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Industriekonjunktur Burgenland – 1. Quartal

Burgenländische Industrie bleibt weiterhin vorsichtig optimistisch

Die burgenländischen Industriebetriebe zeigen eine weiterhin relativ optimistische Einschätzung der aktuellen Konjunktur auf immer noch hohem Niveau. Anzeichen einer weiteren leichten Abkühlung stellen sich jedoch bereits ein.
Glasscheiben, Zeichung, Hand, Diagramm
© Rainer Berg / Westend61 / picturedesk.com

Die aktuelle Geschäfts- und Auftragslage bei den burgenländischen Unternehmen zeigt sich entgegen dem bundesweiten Trend weitgehend stabil auf hohem Niveau. Auch die Geschäftslage in den nächsten Monaten wird trotz wachsendem Kostendruck aufgrund gestiegener Energie- und Rohstoffpreise weiterhin vorsichtig optimistisch gesehen. Unterstützt wird diese weiterhin relativ positive Einschätzung auch durch wichtige Maßnahmen der Bundesregierung zur Stärkung des Industriestandortes in den vergangenen Monaten.

Die Beurteilung der aktuellen Entwicklung bei den Auslandsaufträgen zeigte sich gegenüber dem vorigen Quartal etwas gedämpfter aber weiterhin auf hohem Niveau. Die zunehmende Vorsicht sei vor allem den protektionistischen Entwicklungen und den zahlreichen Unsicherheiten im internationalen Umfeld wie z.B. den weiterhin bestehenden Unklarheiten zum Brexit-Thema geschuldet.

Als Indikator für eine weitere leichte Abkühlung der Industriekonjunktur im Burgenland zeigt sich die etwas vorsichtigere Einschätzung der Beschäftigungsentwicklung. Mitverantwortlich dafür ist auch der gestiegene Kostendruck aufgrund der hohen Kollektivvertragsabschlüsse. Auch der Fachkräftemangel bleibt weiterhin ein aktuelles Thema.

Die Konjunkturumfrage des ersten Quartals 2019 im Detail

Die derzeitige Geschäftslage zeigt sich gegenüber dem Vorquartal ziemlich konstant. 76 Prozent (79) der Industriebetriebe bewerten sie immer noch als steigend, 24 Prozent (20) der Betriebe beurteilen sie als gleichbleibend stabil und niemand der Befragten (1) als fallend.

Auch der Auftragsbestand bleibt stabil. Von 76 Prozent (74) der befragten Unternehmen wird er weiterhin als steigend beurteilt. Wie im Vorquartal sehen 24 Prozent (24) eine gleichbleibende Entwicklung des Auftragsbestandes und niemand der Unternehmen (2) erwartet rückläufige Aufträge.

Die Beurteilung der Auslandsaufträge zeigt sich schwach optimistisch. 48 Prozent (64) gehen von steigenden Auslandsaufträgen aus. Während die Hälfte der befragten Betriebe, nämlich 51 Prozent (29) von einer gleichbleibenden Anzahl an Auslandsaufträgen ausgeht, erwartet 1 Prozent (7) der Befragten rückläufige Auslandsaufträge.

Bei den Verkaufspreisen in drei Monaten zeigt sich tendenziell ein konstantes Bild. 3 Prozent gehen (6) von steigenden Verkaufspreisen aus, 91 Prozent (85) der befragten Unternehmen erwarten stabile Preise und 6 Prozent (9) gehen von fallenden Verkaufspreisen aus.

Etwas rückläufig zeigt sich die Einschätzung des Beschäftigtenstandes in drei Monaten. 3 Prozent (17) der befragten Betriebe geht davon aus, dass in drei Monaten mehr Arbeitnehmer beschäftigt werden. 93 Prozent (71) gehen von einer konstanten Mitarbeiterzahl aus und 4 Prozent (12) der Betriebe planen den Beschäftigtenstand eventuell zu reduzieren.

Die Entwicklung der Geschäftslage in sechs Monaten wird wieder etwas zuversichtlicher gesehen. 21 (8) Prozent rechnen mit besseren Ergebnissen. 64 Prozent (79) sind der Meinung, dass die Geschäftslage unverändert bleiben wird. 15 Prozent (13) gehen von einer Verschlechterung der Geschäftslage in sechs Monaten aus.

Die Klammerwerte sind jeweils die Vergleichswerte des 4. Quartals 2018.

„Gestiegene Energiekosten vor allem durch die Strompreiszonentrennung sowie der weiter gestiegene Lohnkostendruck im Vergleich zu den Nachbarländern, befeuert durch die hohen Kollektivvertragsabschlüsse belasten die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Industrieunternehmen enorm“, resümiert KommR Dallos, Spartenobmann der burgenländischen Industrie. „Gerade in Zeiten einer zu erwartenden Konjunktureintrübung sind daher weitere wirtschaftspolitischer Anreize, vor allem die versprochene steuerliche Entlastung der Wirtschaft durch die Bundesregierung im Zuge der Steuerreform enorm wichtig. Von höchster Priorität dabei ist eine rasche und signifikante Senkung der KÖST“

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