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Ready 4 E-Commerce

Vom Burgenland in die ganze Welt

86 Prozent der burgenländischen Haushalte nutzen das Internet, 75 Prozent suchen Informationen zu Einzelhandelswaren im Internet und 62 Prozent kaufen diese auch im Internet. Der burgenländische Handel hat dies längst erkannt und wird zunehmend digitaler. Nun gibt es auch Beratungen für Händler, die selbst ein digitales Geschäftsmodell aufbauen möchten.

© WKB

Der Einkauf im Internet gewinnt im Burgenland ebenso wie in ganz Österreich weiter an Relevanz. Immer mehr Konsumenten informieren sich über das Internet und kaufen online ein. Generell nutzen 2017 bereits 86 Prozent der Burgenländer (16-74 Jahre) das Internet und sind mit diesem Medium vertraut. Der Anteil der Internet-User ist im Vergleich zu 2013 (75 Prozent) nochmals deutlich gestiegen. Dazu Andrea Gottweis, Obfrau der Sparte Handel: „Die beliebtesten Produkte der Burgenländer sind beim Online-Shopping Bekleidung (30Prozent), Elektrogeräte (26 Prozent) und Bücher (21 Prozent). 2017 haben die burgenländischen Online-Shopper im Internet durchschnittlich 1.500 Euro ausgegeben. 2017 belaufen sich die Gesamtausgaben für Internet-Einkäufe der Burgenländer auf rund 200 Millionen Euro.“

Gottweis weiter: „Der Onlinehandel ist alles andere als eine vorübergehende Erscheinung. Daher ist es notwendig, dass wir uns weiter am Kunden orientieren. Wenn es heutzutage möglich ist, aus jedem Winkel der Welt Waren zu versenden, warum sollte das nicht auch aus dem Burgenland möglich sein? Deshalb wollen wir seitens der Sparte Handel der Wirtschaftskammer burgenländischen Händlern Beratung und Unterstützung auf dem Wege in ihr individuelles digitales Geschäftsmodell bieten.“

29 Prozent aller neu gegründeten Betriebe im Burgenland sind Handelsbetriebe. Das Burgenland konnte seine Neugründungsquote im Handel jüngst sogar auf 7,3 Prozent ausbauen. Rund 230 Handelsbetriebe werden im Burgenland also jährlich neu gegründet. Bei den Internethändlern gab es in den letzten drei Jahren ein Plus von rund 20 Prozent. 

Generell gibt es im Burgenland derzeit mehr als 150 Händler, die sich vorwiegend mit dem Onlinehandel beschäftigen, viele weitere Händler betreiben parallel zu ihrem stationären Handelsbetrieb einen Onlineshop. Einer davon ist Rudolf Fabsits, er führt in Kemeten einen Handel mit antiken Bauernmöbel, Antiquitäten und Accessoires: „Was wir verkaufen, sind erlesene Einzelstücke aus unserer Zeitgeschichte. Wir beliefern zu 30 Prozent Kunden aus ganz Österreich, 60 Prozent Kunden aus Deutschland und den restlichen Teil der Welt.“ Fabsits erklärt weiter: „Das Auktionsfieber der 90er Jahre wurde als Chance genützt, den Onlinevertrieb auf- und auszubauen. Im Onlinehandel wird der Service, wie im stationären Handel, immer wichtiger. Aufgrund der schwierigen Logistik unserer Produkte, werden immer wieder Aktionen mit kostenlosem Transport für Österreich und Deutschland als Zuckerl angeboten.“ 

Rudolf Fabsits hat derzeit fünf Mitarbeiter, 80 Prozent seines Umsatzes macht er online über seinen eigenen Webshop, Willhaben, Ebay und die Plattform „Oldthing“. Pro Monat verlassen ca. 200 Exponate über seinen Online Shop den Betrieb.

Förderung für Ausbau der Online-Schiene

Von Seiten der Sparte Handel gibt es ab sofort individuelle Beratungen für jeden Handelsbetrieb der den Weg in einen digitalen Vertrieb gehen möchte. Gottweis dazu: „In diesen Beratungen ist von den rechtlichen Grundlagen bis hin zur inhaltlichen Ausrichtung und einer ersten Kostenkalkulation alles enthalten. Die Wirtschaftskammer übernimmt 50 Prozent der Beratungskosten.“

Die kürzlich von der Fachgruppe UBIT (Unternehmensberatung, Buchhaltung und Informationstechnologie) präsentierte Studie „Status der Digitalen Transformation von KMU in Österreich 2018” macht deutlich: Es gibt Aufholbedarf – bei der Digitalisierung wie auch bei der Unterstützung von Unternehmen. Die digitale Fitness der heimischen Betriebe kann verbessert werden. Klein- und Mittelbetriebe im Burgenland liegen bei einem „Digitalisierungsindex“ von 27 Prozent. „Das ist zu wenig und zeigt, dass unsere burgenländischen Betriebe dringend professionelle Beratung und Unterstützung bei der Umsetzung von digitalen Tools benötigen“, betont Wilfried Drexler, Obmann der Fachgruppe UBIT Burgenland. „Die Umfragen zeigen, dass 48 Prozent der KMUs sich explizit professionelle Unterstützung im Bereich der Digitalisierung wünschen.Das fehlende Know-how muss direkt in unsere Betriebe gebracht werden. Es freut uns daher besonders, dass wir - in Kooperation mit der Sparte Handel - heimische Betriebe auf ihrem digitalen Weg begleiten dürfen.“

„Im Rahmen der geförderten E-Commere-Beratung wird im Unternehmen der digitale Status quo festgestellt. Darauf aufbauend werden individuell passende Möglichkeiten in ein digitales Vertriebsmodell aufgezeigt. Wir versuchen auch, gemeinsam mit dem Betrieb, eine erste Kostenschätzung und einen zeitlichen Umsetzungsplan zu erarbeiten“, so Drexler weiter.

KommR Andrea Gottweis, Spartenobfrau Handel, Rudolf Fabsits, Obmann des Versand, Internet und allgemeinen Handels, Wilfried Drexler, Obmann Fachgruppe Unternehmensberatung, Buchhaltung und Informationstechnologie
© WKB KommR Andrea Gottweis, Spartenobfrau Handel, Rudolf Fabsits, Obmann des Versand, Internet und allgemeinen Handels, Wilfried Drexler, Obmann Fachgruppe Unternehmensberatung, Buchhaltung und Informationstechnologie


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