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Industriekonjunktur Burgenland – 3. Quartal

Wachstum in der burgenländischen Industrie schwächt sich leicht ab

Trotz der immer noch als positiv eingeschätzten Geschäftslage zeigt die aktuelle Konjunkturumfrage bei den burgenländischen Industriebetrieben jedoch Anzeichen einer leichten Abschwächung der Konjunktur.

Glasscheiben, Zeichung, Hand, Diagramm
© Rainer Berg / Westend61 / picturedesk.com

Die aktuelle Geschäfts- und Auftragslage bei den burgenländischen Unternehmen zeigt sich entgegen dem bundesweiten Trend immer noch weitgehend stabil auf hohem Niveau. Auch die Geschäftslage in den nächsten Monaten wird trotz wachsendem Kostendruck aufgrund gestiegener Preise bei Rohstoffen und Energie insgesamt weiterhin vorsichtig optimistisch gesehen.

Das internationale konjunkturelle Umfeld wird jedoch zunehmend rauer. Etwas vorsichtiger zeigt sich daher die Einschätzung der derzeitigen Auslandsaufträge. Die andauernden Handelskonflikte zwischen den USA und China, der noch ungelöste Brexit oder der schwächelnde deutsche Industriemotor sind längst mehr als nur internationale Drohgespenster.

Die schwierigeren Rahmenbedingungen für die Betriebe zeigen sich insbesondere auch durch einen erhöhten Druck auf die Verkaufspreise.

Insgesamt noch stabil, wenn auch in den verschiedenen Industriebranchen unterschiedlich, zeigt sich der Beschäftigungsstand in drei Monaten. Diese derzeit noch relativ optimistische Entwicklung darf jedoch nicht durch Zusatzbelastungen wie einem höheren gesetzlichen Mindestlöhn im Burgenland auch in der Privatwirtschaft gefährdet werden. Ebenso eine stärkere Belastung für die Betriebe durch überzogene Lohnabschlüsse wären angesichts der abflauenden Konjunktur sehr kontraproduktiv.

Gerade in Zeiten mit niedrigerem Wachstum ist es umso wichtiger, dass die nächste Bundesregierung eine attraktive, umfassende Standort- und damit Beschäftigungspolitik betreibt, damit die Unternehmen handlungsfähig bleiben, um Investitionen tätigen und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigen zu können. In diesem Sinne sollte die von der vorherigen Bundesregierung vorgelegte Steuerreform rasch und vor allem vollständig umgesetzt werden. Nicht zuletzt würden aufgrund der Erhöhung der Lohnsumme durch eine KöSt-Senkung auch Löhne und Gehälter, also die Beschäftigten, profitieren.

Die Konjunkturumfrage des dritten Quartals 2019 im Detail

Die derzeitige Geschäftslage wird wieder etwas besser als im Vorquartal eingeschätzt. 65 Prozent (54) der Industriebetriebe bewerten sie als gut, 32 Prozent (45) der Betriebe sehen sie als durchschnittlich und 3 Prozent der Befragten (1) als schlecht.

Weitgehend unverändert ist die Bewertung des derzeitigen Auftragsbestandes. 68 Prozent (74) der befragten Unternehmen sprechen weiterhin von guten Auftragsbeständen. Als durchschnittlich wird dieser von 29 Prozent (24) gesehen und 3 Prozent (2) bewerten den derzeitigen Auftragsbestand als schlecht.

Etwas getrübt hat sich die Einschätzung der Beurteilung der Auslandsaufträge. Von 24 Prozent (61) werden immer noch sie als gut beurteilt, jedoch 73 Prozent (37) der Betriebe bewerten sie mittlerweile als durchschnittlich und 3 Prozent (2) der Befragten als schlecht.

Bei den Verkaufspreisen in 3 Monaten zeigt sich ein etwas pessimistischeres Bild als im vorigen Quartal. Niemand der befragten Unternehmen (26) geht davon aus, dass die Verkaufspreise in 3 Monaten steigen werden. 86 Prozent (72) der befragten Unternehmen erwarten durchschnittliche Preise und 14 Prozent (2) erwarten eher schlechte Verkaufspreise.

9 Prozent (1) der befragten Betriebe geht davon aus, dass in drei Monaten mehr Arbeitnehmer beschäftigt werden. 81 Prozent (96) geht von einer konstanten Mitarbeiterzahl aus. Bei der aktuellen Umfrage rechnen jeoch immerhin 10 Prozent (3) der Betriebe einen Rückgang des Beschäftigtenstandes.

Positiver als im letzten Quartal wird die Geschäftslage in 6 Monate eingeschätzt. 31 Prozent (17) rechnen mit einer Steigerung. 45 Prozent (53) sind der Meinung, dass die Geschäftslage unverändert bleiben wird. 24 Prozent (30) rechnen mit einer rückläufigen Entwicklung der Geschäftslage in sechs Monaten.

Die Klammerwerte sind jeweils die Vergleichswerte des 2. Quartals 2019.

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