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Wirtschaft vor großen Herausforderungen

Wirtschaftsparlament

Nach zwei Jahren Einschränkungen durch Corona wurde heute erstmals wieder ein Wirtschaftsparlament in Vollbesetzung abgehalten. Corona, Krieg in Europa und nicht zuletzt Konkurrenz durch Landesbetriebe machen den heimischen Unternehmern schwer zu schaffen.
Wirtschaftsparlament Mai 2022
© WKB

Zukunft Wirtschaft. Am 18. Mai fand die Sitzung des Wirtschaftsparlaments in Eisenstadt statt. Wirtschaftskammerpräsident Peter Nemeth: „Es ist absehbar, dass es – in Österreich, in Europa und im internationalen Handel - zu Wachstumseinbußen kommen wird. Die größte unmittelbare Herausforderung für die Betriebe und die Menschen ist, dass steigende Energie- und Rohstoffkosten zu Beeinträchtigungen in fast allen Branchen, bis hin zur Produktionseinstellung wegen Unwirtschaftlichkeit, führen.“ Nemeth betont: „Auch im Burgenland kämpfen unsere Betriebe an allen Ecken und Enden mit Belastungen: hohe Energiekosten, Inflation, Lieferketten-Probleme und Versorgungsengpässe. Dazu komme ein akuter Personalmangel, aber auch der wirtschaftspolitische Kurs der Burgenländischen Landesregierung, mache vielen Unternehmen Sorgen. 

 

Konkurrenz landeseigene Unternehmen

Nemeth sprach die steigende Konkurrenz durch Landesbetriebe klar an: „Während burgenlandweit von der landeseigenen Kommunikationsagentur das Musterland Burgenland propagiert wird, sprechen kritischere Kommentatoren von einem politischen Versuchslabor. Tatsächlich wurden seit 2020 rund 20 landeseigene Wirtschaftsunternehmen in den Bereichen Immobilienwirtschaft, Infrastruktur, Kommunikation, Tourismus, Energie, Bildung, Sport und Soziale Dienste gegründet. Das ist keine gute Entwicklung und sorgt für Unmut.“ 

 

„Unternehmerisches Risiko trägt der Steuerzahler!“

Tatsache ist, der Staat ist ein schlechter Unternehmer. Nemeth: „Die Doppelrolle des Landes als Hoheitsverwaltung und als wirtschaftlich tätiges Unternehmen ist ein Problem und führt zur Diskriminierung unserer Mitgliedsbetriebe.“ Landeseigene Unternehmen würden leichter an Fremdkapital kommen, die unternehmerischen Risiken trage ja ohnehin die Allgemeinheit, also der Steuerzahler. 

 „Wir brauchen in dieser Situation ein größtmögliches Maß an Stabilität, Berechenbarkeit und Planbarkeit. Und wir müssen jetzt über alles reden, was unsere Betriebe und ihre Mitarbeiter entlastet: Lohnnebenkosten, Lohn- und Einkommenssteuer, kalte Progression. Einfach alle Hürden für Wachstum und Arbeit aus dem Weg räumen“, erklärt der Präsident. 

 

13 Anträge beschlossen

Im Zuge des Wirtschaftsparlaments wurden 13 Anträge von allen Fraktionen gemeinsam beschlossen. „Das ist ein gutes Signal, dass fast alle Anträge einstimmig beschlossen wurden. Die burgenländische Wirtschaft rückt in diesen schwierigen Zeiten zusammen und beweist, welch gut funktionierende Solidaritätsgemeinschaft die Wirtschaftskammer ist“, so Nemeth abschließend. 

 

Bittere Prognosen von Burgenlands Unternehmern

Im Zuge des Wirtschaftsparlament präsentierte Gerhard Weinhofer, Geschäftsführer des Gläubigerschutzverbands „Österreichischer Verband Creditreform“, die aktuelle Insolvenzentwicklung im Burgenland sowie die Mittelstandsanalyse, eine Befragung von rund 1.400 Klein- und Mittelbetrieben. Zur aktuellen Geschäftslage meinen 43,8 Prozent der Burgenländer (48,6 Prozent österreichweit) diese sei „sehr gut/gut“, 6,3 Prozent der Burgenländer (9,7 Prozent Ö) meinen gar diese wäre ungenügend/mangelhaft. Hier sind die burgenländischen Unternehmen pessimistischer als ihre Kollegen im übrigen Österreich. 

 

Infrastruktur, Auszeichnungen und Weiterbildung

Wirtschaftskammerdirektor Rainer Ribing stellte im Zuge des Wirtschaftsparlaments zahlreiche infrastrukturelle Maßnahmen in der Zentrale Eisenstadt als auch in den Bezirken vor. Präsentiert wurde auch, dass die Wirtschaftskammer kürzlich mit dem Gütesiegel Betriebliche Gesundheitsförderung ausgezeichnet wurde. "Darauf sind wir sehr stolz, sind wir doch erst die zweite Wirtschaftskammer in Österreich, die dieses Gütesiegel führen darf", so Ribing.

Wirtschaftskammerdirektor-Stv. Harald Schermann bezog sich in seinem Bericht u.a. auf die Weiterbildungseinrichtung WIFI. Hier konnte trotz Corona-Pandemie ein sehr gutes Ergebnis präsentiert werden, der Angebotsmix aus Online- und Live-Kursen wird forciert. Die Unternehmer suchen weiter händeringend nach guten Mitarbeitern, daher werden die Ausbildungen wie die Fachkräfte-Offensive weiter ausgedehnt.


Peter Nemeth, Wirtschaftskammerpräsident Burgenland
© WKB Peter Nemeth, Wirtschaftskammerpräsident Burgenland

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