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Wirtschaft fordert klaren Plan und rasche Hilfe

Wirtschaftskammerpräsident Peter Nemeth: Es geht um die richtige Balance aus gesundheitlicher Verantwortung und wirtschaftlicher Vernunft.

© WKB/Mädl

In ganz Europa steigt die Zahl der Corona-Neuinfektionen stark an. Ähnlich wie unsere Nachbarländer hat daher die österreichische Bundesregierung heute die Entscheidung getroffen, weitere Verschärfungen der Corona-Schutzmaßnahmen zu setzen, um die zweite Infektionswelle rasch und nachhaltig zu stoppen.

„Die Maßnahmen sind für die österreichische Wirtschaft sehr schmerzhaft. Denn die bereits schwer gebeutelten heimischen Unternehmen haben in den letzten Wochen und Monaten vorbildlich gezeigt, wie man mit klugen und strikt umgesetzten Präventionsmaßnahmen die Ausbreitung des Virus im betrieblichen Umfeld verhindern kann. Dennoch sind sie jetzt die Leidtragenden der neuerlichen Verschärfungen“, erklärt Burgenlands Wirtschaftskammerpräsident Peter Nemeth zu den weiteren Verschärfungen.

Die Wirtschaftskammer fordert nun eine rasche und unbürokratische Entschädigung der Betriebe. Nemeth: „Es ist zu begrüßen, dass die Bundesregierung für die von den neuen behördlichen Maßnahmen betroffenen Unternehmen einen bis zu 80%igen Ersatz des Umsatzes in Aussicht gestellt hat. Ebenso dringend erforderlich ist, dass jetzt endlich unverzüglich der Fixkostenzuschuss in der Phase 2 für alle wirtschaftlich von der Krise betroffenen Unternehmen zur Verfügung steht.“

Mit Blick auf das Weihnachtsgeschäft, die Wintersaison und die weitere wirtschaftliche Entwicklung, sei die drastische Reduktion der Neuinfektionen sowie die Sicherung der Liquidität der Betriebe entscheidend, so der Wirtschaftskammerpräsident weiter. Es gehe um die richtige Balance aus gesundheitlicher Verantwortung und wirtschaftlicher Vernunft. Nemeth abschließend: „Unabhängig davon, erwarten wir uns von der Bundesregierung auch mittelfristig einen klaren Plan für den weiteren Umgang mit der Pandemie. Es braucht maximale Planbarkeit, gerade in der Krisensituation.“