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Tourismus: Umdenken in Produktgestaltung gefordert

WK-Branchenvertreter Tury: Neustart ist wichtig, aber künftig breiteres Angebot notwendig, um nicht nur von Kulturevents abhängig zu sein.

© WKB/Mädl

„Der Tourismus im Burgenland steht für unvergessliche Erlebnisse, Emotionen und Bilder, die in alle Welt getragen werden. Unsere Mitgliedsbetriebe ermöglichten den Gästen, sich rundum wohl zu fühlen. Jetzt steht der heimische Tourismus aufgrund massiver Einbußen teilweise vor existenzbedrohenden Szenarien.“, bewertet Helmut Tury, Obmann der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Burgenland (WKB), die aktuelle Situation um die Coronakrise. Der Tourismus ist im Burgenland durch seine vielen Beschäftigten, durch die Zulieferbetriebe aber auch als Werbefaktor für das Land von immenser Bedeutung. Heute wurde bekannt gegeben, dass die Gastronomie am 15. Mai, die Beherbergung am 29. Mai wieder starten darf. 

Gerade jetzt, vor dem eigentlichen Saisonstart im Burgenland, seien die Betriebe in ihren Entscheidungen gefordert. „Erste Schritte sind die heute präsentierten Termine für die Öffnung der Tourismusbetriebe und zuvor die Verordnung betreffend Abholung vorbestellter Speisen. Diese Klarstellung gibt unseren Gastronomen und Beherbergungsbetrieben zumindest Rechtssicherheit. Es ermöglicht auch, weiterhin unsere Gäste zu versorgen“, betont Tury. „Die Wiedereröffnung ist weit über die Betriebe und deren Mitarbeitern hinaus von Bedeutung: Dadurch werden nicht nur Einkommen und Beschäftigung in der Branche selbst gesichert, sondern auch bei vielen Zulieferern, die die Gastronomie als einen wichtigen Partner brauchen - von den Weinbauern und der Getränkeindustrie über die regionale Landwirtschaft bis hin zu Gewerbebetrieben, wie Tischlereien etc. Das Wiederhochfahren der Gastronomie ist damit ein wichtiger Lichtblick für viele Menschen in unserem Land und in den Regionen“, ergänzt Wirtschaftskammerpräsident Peter Nemeth. 

„Nicht zu vergessen sind allerdings die vielen kleineren Berufsgruppen, die dem Tourismus seine Vielfalt verleihen und das Angebot komplettieren. Genannt seien an dieser Stelle beispielsweise Schausteller oder Fremdenführer. Totalausfälle erschweren vor allem diesen Mitgliedern das unternehmerische Leben. Viele werden erst nach Ablauf der tatsächlichen Saison ihre Einbußen messen können“, erklärt Tury weiter. 

Tury fordert Veränderungen: „Um die Zukunft des Tourismuslandes Burgenland nachhaltig zu sichern, ist grundsätzlich ein Umdenken in der Positionierung erforderlich. Das Angebot muss auf breitere Beine gestellt werden, damit die Betriebe größtenteils nicht nur von Kulturveranstaltungen abhängig sind. Ereignisse müssen geschaffen werden, die dem Land eine ganzjährige Attraktivität bescheren. Neben dieser neuen Produktgestaltung ist jedenfalls auch ein Anpassen der Förderschienen im Tourismus anzudenken, um auch die Kleinen gut zu unterstützen.“

Helmut Tury, Obmann der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Burgenland
© WKB/Mädl

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