soll es ihr an den Kragen gehen: Die Vergnügungssteuer steht wieder in Diskussion.
Das Bundesgesetz geht auf das Jahr 1921 zurück und erregt heute mehr denn je die Gemüter von Veranstaltern und Touristikern. Nicht zuletzt rückläufige Einnahmen haben die antiquierte Abgabe wieder ins Gerede gebracht. Sie koste viel mehr als der Verwaltungsaufwand, sei für die Kommunen bestenfalls eine Bagatellsteuer, wirke sich auf einzelne Unternehmen aber sehr wohl als Belastung aus.

Volkmar Fussi, Sprecher der Kärntner Werbewirtschaft, setzt sich für das gänzliche Abschaffen der Vergnügungssteuer ein. „Gerade für ein Tourismusland wie Kärnten ist sie ein unnötiger Klotz am Bein.“ Veranstaltungen zu besteuern, die bei Gästen wie Einheimischen für gute Stimmung und unvergessliche Momente sorgen, sei nicht der richtige Weg. Wien habe zu Jahresbeginn die Vergnügungssteuer abgeschafft – ein klares Bekenntnis für eine lebendige Stadt, zu der nun einmal Veranstaltungen gehörten.

Das „Vergnügen ohne Steuern“ wurde auch im vergangenen Wirtschaftsparlament der WK Kärnten in einem eigenen Antrag behandelt. Neben den Argumenten Tourismusgesinnung und Jugendkultur wurde dabei auch auf die Ineffizienz der Vergnügungssteuer hingewiesen, die auch der Rechnungshof attestiert. So ist das Kontrollorgan zum Schluss gekommen, dass „die Kosten der Kontrolltätigkeit zur Sicherung des Aufgabeneinkommens und Erzielung einer Präventivwirkung höher waren als die aufgrund dieser Kontrollen vorgeschriebenen Vergnügungssteuer“.

Für viele Veranstalter in Kärnten, für Schausteller, Kinobetreiber oder Gastronomen und Hoteliers ist die Besteuerung des Vergnügens ein zusätzliches Ärgernis in der ohnehin überbordenden Bürokratiearbeit. Für Fussi ist jedenfalls klar: „Dieses Relikt, das Betriebe unnötig belastet, muss ganz rasch abgeschafft werden.“ 


Meinungen zur Vergnügungssteuer

In anderen Bundesländern wurde die Vergnügungssteuer bereits abgeschafft. Kärnten sollte hier gleichziehen. Für uns als Schausteller ist die Belastung besonders hoch, da auf jede Veranstaltung andere Tagessätze erhoben werden, auch abhängig davon, ob wir mit einer Hupfburg oder einem Autodrom vertreten sind. Die Steuer ist nicht mehr zeitgemäß.
Monika Pötscher, Pötschers Vergnügungsbetriebe, St. Veit/Glan
Die Steuer ist eine unnötige Belastung und ein Hindernis für den heimischen Tourismus und die Wirtschaft. Der administrative Aufwand ist enorm. Kleinere Veranstaltungen, wie sie von Land­gasthäusern organisiert werden, sind von dieser bürokratischen Hürde noch mehr betroffen. Das Wegfallen der Steuer würde ein kreatives Leben erleichtern.
Adolf Kulterer, Feine Küche Kulterer, Klagenfurt
Ich führe eine Werbe- und Veranstaltungsagentur und für uns ist die Vergnügungssteuer eine Katastrophe. Der Steuersatz ist in den Städten unterschiedlich hoch, was die Planung von Veranstaltungen beeinflusst. Auch der administrative Aufwand ist enorm und abzüglich aller weiteren Steuern bleibt am Ende des Tages nicht mehr viel an Einnahmen über.
Christian Smerietschnig, bigbang, Klagenfurt
Die Vergnügungssteuer ist für die Veranstalter im Lande alles andere als ein Vergnügen. Im Gegenteil, sie verteuert Veranstaltungen derart, dass viele erst gar nicht zustande kommen. Damit geht Wertschöpfung verloren –dieser Verlust wiegt mehr als die Gemeinden einnehmen. Daher setze ich mich mit Nachdruck für die Abschaffung der Steuer ein.
Volkmar Fussi, Werbeagentur Fussi, Klagenfurt


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